IBM nach gutem 1. Quartal noch optimistischer für 2012

Hardware-Geschäfte schwächeln

Die starke Nachfrage nach Software und niedrigere Steuern haben IBM im 1. Quartal ein kräftiges Gewinnplus beschert. Prompt hat die neue IBM-Chefin Ginni Rometty daraufhin die Jahresprognose erhöht - von 14,85 Dollar auf mindestens 15 Dollar pro Aktie.

  • Virginia Rometty, IBM

    Die erste Bilanz der neuen IBM-Chefin Virginia Rometty ist unter’m Strich überraschend gut

Im 1. Quartal 2012 hat IBM den Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut sieben Prozent auf knapp 3,1 Mrd. Dollar gesteigert, während der Umsatz bei 24,7 Mrd. Dollar (+0,3 Prozent) stagnierte. Wachstumsmärkte wie Brasilien, Russland, Indien und China bescherten der IBM gute Geschäfte, während sie in Europa stagnierten und in Amerika nur leicht zulegten. Die Aussichten für Europa seien „relativ stabil“, sagte IBM-Finanzchef Mark Loughridge, in Großbritannien und Spanien sogar gut.

Im Geschäft mit Hardware gab es nach einem Gewinnrückgang um 236 Mio. Dollar wieder einmal rote Zahlen (105 Mio. Dollar), denn die Systems and Technology Group (STG) musste einen Umsatzrückgang um 7 Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar vermelden. Durch den geplanten Verkauf des schwächelnden POS-Geschäftes „Retail Store Solutions“ an Toshiba Tec sind hier weitere Rückgänge vorprogrammiert, nachdem in den Jahren zuvor bereits die Drucker (an Ricoh), die PCs (an Lenovo) und die Plattenspeicher (an Hitachi) verkauft worden waren.

Während die Power Systems beim Umsatz stabil waren und sogar Marktanteile gewinnen konnten, war die Nachfrage nach Mainframes stark rückläufig. Nach einem sehr starken Start der STG in das Jahr 2011 mit einem Umsatzplus von 19 Prozent war dieser Rückgang im Hardware-Geschäft aber erwartet worden. In den kommenden Monaten sollen die letzte Woche vorgestellten Pure Systems sowie die „Displacements“ von HP- und Oracle-Servern das Hardware-Geschäft der IBM ankurbeln. Im 1. Quartal 2012 hat es laut IBM mehr als 250 solcher Ablösungen im Wert von über 200 Mio. Dollar gegeben; in 60 Prozent der Fälle seien HP-Rechner abgelöst worden, in den meisten übrigen Fällen solche von Oracle/Sun.

www.ibm.de

IBM-Bilanz für das 1. Quartal 2012

Kommentar des IBM-Kenners Raimund Vollmer

Bildquelle: IBM

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