Neue Server, Speicher und Software für die Cloud-Ära

IBM i weiter aufgepeppt

Auf der Konferenz Interconnect 2013 stellt IBM heute 25 neue Produkte vor, um Private- und Hybrid-Clouds besser für Big Data-, Social- und Mobile-Workloads einzurichten. Dazu gehören auch neue Features für die Pure- und die Powersystems, die „Pureflex Solution for IBM i“, der IBM i Technology Refresh 7 sowie PowerVC (neue Virtualisierungs-Konsole) und das Monitoring-Tool PowerVP.

Im Rahmen der Neuvorstellungen kündigt IBM auch Software und Services an, die für Fachabteilungen den Übertrag von Anwendungen in Cloud-Infrastrukturen auf Basis von Softlayer vereinfachen soll.

Neue Pureflex-Angebote sollen die Bereitstellung von Services mit diesen „Expert Integrated Systems“ vereinfachen, das Ausrollen von Systemen beschleunigen und die Effizienz für Cloud-Umgebungen verbessern. Wesentlich sind hier die zwei aktualisierten Pureflex-Konfigurationen Express und Enterprise. 

Pureflex Express, erhältlich als Einzel-Chassis-Konfiguration, soll den Einstiegspreis in eine auch für Mittelständler und Fachabteilungen kompatible Region senken, während Pureflex Enterprise hochverfügbare Multi-Chassis-Konfigurationen für skalierbare Cloud-Implementierungen ermöglicht. Das System Pure Application zur Vereinfachung und Beschleunigung von Cloud-Anwendungen ist ab sofort in kleineren, 32- oder 64-Core-Konfigurationen auf Basis der Prozessortechnologie Power7+ mit verbesserter Leistung und Robustheit verfügbar.

Die bereits im Sommer angekündigte Pureflex Solution for IBM i wird als „komplettes, integriertes System für mittelständische IBM-i-Kunden“ positioniert, die damit ihre IT-Kosten  senken und die Komplexität durch die Konsolidierung von i und Windows-Anwendungen auf einem Pureflex-System verringern können sollen. Neu sind auch ein einfacher Upgrade-Pfad zu erweiterten Smart-Cloud-Angeboten sowie ein Smart-Cloud-Einstiegsangebot mit Unterstützung für Open Stack. Dazu kommt Pureflex for Smart Cloud Desktop Infrastructure zur Desktop-Virtualisierung.

Speziell für Service-Provider gibt es eine neue „Power Systems Solution Edition“ mit einer vorgefertigten, vorinstallierten Cloud-Lösung, die auf Open-Stack-Unterstützung für Smart Cloud Entry und PowerVC basiert. Diese neue Konsole, das Virtualization Center PowerVC, wird in Zukunft laut Statement of Direction auch IBM i unterstützen. Ebenfalls neu für das Management virtueller Maschinen auf Basis von PowerVM ist das Virtualisierungs-Performance-Tool PowerVP, das über eine grafische Anzeige Echtzeit-Einblicke in die Infrastruktur erlaubt und die Performance-Optimierung von virtualisierten Systemen ebenso ermöglicht wie die Identifizierung potenzieller Performance-Engpässe.

Für große Power-Server gibt es nun die bereits vom Mainframe bekannte „Integrated Facility for Linux“ (IFL); sie soll die Kosten bei der Verwaltung  des Linux-Ökosystems senken. Jede Power-IFL besteht aus vier Prozessor-Aktivierungen, Speicher-Aktivierungen und PowerVM-Lizenzen. Mit IFLs können Kunden sehr schnell und ohne Betriebsunterbrechung neue Kapazität für Linux-Anwendungen bereitstellen. Und da PowerVM darin enthalten ist, können Kunden auf sich ändernde Prioritäten reagieren, ohne dass für zusätzliche Virtualisierungs-Software Lizenzgebühren zu entrichten wären.

Zu den wichtigsten Verbesserungen beim Betriebssystem IBM i 7.1, die der Technology Refresh 7 (TR7) am 8. Oktober brachte, zählen sicherlich neue Optionen für die freie Formatierung von RPG-Programmen; die war ursprünglich mit OS/400 V5R1 im Frühjahr 2001 eingeführt worden. Ab sofort ist die Programmiersprache RPG IV nicht mehr strikt spaltenorientiert; die entsprechenden Regeln und Einschränkungen wurden weitgehend aufgehoben. Gemeinsam mit der französischen Software-Schmiede Arcad hat IBM ein Tool entwickelt, das klassisch spaltenorientierte RPG-Programme in das freie Format umwandelt – im Arcad Pack for Rational (früher Arcad-Rational Power Pack).

Ab IBM i 7.1 TR7 können klassische Datenbankspezifikationen („Data Description Specification“, DDS) erstmals in die „Data Definition Language“ (DDL) umgewandelt werden, die für SQL-Zugriffe auf die DB2 for i erforderlich ist. Ebenfalls neu sind weitere Sicherheitsfeatures, der Update der Java-Klassenbiblitheken auf Java 7.1, eine für IBM i optimierte Version der Open-Source-Sprache Ruby on Rails sowie der Support aktueller Speicher-Hardware, z.B. schnellere Flash-Speicher, leistungsstärkere Platten sowie ein überarbeiteter SAS-Adapter. Auch der nicht so „schwergewichtige“ Websphere Liberty Application Server wird zur Option für Anwender von IBM i, die mit dem integrierten Applikationsserver arbeiten. Mehr Details siehe hier.

Geplant ist auch, die neue Konsole auf Basis der Open-Stack-Standards Power Virtualization Center (PowerVC) so zu erweitern, dass sie auch Server unter IBM  i managen kann. Außerdem soll die Smart Cloud Entry for Power damit dann auch virtuelle Maschinen für IBM i bereitstellen können.

www.ibm.de

Bildquelle: IBM

Die IBM-Pressemitteilung (englisch)

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