Dachser erneuert die globale Thin-Client-Infrastruktur

Homogene IT für intelligente Logistik

Unter dem Slogan „Intelligent Logistics“ bietet das Familienunternehmen Dachser Transportlogistik, Warehousing und kundenindividuelle Services. Die IT-Infrastruktur für die rund 26.500 Mitarbeiter an 428 Standorten weltweit basiert auf der derzeit größten IBM-i-Installation Europas; die Anwendungen werden in einer gemischten Citrix/Xen-Umgebung bereitgestellt. Auf Endgeräteseite befinden sich derzeit ca. 11.000 Thin-Clients im Einsatz.

  • Das UD3-Modell von Igel kommt in Dachsers Thin-Client-Infrastruktur jetzt rund 8.000 Mal zum Einsatz – und dazu 3.000 funktional identische Software-Clients auf weiter genutzter Alt-Hardware.

Unter dem Slogan „Intelligent Logistics“ bietet das Familienunternehmen Dachser Transportlogistik, Warehousing und kundenindividuelle Services. Die IT-Infrastruktur für die rund 26.500 Mitarbeiter an 428 Standorten weltweit basiert auf der derzeit größten IBM-i-Installation Europas; die Anwendungen werden in einer gemischten Citrix/Xen-Umgebung bereitgestellt. Auf Endgeräteseite befinden sich derzeit ca. 11.000 Thin-Clients im Einsatz.

Die ersten Thin-Clients kamen bereits vor über zehn Jahren ins Unternehmen, um einen möglichst kosteneffizienten und zuverlässigen Zugriff auf zentrale Anwendungen zu gewähren – einerseits auf die an mehreren Niederlassungen vorhandenen IBM-Systeme, andererseits auf die zentrale Citrix-Umgebung. Als sich Mitte 2013 das Support-Ende des genutzten Thin-Client-Betriebssystems Windows CE ankündigte, wurde nach Ersatz gesucht.

Fündig wurde Dachser letztlich beim Bremer Hersteller Igel Technology, der Limitierungen der vorhandenen Managementsoftware ausräumte und die Infrastruktur mit seinen Hard- und Software-Thin-Clients homogener gestaltete. Für das Projekt erweiterte der Bremer Hersteller sogar das Funktionsspektrum seiner Management-Lösung UMS um Features, die den Administrationsaufwand senken. Damit ließ sich der Einsatz der Thin-Clients auf weitere Unternehmensbereiche ausdehnen – und ihr Anteil an der gesamten Client-Zahl auf rund zwei Drittel erhöhen.

Gesamtpaket für Managed Workplaces

Neben der Verfügbarkeit der obligatorischen 5250-Terminalemulation für einen direkten, latenzfreien IBM-i-Zugriff sprachen auch die Performancetests für Igel. Aus technischer Sicht kam das schlanke, sichere und lizenzkostenfreie Client-Betriebssystem Igel Linux gut an, das der gewählten Client-Standardisierungs- und Migrationssoftware Universal Desktop Converter 2 (UDC2) zugrunde liegt. Um die Altgeräte performant und ökologisch sinnvoll weiterbetreiben zu können, wurden diese vor dem OS-Wechsel auf 2 GB RAM und 2 GB Flash-Speicher aufgerüstet. Inklusive UDC-Lizenz betrugen die Investitionskosten pro Gerät damit nur ca. 100 Euro.

Nach erfolgreichen Tests an einem Dachser-Standort wurden 2.500 Thin-Clients eines amerikanischen Herstellers mithilfe von UDC in Linux-Thin-Clients umgewandelt; dann wurden die 8.500 verbleibenden Arbeitsplätze sukzessive umgestellt. Ziel ist es, die schlanken Rechner flächendeckend einzusetzen, um in allen Unternehmensbereichen vom komfortablen Roll-out und auch vom Remote-Management zu profitieren. „Heute können wir Veränderungen ins System innerhalb von Minuten einspielen; früher haben wir dafür zum Teil Stunden oder gar Tage benötigt“, kommentiert Thomas von Jan, Department Head IT-Frontend Systems bei Dachser. „Auch die Umrüstung der vorhandenen Geräte gestaltete sich unkompliziert – und die Performance wurde trotz der alten Hardware deutlich verbessert.“ Schwierigkeiten im Projekt wurden rasch ausgeräumt. Als Beispiel führt von Jan Probleme bei Citrix-Seamless-Applikationen im Multi-Monitoring-Bereich an, die „innerhalb weniger Tage gelöst wurden.“

Schlussendlich wurden rund 3.000 UDC-Lizenzen für Alt-Thin-Clients und etwa 8.000 UD3-Geräte bestellt. Funktionelle Unterschiede zwischen den Hard- und Software-Clients gibt es dank identischer Firmware nicht; beide Varianten besitzen die optional lizenzierbare Emulationssammlung von Powerterm inklusive 5250 und arbeiten auch mit Barcode-Scannern und Digitalkameras zur Schadensdokumentation zusammen.

Während die Thin-Clients im Lager ausschließlich als 5250-Terminal für den Zugriff auf das eigenentwickelte Transportmanagementsystem Domino inklusive Lagerverwaltung dienen, werden an Büroarbeitsplätzen zusätzlich Windows-Anwendungen via Citrix Xen App bereitgestellt. In der Buchhaltung arbeiten die Igel-Anwender vorwiegend mit SAP und Lotus Notes an Zweibildschirmplätzen, von denen das Unternehmen mittlerweile rund 1.500 zählt, Tendenz steigend.

DHCP-Tags und „Template Profiles“

Wie erwähnt hat Igel zwei kundenspezifischen UMS-Funktionen realisiert, um die Arbeit der Administratoren weiter zu erleichtern. Den Roll-out beschleunigen sogenannte DHCP-Tags um ein Vielfaches: Da die UMS mit dem Netzwerklayout verbunden ist, werden neue Geräte ganz automatisch in die Organisationsstruktur von UMS aufgenommen und gleichzeitig mit den jeweils passenden Profilen „betankt“. Das Feature „Template Profiles“, das z.B. die Länderspracheinstellungen für einzelne Thin-Clients innerhalb eines Profils als Variable abbildet, reduzierte die Profildichte von 225 auf nur noch drei Profile. In der täglichen Arbeit bedeutet diese neue Übersichtlichkeit eine massive Zeitersparnis und den Wegfall potentieller Fehlerquellen. 

Über Dachser

Der Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Kempten, Deutschland, zählt zu den führenden. Dachser bietet eine umfassende Transportlogistik, Warehousing und kundenindividuelle Services – auf der Straße sowie für See- und Luftfracht. Dachser bewegte im Jahr 2015 insgesamt 78,1 Millionen Sendungen mit einem Gewicht von 37,3 Millionen Tonnen. Dachser ist mit eigenen Landesgesellschaften in 42 Ländern vertreten.

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