Der im Sommer angetretene Temenos-CEO Guy Dubois will mit dem strategischen Partner IBM und seinem CSG-Team die Transformation des Banking unterstützen
Der Genfer Bankensoftware-Hersteller Temenos, der mit der Übernahme von Actis.BSP im Jahr 2007 eine Präsenz in Deutschland kräftig ausgebaut hat, erweitert die vor elf Jahren begründete Zusammenarbeit mit IBM. Zur Begründung heißt es: 60 Prozent der Kunden würden ihre Applikationen mit IBM-Technologie betreiben; die beiden anderen strategischen Plattformpartner sind Microsoft und Oracle.
Außerdem sei man durch die Übernahme des Softwarehauses Odyssey im Jahr noch näher an den Partner IBM gerückt, hieß es gestern in einer Presseinformation. Im Fokus stehen die Java-Bankensoftware T24, die seit 2005 auch auf der Plattform IBM i läuft; als erster Kunde hatte damals die Turkish Bank (UK) Ltd. diese Lösung gewählt.
Heute nutzen nach Temenos-Angaben 55 Prozent der T24-Kunden IBM-Hardware; mehr als 300 Kunden arbeiten demnach mit Power Systems. Die Kooperation bezieht sich aber auch auf die Software Temenos Core Banking (TCB) auf dem Mainframe. Insgesamt spricht Temenos von über 1.500 Kunden in mehr als 125 Ländern weltweit.
Künftig bietet IBM neben Beratungs- und Integrationsdienstleistungen zusätzlich auch Soft- und Hardware für die Implementierung von Temenos-Software an, speziell mit Blick auf komplexe Transformationsprogramme bei Banken in aller Welt. Konkret genannt werden die Bank of Korea und die Marfin Bank.
Bernd-Michael Rumpf wurde Anfang Dezember zum Leiter der Customer Services Group (CSG) ernannt. Er kommt von der SAP AG, für die er zwölf Jahre in verschiedenen Funktionen tätig war, zuletzt als Leiter der rund 18.000 Mitarbeiter starken Kundendienstorganisation. Zuvor war Rumpf CEO des angegliederten Systemhauses SAP SI AG, aber auch Berater bei Cap Gemini Ernst & Young und Gemini Consulting. Rumpf berichtet jetzt direkt an Temenos-CEO Guy Dubois.
Bildquelle: Temenos Group AG