Bundling-Angebote für Hardware, Lizenzierung und Support

IBM i im Abo

Langfristig soll die IBM-i-Subskription für Hardware, Software und Support/Services für unterschiedliche Systeme neben die bisherigen Lizenzmodelle treten, wurde schon mit IBM i 7.5 Anfang Mai angekündigt. Jetzt wird dieses Geschäftsmodell auch mit dem neuen Power10-Einstiegsmodell S1014 erprobt, nachdem das Modell S914 im Frühjahr den Anfang gemacht hatte.

Wie bei der Ankündigung der neuen Power10-Server am 12. Juli avisiert, werden IBM-i-Systeme nun zusätzlich auch per Subskription für Hardware, Software und Support/Services angeboten. Im ersten Schritt ist dieses Angebot auf das Einstiegsmodell S1014 der neuen Power10-Familie beschränkt. Es wurde Ende September auch in Deutschland verfügbar und soll später auch auf andere Power-Systeme ausgeweitet werden.

ITaaS-Angebot für IBM i

Mit diesem Mietmodell – im Zeitalter der Cloud gerne „IT as a Service“ (ITaaS) genannt – kehrt IBM zu ihren Wurzeln zurück, wurden doch bereits in den 60iger Jahren die damaligen Großrechner an die Kunden vermietet, wobei Software und Systemtechniker vor Ort ebenfalls im Preis enthalten waren. Diese Bündelung von Hard- und Software hatten dann aber die Kartellbehörden verboten, so dass der Konzern am 23. Juni 1969 mit dem „Unbunding“ von Hardware, Software und Dienstleistungen ein neues Geschäftsmodell aufbauen musste, was letztlich der Startschuss für eine unabhängige Software- und IT-Service-Industrie war.

Mit dem IBM-i-Abonnement ist der S1014-Server Software-Lizenzierung und Support für 3 bis 5 Jahre buchbar. Im Laufe dieser Zeit bleibt die Technologie auf dem neuesten Stand, werden die Anschaffungskosten gesenkt  – Stichwort Opex statt Capex. Das erste IBM-i-Systemabo umfasst ein Power10-Modell S1014 mit vier Prozessorkernen in der günstigsten Prozessorklasse P05, das Betriebssystem IBM i mit der nötigen Systemsoftware und die Services zum Betrieb dieser IT-Umgebung. 

Ein S1014-Abo wird dem Kunden auf jährlicher Basis in Rechnung gestellt. Diese Rechnung soll sich dann auf weniger als 55 Dollar pro Benutzer und Monat belaufen – basierend auf dem jährlichen Abonnement-Listenpreis auf der P05-Lizenzstufe, geteilt durch 12 Monate, geteilt durch 25 Benutzer. Euro-Preise waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. 

Der Kunde kann sich anfangs für eine drei- bis fünfjährige Erstlaufzeit des Abonnements entscheiden, mit Verlängerungsoptionen für ein oder mehrere Jahre. Die Zahlungsbedingungen und der Preis ändern sich während der Laufzeit des Abonnements nicht.

„Unternehmer wollen ihre IT-Systeme mit den wechselnden Anforderungen flexibel nutzen – anstatt Hardware, Speicher und Software im herkömmlichen Sinne zu besitzen“, sagt Dylan Boday, Vice President und Offering Manager Hybrid Cloud, Systeme und KI bei IBM. Und weiter: „Sie wollen die Möglichkeit haben, Kapazitäten oder Funktionen zu ändern, um bei Bedarf schneller auf Technologie zugreifen zu können. As-a-Service-Lösungen können die IT vereinfachen und Kunden in die Lage versetzen, Ressourcen für höherwertige Projekte einzusetzen.“

Gedacht für kleinere Kunden

Das gilt gerade auch für kleine und mittlere IBM-i-Kunden, für die Betrieb und Wartung ihrer IT-Umgebungen durchaus anspruchsvoll sein können. Ihnen verspricht Boday „mehr Lösungen mit Cloud-ähnlicher Wirtschaftlichkeit“, wobei sie nicht in die Cloud müssen, sondern ihre IT vor Ort behalten können. Sie zahlen einen konsistenten Betrag für eine klar definierten Kapazität. Das heißt auch: Ihre Kosten sind fix und nicht variabel, was die IT-Budgetplanung erleichtert. Das auch der Betrieb der Systeme im Preis enthalten ist, beseitigt viele der durch den im IBM-i-Umfeld akuten Fachkräftemanagel entstehenden Probleme – gerade auch bei Mittelständlern, die in ihrer IT-Abteilung nur über wenig oder gar kein eigenes IT-Personal mit diesen Skills verfügen.

Dieses Abo wurde laut Boday auch deshalb entwickelt, „um unseren kleinen und mittelständischen Kunden die Planung zu erleichtern. Durch die Konstanz der jährlichen Zahlungen über die Laufzeit des Abonnements wird die Planung der IT-Infrastruktur erheblich vereinfacht. Kunden können ihre geschäftskritischen Workloads vor Ort belassen und dennoch die Vorteile der Cloud-ähnlichen Wirtschaftlichkeit nutzen. Und sobald neue Technologien verfügbar werden, können sie bei ihrem nächsten Abo […] aufrüsten und so ihre Investition für die wichtigsten Anwendungen aufrechterhalten.“ 

Bildquelle: IBM

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