PSI verkauft mehr Produktions- und Logistiksoftware

Gute Geschäfte mit Psipenta & Co

Der Berliner PSI-Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 den Umsatz um 5,2 Prozent auf 186,1 Mio. Euro gesteigert, das Betriebsergebnis um 13 Prozent auf 13,4 Mio. Euro und das Konzernergebnis um 11,1 Prozent. Zu der positiven Entwicklung beitragen hat insbesondere auch das Softwaregeschäft. Der Auftragseingang lag laut PSI mit 190 Mio. Euro 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Bildquelle: PSI / Thinkstock

Wurde 2017 fertiggestellt: Ein völlig neues Fertigungssteuerungssystem auf Basis der PSI-Standardmodule JSCADA und ASM.

Offenbar zahlen sich die kräftigen Investitionen in die Software-Plattform des Konzerns aus, denn wesentliche Wachstumstreiber waren 2017 die Softwareprodukte für Produktion und Logistik. Dazu beigetragen hat auch die neue Version der ERP-Suite Psipenta, die seit dem Frühjahr 2017 in der neuen Version 9 erhältlich ist. Der Umsatz im Segment Produktionsmanagement (Rohstoffe, Metallerzeugung, Automotive, Logistik) wuchs im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent auf 91,9 Mio. Euro, das Betriebsergebnis um 21,1 Prozent auf 8,6 Mio. Euro gesteigert.

Automotive-Lösung auch für IBM i

Die Bereiche Fertigung und Logistik lieferten eine Industrie 4.0-basierte Software-Suite für die optimierte Produktion von Elektrofahrzeugen auf Basis der Konzern-Softwareplattform. Der Bereich Automotive und Industrie (ehemals Psipenta), der durch eine Partnerschaft mit Portolan auch die Vertriebsanstrengungen im Midrange-Markt intensivierte, steigerte das Ergebnis weiter – und das trotz erheblicher Investitionen in ein völlig neues Fertigungssteuerungssystem auf Basis der PSI-Standardmodule JSCADA und ASM. Der Logistikbereich wuchs dynamisch, verbesserte seine Profitabilität und gewann einen der größten deutschen Logistikdienstleister als neuen Kunden.

Nach der Steigerung der Wartungs- und Upgradeverträge auf 57,9 Mio. Euro sollen die Lizenzeinnahmen 2018 nicht nur operativ, sondern auch durch Modernisierung der Vertrags- und Wahrnehmungspraktiken wieder steigen. Insgesamt erwartet der PSI-Vorstand für 2018 eine Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Prozentbereich und eine knapp zweistellige Verbesserung des Betriebsergebnisses.

Vom regionalen Auftragsentwickler zu einem internationalen Softwareprodukthaus

„PSI setzte 2017 die technologische und betriebliche Transformation vom regionalen Auftragsentwickler zu einem internationalen Softwareprodukthaus zur Steuerung und Optimierung von Energie- und Materialströmen fort“, heißt es in der Presseinformation. Nach der Umstellung der Produkte des Produktionsmanagements würden nun auch alle Nichtrealzeit-Produkte des Energiesegments auf die Konzern-Technologieplattform umgestellt, wobei die PSI-Click-Design-Technologie den Aufwand reduziere. „Zum Jahresende hat PSI ein hochverfügbares, hoch performantes und skalierbares Application-Hosting in Betrieb genommen (PSI-Cloud), da etablierte Cloud-Anbieter keine hinreichenden Verfügbarkeits- und Realzeitgarantien geben“, heißt es weiter.

Der PSI-Konzern entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte Lösungen für Energiemanagement (Energienetze, Energiehandel), Produktionsmanagement (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik) und Infrastrukturmanagement für Verkehr und Sicherheit. PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 1.650 Mitarbeiter.

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