Firmengründer Düvel ausgeschieden, Schiele neuer Verkaufsleiter

Generationswechsel bei der iT Total AG

Zum 31. Januar legte Firmengründer Reinhard Düvel im Alter von 65 Jahren sein Amt als Vorstand der iT Total AG nieder; im Mai wurde er in den Aufsichtsrat gewählt. Damit geht ein Generationswechsel einher, denn mit Petra Peters übernahm eine langjährige Mitarbeiterin die kaufmännische Leitung und mit Joachim Schiele ein Vertriebsstratege die Leitung des Verkaufs. Mit Michael Hammer, der seit seinem Eintritt im Jahr 2005 das Geschäftsfeld verbreitert und Hersteller-unabhängig aufgestellt hat, gibt es nun ein Trio an der Firmenspitze.

  • Joachim Schiele, iT Total AG

    Neu an Bord: Vertriebsleiter Joachim Schiele soll im Laufe des Jahres Mitglied des Vorstands werden.

  • Reinhard Düvel, iT Total AG

    Firmengründer Reinhard Düvel (65) wechselte vom Vorstand der iT Total AG in den Aufsichtsrat.

Geplant ist, dass der neue Vertriebsleiter Schiele im Laufe des Jahres auch Mitglied des Vorstands wird und gemeinsam mit Geschäftsführer Hammer das Wachstum des Unternehmens forciert. „Wir haben das Ziel, unser Team von derzeit rund 40 Beschäftigten in den nächsten drei Jahren zu verdoppeln“, sagt Schiele. „In diesem Geschäftsjahr möchten wir – ausgehend von knapp über 7 Mio. Euro Umsatz im Vorjahr – die 10-Millionengrenze überschreiten. Das wäre ein ordentliches Wachstum – und wir sind bislang auf einem guten Kurs dahin.“

Die iT Total AG mit Sitz in Stuttgart hat sich auf Konzeption und Realisierung maßgeschneiderter IT-Systeme mit Storage und Servern, Cloud- und Security-Lösungen sowie auf Consulting im Bereich Microsoft Data Center, Exchange, Sharepoint, Azure und Office 365 spezialisiert. 1999 als GmbH mit dem Namen Totale gegründet, betreut das Unternehmen seit 2017 als AG mehr als 200 Unternehmen, öffentliche Organisationen und gemeinnützige Einrichtungen. Die Beteiligung an Inlis aus Rottweil im Jahr 2018 brachte den Zugang zu einem ganzheitlichen IT-Lösungsportfolio inklusive Managed-Services sowie einem Kundenstamm aus der Region Schwarzwald, Alb und Bodensee. iT Total und Inlis sind Partner der Hersteller Huawei, IBM, Lenovo, Vmware, Microsoft, Kaspersky, Veeam, Sophos oder Watchguard.

Neuer Verkaufsleiter

Der neue Verkaufsleiter Joachim Schiele bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Vertriebsarbeit von IT-Systemhäusern sowie von Konzernen mit. Gelernt hat er sein Handwerk bei IBM, wo er ein knappes Jahrzehnt aktiv war. Als der Konzern den Vertrieb für Direktkunden outsourcte, wechselte Schiele zu einem Vertriebspartner, der Inlis GmbH in Rottweil. Zu diesem Zeitpunkt konnte er schwerlich ahnen, dass dieses Systemhaus nun seit knapp zwei Jahren zur iT Total AG gehört. Drei Jahre leitete er dort den Vertrieb, bevor das Angebot eines weiteren IBM-Partners lockte.

„Bei Fritz & Macziol – heute Axians – fing ich bei null an und baute den Vertrieb für die Region Südwest neu auf, zunächst in Stuttgart mit rund 60 Leuten, anschließend in Karlsruhe mit einem rund 20-köpfigen Team. Schließlich habe ich auch noch eine kleine Dependance in Villingen-Schwenningen eröffnet“, erinnert sich Schiele. Nach dem Verkauf des Unternehmens entschied er sich nach rund 15-jähriger Tätigkeit für einen anderen Weg, da die strategische Ausrichtung des Käufers nicht seinen Zielen entsprach. Es folge ein zweijähriges Intermezzo bei Cancom; dort leitete er den Vertrieb im Stuttgarter Raum. Dann nahm er das Angebot des Herstellers Dell EMC für den Aufbau des deutschen Vertriebskanals im Enterprise-Bereich an.

Durch den Zusammenschluss von iT Total mit seinem früheren Arbeitgeber sieht Schiele „großes Potenzial, hier etwas zu bewegen und erfolgreich aufzubauen“. Man sei gerade dabei, die Synergien und den Esprit beider Firmen herauszuarbeiten und in einer frischen Unternehmenskultur zusammenzuführen. Der Name Inlis werde als etablierte Marke für Managed-Services bleiben; ansonsten wolle man künftig als ein Unternehmen iT Total „nach vorne schauen“.

Sinnvolle Strukturen einführen

Als neues Mitglied der Geschäftsführung sieht Schiele seine Hauptaufgabe darin, „den Vertrieb des Unternehmens zur Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter gewissenhaft zu leiten und sinnvolle Strukturen einzuführen, vor allem für den Vertrieb.“ Diese Strukturen entstehen unter anderem durch die Einführung eines zentralen CRM-Systems mit Zugang für die gesamte Belegschaft und des Weiteren durch die Definition von Best-Practice-Maßnahmen sowie Dos and Don’ts.

Kein Zweifel besteht für den neuen „Systemdenker“ in Stuttgart darin, dass der Vertrieb als solcher sich grundsätzlich wandeln muss. Denn auch der Markt wandle sich – und es gehe immer weniger um den Verkauf von Produkten mit additiven Dienstleistungen, sondern vielmehr um das Erarbeiten von Individuallösungen in Zusammenarbeit mit den Kunden. „Weg vom bedarfsdeckenden und hin zum bedarfsweckenden, lösungsorientierten Vertrieb ist der zukunftsfähige Weg“, sagt Vertriebschef Schiele. Außerdem bleibe es wichtig, „unsere Kunden bei der digitalen Transformation, bei der Wahl von Clouds und Speichersystemen partnerschaftlich und verlässlich zu begleiten.“

IT-Projekte reibungslos gestalten

Mittlerweile 21 Jahre ist es her, da wurde das Unternehmen im Januar 1999 am damaligen Standort in Stuttgart-Möhringen gegründet. Den Grundstein legte Reinhard Düvel mit seinem damaligen Geschäftspartner Norbert Link. Der Entschluss zur Gründung fiel nach einer langjährigen Management-Tätigkeit bei der IBM Deutschland GmbH und späteren Tätigkeit als Partner bei der Software-Sparte des Herstellers.

Aus dem Antrieb heraus mehr erreichen zu wollen, als es in einem großen Unternehmensverbund möglich ist, entstand ein Unternehmen, welches sich zum Ziel setzte, die Konzeption, Beratung, Planung und Umsetzung von IT-Projekten reibungslos zu gestalten. Den Grundstein dafür legte die langjährige Erfahrung bei der IBM mit der AS/400, einer Plattform, die man heute unter dem Namen „Power System“ kennt.

Nach Links Ausscheiden bildete sich 2016 mit der Berufung von Michael Hammer eine neue Doppelspitze. Gemeinschaftlich strukturieren Düvel und Hammer die Firma um, die seit 2017 ihren aktuellen Namen trägt. Die Vision der beiden Manager: Die AG soll Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmen ermöglichen.

Bildquelle: iT Total AG

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