Vivian Kleu, Account-Managerin bei der Veda GmbH
Worauf kam und kommt es an? Und welche Rolle spielen digitale Lösungen dabei? Remote Work, Homeoffice, Infektionsschutz, Lockdown, Kurzarbeit und die Verunsicherung unter Mitarbeitenden haben die Arbeit in Personalabteilungen verändert. Denn wenn es darum geht, Belegschaften gesund zu halten, neue Regeln zu befolgen, nötige Strukturen zu schaffen oder für reibungslose Abläufe zu sorgen, sind sie geforderter denn je.
Die Studie „Human Capital Trends 2020“ von Deloitte stellt sogar fest, dass die Krise die HR-Funktion endgültig an einen Scheideweg befördert hat. Dabei sind die Themen, mit denen Personalverantwortliche ihre Rolle stärken können, breit gefächert: Sie reichen vom Aufbau von Führungskompetenzen über das Team-Building, die Weiterbildung und Förderung von Agilität bis zur Integration von Automatisierungstechnologie.
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So viel zu den Themen zur Zukunft. Was allerdings vielen Unternehmen hier und jetzt geholfen hat, das Steuer wieder in die Hand zu nehmen: Der schnelle Switch auf digitale Lösungen. Denn letztlich ist HR dafür verantwortlich, dass bestehende Kernprozesse auch in Krisenzeiten reibungslos funktionieren. Wer diese bereits vollständig oder weitestgehend digitalisiert hat, kann große Vorteile bei der Vermeidung von Prozessbrüchen nutzen.
So nehmen Personalabteilungen im digitalen Team-Play dank HR-Software eine Schlüsselrolle in Bezug auf die Gestaltung einer neuen Unternehmenskultur und -struktur ein. Nicht nur wie aktuell für die Bereiche der Gesundheitsfürsorge, Produktivitätssicherung und die Auszahlung von Kurzarbeitergeld. Nein, auch in Sachen Selbstverwaltung und Zeitwirtschaft sind produktive Lösungsansätze mehr denn je gefragt.
So greifen immer mehr Personalabteilungen auf HR-Online-Portale zurück, die viele Personalprozesse vereinfachen und so Zeit und Kosten einsparen – und die einen digitalen Ort schaffen, an dem sich die Personalabteilung, Führungskräfte und Beschäftigten miteinander vernetzen und zusammenarbeiten können – egal, von wo sie jetzt gerade oder auch in Zukunft arbeiten.
Vor allem aber kann jeder Beschäftigte über die zentrale Online-Plattform jederzeit via Browser und mobilem Gerät auf seine Personaldaten zugreifen und wichtige Angelegenheiten regeln; so bleibt die Handlungsfähigkeit auch im Homeoffice oder unterwegs bestehen. Gleichzeitig gewinnen ohnehin schon ausgelastete (wenn nicht überlastete) Personalabteilungen Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern. Im Ergebnis steigt auf beiden Seiten die Zufriedenheit.
So sorgt die Automatisierung wiederkehrender Prozesse dafür, dass Personalabteilungen nicht in der Flut täglicher Routineaufgaben versinken. Auch Zeit- und Zutrittslösungen können automatisierte Personalprozesse aktiv und signifikant unterstützen.
Ohnehin ist die Zeitwirtschaft zur Abwesenheitsplanung in Unternehmen aller Branchen und Größen mittlerweile Pflicht. Dabei werden sie längst nicht mehr als Überwachungsinstrument, sondern als nützliche Hilfen wahrgenommen, die Überschreitungen der Höchstarbeitszeit und Ruhezeitverletzungen effektiv entgegenwirken. Das ist gerade bei der Arbeit im Homeoffice entscheidender denn je. Denn Umfragen zeigen, dass der Boom auch seine Schattenseiten hat: Vielen gelingt die privatberufliche Abgrenzung nicht – es wird über Stress, Erschöpfung, unübliche Arbeitszeiten und sogar gesundheitliche Probleme geklagt.
Laut Deloitte-Studie „lag der Fokus Anfang bis Mitte 2020 noch vorwiegend darauf, die Krise zu überstehen. Jetzt stellt sich die Herausforderung, durch strukturelle Neuausrichtungen und die Transformation des People Managements die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen.“ Ganz klar: Unternehmen haben den Menschen in den Fokus gestellt und erkannt, wie wichtig seine Gesundheit, Leistungsbereitschaft und Fähigkeiten sind, sich auch in ungewohnten Situationen schnell neues Verhalten anzueignen. Human Resources haben dabei massiv an Relevanz gewonnen und sind ins Zentrum der Unternehmensführung gerückt. Und mehr denn braucht HR digitale Lösungen, um den Vorsprung zu halten.
Bildquelle: Veda GmbH