Autostore für Giesswein Walkwaren in Österreich

Giesswein hat das Lager modernisiert

Das Tiroler Familienunternehmen Giesswein Walkwaren AG hat im Juli ein Autostore-Lager in Betrieb genommen, das Hörmann Logistik im österreichischen Brixlegg errichtet hat. Der langjährige AS/400-Anwender Giesswein kann dort nun mit 31 Robotern auf 17.500 Behälter in neun Ebenen zurückgreifen. Die Höhe des „Autostore Grids“ wurde laut Pressemitteilung durch die vorhandene, 4,6 Meter hohe Lagerhalle vorgegeben.

Im modernisierten Lager in Brixlegg werden Kleidungsstücke und Schuhe vorgehalten.

Die Giesswein Walkwaren AG ist ein Tiroler Familienunternehmen in dritter Generation. Aus handverlesener Wolle in traditioneller Qualität werden in der eigenen Fertigung moderne, nachhaltige und funktionelle Kleidungsstücke und Schuhe hergestellt. Mit speziellem Knowhow und einem ganzheitlichen Ansatz hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Hersteller von Bekleidung aus 100 Prozent Schurwolle in Europa entwickelt.

Am Standort in Brixlegg sollte zur Unterstützung des stetig wachsenden Online-Shop-Geschäftes und des stationären Handels in einer bestehenden Lagerhalle ein Fertigwarenlager errichtet werden. Mit einem maßgeschneiderten Konzept und ihrem Autostore-System hat Hörmann Logistik den Auftrag dafür erhalten. Die gemeinsamen Planungsgespräche und mehrere Anlagensimulationen mit realen Daten führten zu der aktuellen Systemkonfiguration mit 31 Robotern und 17.500 Behältern auf neun Ebenen.

900 Auslagerungen pro Stunde

Um die Leistungsvorgaben von 140 Einlagerungen und 900 Auslagerungen pro Stunde zu gewährleisten, wurden vorerst fünf Carousel- und drei Conveyor-Arbeitsplatzmodule vorgesehen. Ein weiteres Carousel-Arbeitsplatzmodul wurde bereits vorkonfiguriert. Das Single/Double-Grid mit den Gesamtabmessungen von 26,1 x 30,4 x3,1 m (L x B x H) ist an zwei Seiten verkleidet. Die 17.500 Behälter im Standardformat 649 mm x 449 mm x 330 mm (L x B x H) ermöglichen jeweils eine Zuladung von ca. 30 kg.

Die 31 Roboter versorgen die Carousel-Arbeitsplätze acht Stunden täglich. Dazu wird ein Ladeprozess pro Roboter von ca. vier Stunden pro Tag benötigt, für den insgesamt 24 Ladestationen am Rand des Grids bereitstehen. Prinzipiell sind alle Arbeitsplätze so ausgestattet, dass dort jederzeit Wareneingänge oder auch Kommissionierungen durchgeführt werden können. Die Andienung der Eingangswaren am Arbeitsplatz erfolgt durch die Lagermitarbeiter.

In dem Rastersystem stehen Stapel mit jeweils neun Behältern direkt auf dem Hallenboden. Über den Behälterstapeln ist ein Single/Double-Grid-Fahrschienensystem montiert, auf dem die batteriebetriebenen, autonomen Roboter fahren. Sie nehmen kooperativ Behälter auf, sortieren sie bei Bedarf um und dienen diese an den Carousel-Ports an. Die Behälter können durch Trenneinlagen flexibel für die Nutzung mehrerer Artikel unterteilt werden.

Die Roboter bewegen sich durch ihre vier, über Eck angeordneten Räderpaare in zwei Richtungen und erreichen so jede Position im Raster. Sie kommunizieren über WLAN mit der Autostore-Steuerung, die die Transportaufträge an die einzelnen Roboter vergibt. Bei geringer Auftragslast oder zu geringer Batteriekapazität fahren die Roboter selbstständig zu einer, der am Rand des Grids befindlichen, Ladestationen. Die Steuerung ist auf der angebundenen Serviceplattform untergebracht.

Kommissionierung von Artikeln

Für die Kommissionierung von Artikeln können komplette Kommissionieraufräge (Taskgroup) mit den einzelnen Kommissionierpositionen (Task) übergeben werden. Bei einem Vorlauf von 30 Minuten sorgt Autostore mit seinen integrierten Optimierungsalgorithmen für Effektivität bei der Abarbeitung der Aufträge.

Die zusammengehörigen Positionen werden im Versandkarton abgelegt, dazu ist der Karton mit einem Barcode versehen, der mit der Versandauftragsnummer „verheiratet“ wird. In einer zweiten Baustufe ist die fördertechnische Anbindung der Kommissionier-Arbeitsplätze an den Warenausgang vorgesehen. „Die neue Autostore-Anlage macht unsere Kommissionierungsprozesse wesentlich effektiver und erleichtert unseren Mitarbeitern die Arbeit“, äußert sich der Inhaber, Mag. Markus Giesswein, zufrieden. Das modernisierte Lager sei „ein Gewinn für das ganze Team“.

Bildquelle: Giesswein Walkwaren AG

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