CEO Arvind Krishna erwartet ein Umsatzwachstum „im mittleren einstelligen Bereich“.
„Unsere solide Leistung im vierten Quartal krönte ein Jahr, in dem wir unseren Umsatz oberhalb unseres Modells im mittleren einstelligen Bereich steigern konnten“, wird CEO Arvind Krishna in der Presseinformation zitiert. Für das Gesamtjahr 2023 erwartet er „ein Umsatzwachstum im Einklang mit unserem Modell im mittleren einstelligen Bereich“.
Im Jahr 2022 wuchs der Gesamtumsatz – unter Berücksichtigung der Abspaltung des Infrastrukturgeschäftes in Kyndryl – um 12 Prozent auf 60,5 Mrd. Dollar; davon stammen 18 Mrd. Dollar (+14 Prozent) aus der Region EMEA. Damit setzt IBM den 2021 eingeschlagenen Weg des profitablen Umsatzwachstums fort. Zuvor hatte der Konzern seit dem Jahr 2011 mit dem Rekordumsatz von knapp 107 Mrd. Dollar alljährlich mit Umsatzeinbußen zu kämpfen.
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Das Hardware-Segment Infrastruktur, zu dem u.a. die Mainframes, Power-Systeme und Speicherprodukte zählen und das auf den Pressekonferenzen immer etwas stiefmütterlich behandelt wird, trug mit 15,3 Mrd. Dollar (+14 Prozent) gut ein Viertel zum Gesamtumsatz bei; im 4. Quartal waren es 4,5 Mrd. Dollar oder sogar knapp 27 Prozent des gesamten Quartalsumsatzes, angeheizt u.a. auch durch die aktuellen Power10-Innovationen. Auch die Jahresmarge vor Steuern von fast 15 Prozent – 2,3 Mrd. Dollar – kann sich sehen lassen.
Für das Gesamtjahr 2022 wuchs der Umsatz des Teilbereichs „Hybrid Infrastructure“ sogar 21 Prozent auf 9,5 Mrd. Dollar, was aber auch die starke Akzeptanz der ebenfalls neuen z16-Mainframe spiegelt. Im 4. Quartal legte der Umsatz dieses Teilbereichs um elf Prozent auf 3,1 Mrd. Dollar zu, in dessen Teilsegment „Distributed Infrastructure“ um fünf Prozent, laut IBM vor allem wegen der Stärke des Power-Bereichs, nachdem die Power10-Innovation auf die gesamte Produktlinie ausgeweitet wurde.
Bedenkt man, dass IBM einen Großteil der Cloud-, Software- und Service-Umsätze mit ihren Hardware-Kunden macht, ist und bleibt IBM eine Hardware-Company.
Allerdings streicht IBM trotz dieser Zahlen erneut etwa 3.900 Jobs und will sich so von rund 1,5 Prozent der Belegschaft trennen. Betroffen sein sollen vor allem Mitarbeiter, die nach Abspaltung von Kyndryl und Watson Health bei „Big Blue“ geblieben sind. Zugleich sollen aber auch neue Mitarbeiter in Wachstumsbereichen eingestellt werden, heißt es aus der Firmenzentrale in Armonk. Laut Nachrichtenagentur Bloomberg waren im Dezember 2021 rund 260.000 Menschen für IBM tätig, 22.000 weniger als ein Jahr zuvor.
Bildquelle: IBM