Neue Vertriebsstrategie mit Warenwirtschaft und Kasse „aus der Cloud“

Häfele setzt auf „Retail on Demand“

Die Unternehmensgruppe Häfele führt zur Umsetzung einer neuen Vertriebsstrategie in den ausländischen Filialen ergänzend zum zentralen SAP-System die Handelslösung von Maxess ein, die ebenso wie eine neue Kassenlösung in der IBM Smart Cloud betrieben wird.

Wolke, Tim Caspary/Pixelio.de

Häfele, Händler und Produzent von Möbel- und Baubeschlägen sowie elektronischen Zutritts- und Kontrollsystemen, bedient mit über 5.000 Mitarbeitern weltweit ca. 160.000 Kunden in mehr als 150 Ländern. Bisher werden ausländische Märkte hauptsächlich dezentral von verschiedenen Tochtergesellschaften und – zentral gesteuert – von einigen internationalen Verkaufsbüros betreut.

Diese Vertriebsstrategie, ergänzt mit einem Online-Angebot, soll jetzt um eigene Filialstandorte im Franchisesystem erweitert werden, um das Angebot auf regionaler Ebene zu individualisieren und die Betreuung lokaler Märkte zu verbessern. Der Kunde hat dann die Möglichkeit, in Ausstellungsräumen die Produkte live zu erleben und dort mit einem Ansprechpartner die Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren. Weiterhin kann er in der Filiale die gewünschten Produkte direkt kaufen, Bestellungen aufgeben und diese wahlweise an verschiedene Baustellen liefern lassen.

Zur Umsetzung dieser neuen Strategie wurde eine neue Komplettlösung für Warenwirtschaft und Kasse gesucht, die eine einfache Anbindung der verschiedenen Filialen ermöglicht. Hier konnte die Maxess Systemhaus GmbH, Kaiserslautern, gemeinsam mit dem Kassenanbieter TCPOS mit ihrem SaaS-/Cloud-Angebot überzeugen, die auch in das zentrale SAP-System eingebunden wird, das Häfele derzeit weltweit einführt.

Die Grundlage der neuen Filiallösung ist ein SaaS/Cloud-Ansatz. Zur Abbildung der Filialprozesse haben die einzelnen Filialen einen Fernzugriff auf die in der Cloud installierte zentrale Handelssoftware X-trade Store sowie auf das Kassen-Backoffice von TCPOS, die von der jeweiligen Häfele-Länderzentrale mit Daten aus den Host-Systemen (u.a. SAP) versorgt werden.

Die benötigte Infrastruktur für die zentralen Applikationen wird in der IBM-Cloud in Stuttgart zur Verfügung gestellt. Auf diese Infrastruktur greifen die Filialen per Internet zu, um die Warenwirtschafts- und POS-Funktionen zu nutzen. In den Filialen vor Ort seien lediglich IBM-Kassen mit der POS-Software von TCPOS installiert, die sich „near realtime“ mit dem zentralen X-trade-System synchronisieren. Im Fall eines Leitungsabbruchs stellen diese dezentral installierten Komponenten den Abverkauf sicher.

Im Dezember 2011 wurde im Rahmen des gemeinsamen Pilotprojektes die erste Filiale in Madrid auf das neue „Infrastructure as a Service“-Konzept umgestellt; die weiteren spanischen Franchisefilialen sollen im Laufe des Jahres folgen. Wilfried Mast, Leiter Anwendungsentwicklung bei Häfele, kann so „mit einem absoluten Minimum an lokalen IT-Ressourcen“ die benötigten Warenwirtschaftsfunktionen nutzen. „Es gibt keinerlei Einschränkungen gegenüber einer lokalen Installation,“ zeigt sich Mast zufrieden mit dem Pilotprojekt.

www.maxess.de

www.tcpos.com

www.haefele.de

www.sap.de

www.ibm.de

Bildquelle: Tim Caspary/Pixelio.de

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