Eric Yau, Chief Operating Officer bei Precisely
Precisely, der 2020 nach zahlreichen Firmenübernahmen aus Syncsort entstandene Spezialist für Datenintegrität mit rund 12.000 Firmenkunden in mehr als 100 Ländern, erweitert nun mit Amazon Web Services (AWS) die Datenreplikation im Rahmen der Initiative „AWS Mainframe Modernisation“ auch auf IBM i. Kunden haben nun die Möglichkeit, mit der Data Integrity Suite Daten von IBM-i-Servern nahezu in Echtzeit in die AWS-Cloud zu replizieren.Mit dieser Suite lassen sich Datenintegritätsprozesse aber auch in Cloud-Umgebungen wie Databricks, Snowflake und anderen nativ ausführen.
Diese jüngste Erweiterung des AWS-Angebotes ist Teil einer größeren Kampagne des Cloud-Providers, mehr IBM-Workloads in seine Rechenzentren zu bringen. Diese Art der Datenreplikation, die bereits für Mainframe-Kunden verfügbar ist, kann nun auch für Midrange-Systeme wie IBM i, iSeries, System i oder auch die gute alte AS/400 genutzt werden.
Wenn Unternehmen sich auf daten-gesteuerte Prozesse verlassen möchten, müssen sie sicherstellen, dass auch wichtige Daten, die sich auf IBM-i-Systemen befinden, zuverlässig abgerufen werden können. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter IBM-i-Benutzern ergab, dass fast 50 Prozent der Unternehmen entweder Migrations- oder Modernisierungsinitiativen in Erwägung ziehen, wobei 17 Prozent bestätigten, dass diese Pläne in den nächsten fünf Jahren abgeschlossen sein werden. Deshalb haben die beiden Unternehmen einen OEM-Vertrag geschlossen, der es AWS ermöglicht, die nativen IBM-i-Datenreplikationsfunktionen von Precisely Connect in seiner großer installierten Basis anzubieten.
Die Datenreplikation mit Hilfe von Connect für IBM-i-Systeme im Rahmen der AWS Mainframe-Modernisierung ermöglicht es Kunden, Datensilos zu beseitigen, um schneller aussagekräftige Analysen zu erhalten, maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI) auf AWS zu ermöglichen und Modernisierungsinitiativen zu unterstützen. Die beiden Partner wollen es Unternehmen ermöglichen, die auf den bewährten Systemen für Cloud-Anwendungen zu erschließen und damit zu integrieren – ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Datenintegrität. Die Nachricht wurde von Precisely- und AWS-Kunden begrüßt, darunter die amerikanische Versicherung AAA Life Insurance, die sich weiterhin auf IBM-i-Systeme verlässt, um ihr Geschäft zu betreiben.
Connect ermöglicht Datenintegration nahezu in Echtzeit für eine Vielzahl von Quellen, die nicht nur auf IBM-i- und z/OS-Systemen, sondern auch auf Linux, Unix und Windows. Die Rede ist hier von „Extrahieren, Transformieren und Laden“ (ETL) oder „Change Data Capture“ (CDC). Dabei werden Daten aus den Quellsystemen in die Zielsysteme übertragen, bei denen es sich häufig um ein Data Warehouse oder einen Data Lake (etwa Teradata, Snowflake oder Apache Hive) oder einen „Streaming Data Bus“ wie zum Beispiel Apache Kafka handelt.
Auf IBM i nutzt Connect Journal-basierte Datenreplikationsmechanismen für Db2 for i. Dies gibt IBM-i-Kunden die Möglichkeit, Datenbankänderungen auf ein entferntes System zu replizieren, kurz nachdem sie in Db2 for i „committed“ wurden. „Precisely Connect ermöglicht uns den schnellen und einfachen Zugriff auf große Mengen historischer Geschäfts- und Kundendaten, die dann in die AWS-Umgebung repliziert werden, wo sie für fortschrittliche Analysen genutzt werden können", sagte Steven Hinzmann, Manager of Application Development bei AAA Life Insurance. „Unsere Kunden verlassen sich auf uns beim finanziellen Schutz ihrer Angehörigen und mit mehr als 1.500.000 aktiven Policen ist der Echtzeit-Zugriff auf vertrauenswürdige Daten über mehrere Quellen hinweg von zentraler Bedeutung für den Erfolg.“
„Unsere Arbeit mit AWS unterstreicht die Expertise, die Precisely über viele Jahrzehnte bei der Integration von Daten aus einigen der komplexesten Transaktionssysteme der Welt, einschließlich IBM i und Mainframe, aufgebaut hat“, sagte Eric Yau, Chief Operating Officer bei Precisely. „Wir freuen uns sehr über die Ausweitung unserer Beziehung zu AWS und unser gemeinsames Engagement, Kunden dabei zu helfen, wertvolle Datenbestände in ihrer gesamten Infrastruktur vollständig zu nutzen.“
Weil die Data Integrity Suite jetzt als Redshift Service Ready zertifiziert ist, können die Kunden damit Daten nahezu in Echtzeit von ihren lokalen Systemen zu AWS-Datenbankservices wie Aurora oder Relational Database Services (RDS) replizieren und dabei sicherstellen, dass die Daten genau, einheitlich und kontextualisiert sind. So können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Daten auf AWS das Maß an Integrität bieten, das für eine sichere Entscheidungsfindung erforderlich ist. Dies gilt für die Erkennung von Problemen, bevor sie sich auf nachgelagerte Geschäftssysteme auswirken, für die Bereitstellung von Daten höchster Qualität, die Feststellung neuer Zusammenhänge oder die Aufwertung von Daten durch zusätzlichen Kontext. Zuvor hatte Precisely von Amazon bereits die Zertifizierung RDS Ready für seine Connect-Suite erhalten.
Die Data Integrity Suite bietet insgesamt sieben kompatible Dienste, die es Unternehmen ermöglichen, Vertrauen in ihre Daten aufzubauen: Für Datenintegration, Datenqualität, „Data Governance“, Datenüberwachung, Geo-Adressierung, räumliche Analysen und Datenanreicherung. All diese Dienste nutzen einen gemeinsamen Datenkatalog und eine gemeinsame Benutzeroberfläche, die die Zusammenarbeit sowohl von Business-Usern als auch technischen Anwendern erleichtert, die gemeinsam sicherstellen, dass ihre Daten genau, konsistent und im richtigen Kontext gespeichert sind.
Bildquelle: Precisely