Wernsing Food Family modernisiert bewährte Warenwirtschaft

Herausforderung Wachstum

Als Tool-Suite für Modernisierung ihres Warenwirtschaftssystems auf Basis von IBM i hat die Wernsing Food Family im August iNow UI von ML-Software ausgewählt. Ein modernes, CI-konformes „User-Interface“ soll Bedienkomfort und wertvolle Zusatzfunktionen bringen, während die bewährte Warenwirtschaft auf Basis des ERP-Systems Charisma von der Kölner Gus Group weiterhin wie gewohnt die Businesslogik abbildet.

  • Wernsings Firmengeschichte begann 1962 mit Pommes Frites.

  • Wernsing - konstant auf Wachstumskurs

  • Der Schritt zu neuen Bedienoberflächen

Die Geschichte des Unternehmens Wernsing beginnt 1962 im niedersächsischen Addrup, als der 28jährige Heinrich Wernsing in die Produktion von Pommes Frites einsteigt. Aus dem kleinen Familienbetrieb wurde ein moderner, dynamischer und verantwortungsvoll handelnder Konzern – die Unternehmensgruppe Wernsing Food Family. Sie bietet zahlreiche Lebensmittelmarken in nahezu allen Ländern Europas an, vom feinen Kartoffelsalat über knackige Rohkostsalate bis zu einer umfangreichen Palette von Feinkostgerichten.

Durch den Erwerb nationaler und internationaler Firmen und Produktionsstandorte ist Wernsing schnell gewachsen und verfügt inzwischen über 18 Produktionsstandorte sowie diverse Handelsgesellschaften in sieben europäischen Ländern. Im Jahr 2017 erwirtschafteten die 3.850 Mitarbeiter rund 1,2 Mrd. Euro Umsatz, Tendenz weiter steigend.

Integration verbessert

Dieses Wachstum stellt die Wernsing Food Family vor ganz besondere Herausforderungen. Die IT-seitige Eingliederung der neu erworbenen Firmen und Produktionsstätten nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Das auf der Plattform IBM i aufbauende Warenwirtschaftssystem hat sich dabei als stabiles und flexibles Fundament bewährt. So wurde in den letzten acht Jahren im Schnitt ein Neuerwerb pro Jahr in dieses Kernsystem integriert, die Software dort in Betrieb genommen und die neuen Mitarbeiter eingearbeitet.

Mit jeder neuen Firmenintegration wurde aber auch deutlicher, dass die Anwender grafische Bedienoberflächen erwarten - insbesondere bei Firmen, deren vorherige Warenwirtschaft bereits ein graphisches „User Interface“ hatte. In diesen Fällen galt die Einführung von Wernsings Warenwirtschaft nicht als innovativer Schritt, denn die Abkehr von der Bedienung mit der Maus und der fehlende Komfort einer grafischen Oberfläche stellten die Benutzer vor Eingewöhnungsprobleme und brachten zusätzliche Hürden in der Bedienung.

Um hier in Zukunft mehr Akzeptanz zu erreichen, wurden Möglichkeiten gesucht, die Oberfläche der Warenwirtschaft einer Modernisierung zu unterziehen. IT-Bereichsleiter René Sanders wandte sich dazu an die ML-Software GmbH aus Ettlingen – seit 20 Jahren Spezialistin auf diesem Gebiet.

Pluspunkte im Proof-of-Concept

Die Modernisierungsexperten von ML präsentierten in einer Websession ihr neues iNow UI. Im Designer zeigten sie, wie IBM-i-Masken in „smarte“ UIs verwandelt und mit Zusatzfunktionen aufgewertet werden können. Danach nutzte das Team um Sanders die 30-Tage-Testversion des Tools für ein Proof-of-Concept anhand der eigenen IBM-i-Lösung. Schnell kristallisierten sich als Pluspunkte heraus:

