Siemens Healthineers und Geis-Gruppe beschleunigen Gefahrgut-Logistik

Gefahrgutportal Infr8 im Einsatz

Noch ist der Einstieg in die Welt der Digitalisierung für viele Unternehmen aufwendig. Geschafft hat diesen Schritt die in Neu-Isenburg bei Frankfurt ansässige Geis-Gruppe. Sie hat jetzt innerhalb weniger Wochen mit Unterstützung des IT-Dienstleisters Dakosy die Gefahrgutanmeldung für ihren Kunden Siemens Healthineers digitalisiert. Genutzt wird hier die Web-basierte Gefahrgutplattform Infr8.

Ein Logistikzentrum von Siemens Healthineers

Blick in das Duisburger Logistikzentrum von Siemens Healthineers

Die Geis-Gruppe ist ein inhabergeführtes Logistikunternehmen mit rund 6.500 Mitarbeitern an 126 Standorten im In- und Ausland. Etwa 10 Mio. Transportaufträge jährlich wickelt der Dienstleister in den drei Sparten Spedition, Kontraktlogistik und Air- & Sea-Services ab – u.a. auch für Siemens Healthineers.

„Unsere Herausforderung war, dass wir schnell eine effiziente digitale Lösung für die Gefahrgutanmeldungen von Siemens Healthineers benötigten“, beschreibt Jochen Maul, Bereichsleiter Logistik der Greis-Gruppe, den Entscheidungsprozess. „Dakosy hatte uns ihre Gefahrgut-Plattform mit den alternativen Nutzungsvarianten EDI und Web vorgestellt. Eine Schnittstellenprogrammierung mit anschließendem Test wäre zeitlich zu aufwendig gewesen. Mit der Web-Lösung konnten wir kurzfristig starten.“ Mittlerweile habe man damit „dokumentarische Fehler weitestgehend reduzieren und den Erfassungsaufwand für die Gefahrguterklärungen minimieren“ können.

Integration der IATA-Datenbank

Zu den genutzten Features zählen die Integration der IATA-Datenbank (um mit Eingabe der UN-Nummer die dazugehörigen Gefahrgutdaten zu validieren), die Möglichkeit zur Hinterlegung von Stammdaten und die sogenannten „Snippets“. Dahinter verbergen sich individuelle Text-Bausteine, zum Beispiel Notfallrufnummern.

Dass darüber hinaus mit der digitalisierten Gefahrguterklärung auch das Versandlabel und das ADR-Begleitdokument – inklusive der Berechnung von Tunnelcode und Gefahrgutpunkten – automatisch generiert und ausgedruckt werden könnten, stellt Logistik-Chef Maul ebenfalls heraus. Beide Funktionen seien inzwischen „unerlässlich“ und hätten entscheidend zur Optimierung der Prozesse beigetragen.

Den Effizienzgewinn für die Abwicklung der Gefahrguttransporte bestätigt Heiko Ansorge, „Head of Supply Chain Solutions für das Servicegeschäft“ bei Siemens Healthineers; man habe spürbar schnellere, sicherere und transparentere Abläufe erreichen können. Beispielsweise könnten im Falle eines Eingabefehlers auf den Gefahrgutdokumenten die autorisierten Partner am Flughafen diesen Fehler auf der Web-basierten Plattform ohne großen Formalismus ändern „und damit den Abflug unserer dringend benötigten Ersatzteile zum Kunden sicherstellen“.

 

Über Siemens Healthineers

Siemens Healthineers ist ein weltweit aktives Medizintechnikunternehmen mit über 120 Jahren Erfahrung und 18.500 Patenten. Der Firmenname „Healthineers“ setzt sich aus den Begriffen „healthcare“, „engineer“ und „pioneer“ zusammen. Der Anspruch des Unternehmens ist es, mit der über 50.000 Köpfe starken Belegschaft in mehr als 70 Ländern Innovation voranzubringen und die Zukunft des Gesundheitswesens zu gestalten.

Bildquelle: Siemens Healthineers

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