Softwarehäuser Globalscape, Titus und Boldon James werden übernommen

Helpsystems investiert in Security

Das auf 200 Mio. Dollar Jahresumsatz taxierte US-Softwarehaus Helpsystems investiert weiter in den Geschäftsbereich „Security“ und erwirbt in diesem Sommer gleich drei weitere Software-Unternehmen – nach der britischen Firma Clearswift im letzten Dezember.

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Dabei handelt es sich um den in San Antonio (Texas/USA) ansässigen EDI-Experten Globalscape mit gut 40 Mio. Dollar Jahresumsatz, der jetzt für 217 Mio. Dollar gekauft werden soll. Dazu kommen zwei Anbieter von Tools zur Datenklassifizierung, Titus aus Ottawa (Kanada) und Boldon James, eine Tochter der britischen Unternehmensgruppe QinetiQ. Der Rüstungskonzern gab außerdem bekannt, dass die 2007 erworbene Tochter mit ihren Tools zur Datenklassifizierung und zur sicheren E-Mail-Nachrichtenübermittlung im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 9,1 Mio. Pfund (gut 10 Mio. Euro) erwirtschaftet hat und jetzt für einen Preis von 30 Mio. Pfund (33,2 Mio. Euro) verkauft wurde.

Globalscape wurde 1996 gegründet, beschäftigte im Mai über 100 Mitarbeiter und liefert EDI- und Filetransfer-Lösungen, auch mit Anbindung an IBM i. Die Tools von Titus und Boldon James helfen Organisationen bei der Klassifizierung und beim Schutz von Informationen. Sie laufen zwar nicht auf IBM i, stellen aber sicher, dass sensible Informationen im IFS ordnungsgemäß klassifiziert und geschützt werden. Sie arbeiten laut Marketing-Manager Mike Devine „im Gleichschritt“ mit den Helpsystems-Tools Go Anywhere Managed File Transfer und den E-Mail- und Web-Sicherheitslösungen von Clearswift, um Daten in jeder Phase ihres Lebenszyklus zu schützen.

Mit der MFT-Lösung und dem Know-how von Globalscape will Helpsystems-CEO Kate Bolseth das wachsende Cybersicherheitsgeschäft stärken: „Die Kombination mit unserer Technologie zum Schutz vor Datenverlusten und zur Datenklassifizierung verleiht unserer Abwehr von Kunden-Cybersicherheitsrisiken Tiefe.“ Wie das aber mit der Übernahme des gut 30 Mitarbeiter starken US-Herstellers Linoma Software im Jahr 2016 harmoniert, sagte Bolseth nicht. Linoma ergänzte seinerzeit das Portfolio ebenfalls in den Bereichen Verschlüsselung und „Managed File Transfer“.

Das sind aber nur die jüngsten drei einer ganzen Reihe von Übernahmen, mit denen Helpsystems das Angebot im Bereich der Cybersicherheit seit dem Einstieg der strategischen Investoren TA Associates und Charlesbank Capital Partners im vergangenen Herbst erweitert hat. Am 3. März wurde bereits das Penetrationstest-Tool Cobalt Strike erworben, mit dem sich die Taktiken und Techniken von Cyberdieben in einem IT-Netzwerk nachahmen lassen, um Schwachstellen aufzuzeigen. Zuvor war im Dezember die britische Clearswift Holding mit 150 Mitarbeitern zu Helpsystems gestoßen. Und bereits im Februar 2019 kaufte Helpsystems die in Atlanta ansässige Firma Core Security.

Am 25. Juni wurde dann die Übernahme von Titus und Boldon James bekannt. Dadurch will Helpsystems eine marktführende Plattform im Bereich der Datenklassifizierung etablieren. „Die Übernahme von Titus und Boldon James […] ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu unserem unveränderten Ziel, den Kunden die robusteste Kollektion vertrauenswürdiger Sicherheits- und Automatisierungslösungen bieten zu können, die auf dem Markt erhältlich ist […]", wird Bolseth in einer Presseinformation zitiert. Die Produkte von Titus und Boldon James seien bereits bei „Tausenden von Unternehmen auf der ganzen Welt“ im Einsatz Die Übernahme helfe den Kunden von Helpsystems, ihre Sicherheitslage weiter zu verbessern und die sich verschärfenden behördlichen Anforderungen wie CCPA, DS-GVO, SOX, PCI-DSS und HIPAA zu erfüllen, indem sie Datenlecks schließen und die Kontrolle über sensible Daten in ihren Unternehmen zurückgewinnen.

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