1. Einfache Bedienung sowohl im Designer als auch in den gestalteten UIs

2. Funktionsverbesserte Benutzeroberflächen mit einheitlicher CI

3. Effiziente Umsetzung der Mehrsprachigkeit auf Frontendebene

4. Businesslogik bleibt auf IBM i

5. Individuelle Skalierbarkeit bei der Modernisierung

6. Flexible Einsetzbarkeit und Ausweitung auf zunehmend mehr Firmen und Fachbereiche.

Pilotprojekt gestartet

Im August 2018 fiel dann die Entscheidung für iNow UI. In einem Pilotprojekt wird nun die Warenwirtschaft für ein schwedisches Tochterunternehmen, das zum 1. Januar 2019 mit Wernsings Warenwirtschaft ausgestattet werden soll, modernisiert und mehrsprachig gemacht. Drei Mitarbeiter arbeiten an jeweils unterschiedlichen Aufgaben für dieses Teilprojekt der Modernisierung:

1. Identifikation, welche Module der Warenwirtschaft mit welchen Funktionen eingesetzt werden sollen

2. Graphische Umsetzung der einzusetzenden Module durch den UI Designer

3. Erstellen des funktionalen Mehrwertes durch einen Softwareentwickler (u.a. durch SQL-basierte Subfiles und Suchfunktionen).

Der September stand im Zeichen einer intensiven Forschungs- und Testphase, um die besten Vorgehensweisen für die Projektumsetzung zu finden.

Ein Projekt, vier Ziele

Bis November 2018 soll die Modernisierung einschließlich Mehrsprachigkeit zu mindestens 80 Prozent fertiggestellt sein. Ihr erster Prüfstein wird die anschließende Schulung der Mitarbeiter. Diese wird Ideen und Verbesserungsvorschläge der Anwender liefern, die dann bis zum Go-Live am Jahreswechsel noch eingearbeitet werden können. Ist diese Bewährungsprobe bestanden, wird der Einsatz auf weitere schwedische und dänische Firmen der Wernsing Food Family ausgeweitet, mit den Zielen:

1. Mehr Bedienkomfort, Funktionalität und Akzeptanz

2. Verringerung des Einarbeitungsaufwand

3. Stärkung der IBM i im Backend durch leistungsstarke Frontends

4. Gewohnte Stabilität, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit erhalten.

Mit iNow UI will Wernsing den Aufwand für die Integration neuerworbener Firmen und die Einarbeitung von Mitarbeitern senken. Gleichzeitig bringt der erweiterte Technologiepool mehr Flexibilität in der Software- und Personalentwicklung.

Abschied vom Greenscreen

Weil die Einarbeitung von neuem Personal wegen der klassischen „Greenscreens“ auf Akzeptanzschwierigkeiten stieß und vergleichsweise viel Aufwand erforderte, will Wernsing hier durch die modernen Bedienoberflächen, nützliche Subfile- und Suchfunktionen sowie weitere, bedarfsorientierte Optimierungen deutliche Verbesserungen erreichen. Dazu wird neben RPG auch Microsoft .Net eingesetzt.

Diese breitere Technologieauswahl erhöht die Flexibilität in der IT – sowohl in der Software- als auch Personalentwicklung. Qualifizierte RPG-Entwickler sind deutlich schwerer zu finden als .Net-Entwickler. Selbst wenn eigenes Personal ausbildet werden soll, ist es leichter den Nachwuchs für .Net zu begeistern anstatt für RPG. IT-Leiter Sanders freut sich auch, „dass einige unserer Ideen in die Produktentwicklung von iNow UI eingeflossen sind.“ Und er ist „extrem optimistisch“, das Projekt pünktlich abzuschließen, „denn bei besonderen Herausforderungen können wir auf das Know-how der ML-Experten zurückgreifen. Die schnellen Reaktionszeiten und überzeugenden Lösungsansätze haben uns sehr beeindruckt.“

„iNow UI ist als Bindeglied zwischen IBM i und .Net konzipiert“, betont ML-Geschäftsführer Torsten Klinge. „Wenn IBM-i- und .Net-Leute Hand in Hand zusammenarbeiten, dann kreieren sie gemeinsam mit höchster Effizienz die besten, individuellen Softwarelösungen für ihr Unternehmen.“

Bildquelle: Wernsing Food Family, ML-Software GmbH

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