Den hohen Aufwand für das Großprojekt Conversion meistern

GIB-Strategie mit Fokus auf S/4 Hana

Obwohl SAP-Kunden noch bis mindestens 2027 Zeit haben, um auf das neue ERP-System S/4 Hana umzustellen, beschäftigen sich bereits jetzt sehr viele mit dem Thema Conversion, auch weil der hohe organisatorische Aufwand für das Großprojekt oft Kopfzerbrechen bereitet.

  • Felix Grab, Vice Director Development bei GIB, will Software auch in der neuen S/4-Welt entwickeln.

  • Bildquelle: Thinkstock/iStock

Obwohl SAP-Kunden noch bis mindestens 2027 Zeit haben, um auf das neue ERP-System S/4 Hana umzustellen, beschäftigen sich bereits jetzt sehr viele mit dem Thema Conversion, auch weil der hohe organisatorische Aufwand für das Großprojekt oft Kopfzerbrechen bereitet.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Auch die GIB mbH aus Siegen kennt diese Sorgen, weil das SAP-zertifizierte Produkt GIB Suite seit Jahren ein wichtiges Tool für das Supply-Chain-Management von SAP-Kunden ist. Als SAP das neue Programmpaket ankündigte, war GIB schnell von den Vorteilen für die Kunden überzeugt und hat sich daher bereits als „Conversion Enabler“ positioniert, der die technischen Vorzüge von S/4 mit den strategischen und operativen Vorzügen einer integrierten und ganzheitlichen Supply-Chain-Steuerung kombiniert.

Die GIB-Strategie zielt ganz klar auf S/4 ab – und zwar auf die „Veredelung“ des digitalen Kerns. Laut Felix Grab, Vice Director Development bei GIB, wird ab sofort „ausschließlich in dieser neuen Welt entwickelt. Was sich in die alte R/3-Welt sinnvoll übersetzen lässt, wird für die Kunden, die den Umstieg noch nicht wagen, herabgestuft“.

Im Vordergrund steht dabei, dass alle bewährten Funktionen der Suite auch in der S/4-Umgebung performant lauffähig gemacht werden, damit alle User weiter zuverlässig mit der vertrauten Software arbeiten können. „Kunden können die GIB Suite bei der Migration von R/3 auf S/4 nach dem Brownfield-Ansatz ohne jeglichen Aufwand implementieren“, so Felix Grab. „Sie können natürlich auch im Greenfield-Ansatz unter S/4 neu aufsetzen.“

Wer innovationsfreudig ist und die Möglichkeiten der neuen S/4-Welt voll ausschöpfen möchte, für den hat GIB eine neue Software entwickelt, die Potential der Hana-Technologie nutzbar machen soll: Die neue Suite „SCX – Supply Chain Excellence“ setzt für eine ganzheitliche Betrachtung der Supply Chain auf dem digitalen Kern von S/4 Hana auf und bietet viel Raum für weitere innovative Funktionen, die den Arbeitsalltag erleichtern.

So arbeitet GIB SCX mit einem ausgeklügelten Rollenkonzept, das den Supply-Chain-Prozess transparent und beherrschbar machen soll. Dem Anwender werden alle relevanten Arbeitsschritte passgenau serviert. Das Tool garantiert, dass im Arbeitsvorrat nichts übersehen wird. Darüber hinaus berechnet SCX auf Basis der Live-Daten aus dem S/4-System den Prozessreifegrad der Supply Chain und der jeweiligen Teilprozesse – und stellt diesen anhand eines Indikatoren-Modells dar. Basierend auf KPIs, die direkt aus dem SAP-System als „single point of truth“ ermittelt werden, wird damit die Qualität des gesamten Prozesses sowie der Teilprozesse Demand-­Planning, Manufacturing, Procurement, Inventory-Management sowie Sales & Distribution dargestellt.

Die GIB hat seit 2018 bereits viele S/4 Conversions begleitet, doch das Cloud-Szenario stellte den Software-Hersteller vor besondere Aufgaben. „Die Zertifizierung für die SAP Cloud war mit einer Vielzahl an Änderungen am Source-Code verbunden,“ erklärt Florian Lenz, Manager Development bei GIB. „Dabei war das Zeitfenster enorm eng! Wir hatten uns bereits im Frühjahr intern entschieden, die GIB Lösung für die Cloud zertifizieren zu lassen, aber leider stand der finale SAP-Anforderungskatalog an eine zertifizierbare Lösung für die Cloud erst im Juli fest.“

Mit der Zertifizierung, die jährlich bei jedem neuen Cloud-Release erneuert werden muss, ist die GIB einen großen Schritt in Richtung neue SAP-Welt gegangen. Vor allem der Programmierstil musste angepasst werden, damit der Quellcode den Anforderungen der SAP Cloud entspricht. Generell ist die Cloud-Version laut Lenz nun mehr von SAP abhängig, als man das bisher gewohnt war. Dafür erhalte der Anwender die klassischen Cloud-­Vorteile - kein Hosting, keine Hardware in Form eines eigenen Servers und alles aus einer Hand, von SAP.

Bildquelle: Thinkstock/iStock, GIB

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