Der neu ernannte HPI-Fellow Dr. Wolfgang Maier war bei IBM maßgeblich an der am HPI durchgeführten, prototypischen Portierung von SAP Hana auf die Power-Server beteiligt.
„Wolfgang Maier ist bereits über viele Jahre eng mit dem HPI verbunden. Mit der Auszeichnung zum HPI-Fellow möchten wir ihm für sein herausragendes Engagement und seine Unterstützung im Bereich der Forschung und Nachwuchsförderung in dieser Zeit danken", sagte HPI-CFO Dr. Marcus Kölling bei der Ehrung. Im Zuge der am HPI durchgeführten, prototypischen Portierung von SAP Hana auf die Power-Server der IBM war Maier einer der zentralen Unterstützer bei IBM Research & Development in Deutschland, heißt es. Auch der Prototyp der SAP-Datenbank Hana war am HPI entwickelt worden.
Maier engagierte sich in gemeinsamen Forschungsprojekten und teilte sein Wissen über die aktuellen Entwicklungen in der Rechnerarchitektur in öffentlichen Kursen auf der openHPI-Bildungsplattform, wie etwa „Future of Computing - IBM Power9 and beyond“ und „Future of Computing - on the Road to Quantum“.
Dr. Wolfgang Maier ist seit 2012 als Direktor für die Hardware-Entwicklung des IBM-Labors in Böblingen verantwortlich für die Bereiche System-Packaging und -steuerung, mit starkem Fokus auf Workload-Optimierung sowie Energieeffizienz. Sein derzeitiger Innovationsfokus liegt auf den Themen Künstliche Intelligenz und Quanten-Computing. In den Jahren 2003 bis 2005 leitete er als Programm-Manager im IBM Labor Austin (Texas/USA) die erste Implementierung der Infiniband-Technologie für die Power-Produktlinie. Nach seiner Rückkehr ins Böblinger Labor trieb er die weitere Umsetzung von I/O-Industriestandards im Mainframe voran und übernahm zunächst die Leitung der Hardware-Entwicklung zentraler I/O-Komponenten sowie später auch die Leitung der Entwicklung von Mainframe- und Power-Prozessorkomponenten.
Vor Maier haben bereits fünfzehn weitere prominente Persönlichkeiten diese Auszeichnung erhalten, darunter die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes und zwei der „Väter“ des Internets – Bob Kahn und Vinton Cerf.
Das HPI in Potsdam wurde 1998 von SAP-Gründer Hasso Plattner durch eine Public-Private-Partnership mit dem Land Brandenburg geschaffen. Das „universitäre Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering“ wird von der „Hasso Plattner Foundation“ finanziert. Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät von HPI und Uni Potsdam ein besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 700 Studentinnen und Studenten genutzt wird. In den fünf Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“, „Data Engineering“, „Cybersecurity“ und „Software Systems Engineering“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 300 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 22 Professorinnen und Professoren sowie über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig.
Bildquelle: HPI / K.Herschelmann