Neue Bandlaufwerke, schnelle Switches und kompatible Autoloader

IBM erweitert das LTO9-Angebot

Wer mehr Speicherplatz braucht, könnte an den neuen Bandprodukten der IBM interessiert sein. Dazu zählen ein zweites LTO9-Bandlaufwerk sowie LTO9-Kompatibilität für den Tape-Autoloader TS2900 und die bestehende Bandbibliothek. Ebenfalls neu ist die LTO9-Kompatibilität für das Multimedia-Gehäuse7226 Model 1U3, das zur Aufnahme von externen Band-, Wechselplatten- und DVD-Laufwerken verwendet werden kann. Alle Produkte sind ab Ende der Woche lieferbar.

Eine Ultrium9-Kassette (im Bild mit Hülle) speichert bis zu 18 TB. Das sind 50 Prozent mehr als beim Vorgänger LTO8.

Die seit September von verschiedenen Herstellern erhältlichen Bandspeicher-Systeme und Ultrium-Medien gemäß der 9. Generation des Standards „Linear Tape Open“ (LTO) bekommen Zuwachs. Neu bei IBM ist das halbhohe Bandlaufwerk TS2290 H9S, das über zwei 12-Gbit/s schnelle SAS-Schnittstellen mit Hosts verbunden - einschließlich Power-Servern mit IBM i, AIX und Linux. Das neue Modell kann als externes, eigenständiges oder rackmontierbares Laufwerk verwendet werden. Zwei TS2290 können nebeneinander in einem 19-Zoll-Rack montiert werden und benötigen nur zwei Höheneinheiten Platz.

Ein TS2290-Laufwerk bietet Datenübertragungsraten von bis zu 300 MB/s – und bis zu 750 MB/s mit 2,5:1-Kompression. Das ist 25 Prozent langsamer als bei Laufwerken mit voller Bauhöhe und entspricht der Geschwindigkeit von LTO8-Laufwerken mit voller Bauhöhe. Dieses spezielle Laufwerk verfügt – wie die IBM-Laufwerke mit voller Bauhöhe – über einen internen Puffer von 1 GB und kann LTO8- und LTO9-Kassetten beschreiben und lesen, wobei letztere eine native Kapazität von 18 TB bzw. 45 TB (mit Komprimierung) aufweisen. Das neue Laufwerk folgt auf die Modelle F9C, F9S und S9C vom September in voller Bauhöhe, die für die TS4500-Bandbibliothek von IBM konzipiert sind.

Ebenfalls neu ist, dass die TS4300-Bandbibliothek jetzt mit allen LTO9-Laufwerken kompatibel ist, einschließlich der 12-Gbit/s-SAS-Laufwerke mit halber Höhe und voller Höhe sowie der FC-Laufwerke mit halber Höhe und voller Höhe. In der Basiskonfiguration kann sie drei LTO-Laufwerke mit halber Bauhöhe oder ein Laufwerk mit voller und ein Laufwerk mit halber Bauhöhe aufnehmen, außerdem bis zu 40 Datenkassetten in zwei Wechselmagazinen (einschließlich einer Standard-E/A-Station mit fünf Kassetten). In der maximalen Konfiguration (ein Basismodul und sechs Erweiterungseinheiten) kann diese Bandbibliothek bis zu 21 halbhohe Laufwerke oder sieben vollhohe Bandlaufwerke aufnehmen.

Außerdem kann auch der Tape-Autoloader TS2900 jetzt die neuen 12-Gbit/s-LTO-9-Laufwerke mit halber Bauhöhe aufnehmen. Ausgelegt als kompaktes Einsteigermodell, das auf Kapazität und Leistung ist, verfügt er nur über ein Wechselmagazin mit neun LTO-Kassettensteckplätzen und über eine einzelne I/O-Station. Ein Barcode-Lesegerät ermöglicht laut IBM den Betrieb des TS2900 im sequentiellen oder wahlfreien Zugriff sowie mit Remote-Management.

Unterstützung für die neuen halbhohen LTO9-Laufwerke bietet nun auch das Multimedia-Enclosure 7226 Model 1U3, in dem Band-, Wechselplatten- und DVD-RAM-Laufwerke untergebracht werden. Power-Kunden (auch mit IBM i) können in einem 7226 jetzt auch Bandlaufwerke mit SAS-, USB- und FC-Anschluss unterbringen,neben DVD- und RDX-Laufwerken.

Schließlich stellte IBM eine neue Familie von SAN-Switches mit 48 Anschlüssen vom Typ C vor, die Server an „Storage Area Networks“ (SANs) andocken (C-Typ bezieht sich auf Switches vom Hersteller Cisco,B-Typ wäre Brocade). Die Modelle SAN192C-6, SAN384C-6 und SAN768C-6 bieten eine I/O-Bandbreite von 64 Gb/s über Fiber-Channel (FC). Laut Hersteller schafft das neue 48-Port-Switching-Modul mit 64 Gbit/s eine Vollduplex-Gesamtleistung von 3072 Gbit/s und eignet sich damit für Hochgeschwindigkeits-Speicher-Subsysteme, Inter-Switch-Links (ISLs), virtualisierte Hochleistungsserver sowie NVMe- und All-Flash-Arrays. Das Switching-Modul ist laut Hersteller kompatibel mit 16-Gbit/s- und 32-Gbit/s-FC-Schnittstellen und arbeitet mit Small-Form-Factor-Pluggable (SFP+)-Transceivern. Einzelne Ports könnten mit 64, 32 und 16 Gb/s SFP+ Transceivern konfiguriert werden, heißt es.

Bildquelle: IBM

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok