ERP-Tochter Ibees an SOU verkauft

Infoniqa verlässt das ERP-Geschäft

Das 2006 gegründete Wiener Softwarehaus Infoniqa fokussiert sich ganz offenbar auf das Geschäft mit Personalsoftware. Damit einher geht die Trennung vom einstmals als strategisch erachteten Geschäftsfeld ERP-Software, das 2007 durch den Zukauf der Firmen FW Software Entwicklung GmbH, Siegen, r.z.w. cimdata und Ibees sowie der PPS-Software M•A•S•T der SRZ GmbH aufgebaut worden war. Jetzt wurde Ibees an den Schwetzinger ERP-Hersteller SOU verkauft – und für die verbliebene ERP-Tochter Cimdata Software AG wird ein Käufer gesucht.

Karl-Heinz Götze, Geschäftsführer der Infoniqa Holding: „Im ERP-Bereich sind wir für allfällige Kaufinteressen von seriösen Partnern gesprächsbereit.“

Durch die Übernahme des vergleichbar aufgestellten ERP-Anbieters Ibees zum 15. Juni stärkt die SOU GmbH ihre Kundenbasis und sichert sich weitere 35 Mitarbeiter sowie die Standorte Dresden und Thalheim bei Wels/Österreich. Beide ERP-Hersteller feiern dieses Jahr ihr 25-jähriges Unternehmensjubiläum, beide haben ihre ursprünglichen Kernprodukte – Sou.Matrixx und Ibees.ERP – längst in Java plattformunabhängig neu entwickelt und beide sind auch in der Welt des Power System i beschlagen. Gemeinsam betreuen beide weltweit über 300 ERP-Kunden mit insgesamt 65 Beschäftigten, die sich auf die drei Standorte Schwetzingen, Dresden und Thalheim verteilen.

„Den vornehmlich mittelständischen Anwendern bleiben ihre plattformunabhängigen ERP-Produktwelten Sou.Matrixx und Ibees.ERP zunächst erhalten“, heißt es in einer Presseinformation. „Diese sollen aber bereits mittelfristig zu einem zentralen Best-of-Breed-ERP-System für beide Anwenderseiten zusammengeführt und ausgebaut werden.“ Für Mitarbeiter, Kunden, Partner und Lieferanten ändere sich durch die Übernahme nichts, heißt es weiter, „da die Ibees GmbH neben den SOU-Gesellschaften als eigenständige Organisationsformen bestehen bleibt; eine mittelfristige Zusammenführung aus organisatorischen Gründen ist geplant“. Die SOU-Geschäftsführer Karl Senftleber und Marco Mancuso ergänzen die Ibees-Geschäftsführung.

Den Strategiewechsel erklärt Karl-Heinz Götze, Geschäftsführer der Infoniqa Holding GmbH, wie folgt: Infoniqa halte und entwickele Beteiligungen an Unternehmen mit selbstentwickelter Software in den Bereichen Human Resources, ERP und Dokumentenmanagement. „Im ERP-Bereich sind wir für allfällige Kaufinteressen von seriösen Partnern gesprächsbereit“, so Götze weiter. „In SOU haben wir einen solchen Partner für Ibees gefunden und freuen uns über den ausgezeichneten ‘Match‘.“ Bei der Cimdata Software AG, Westheim, ist man offenbar noch nicht so weit.

Auf der Suche nach einem geeigneten Übernahmekandidaten hat SOU-Gründer Karl Senftleber den Markt mit Unterstützung der Steinbeis Consulting Mergers & Acquisitions GmbH gründlich sondiert. „Unsere Wahl fiel auf Ibees und damit auf ein Unternehmen, das in mehrfacher Hinsicht kompatibel zu SOU ist, technologisch zukunftssicher aufgestellt und ideal für ein organisches Zusammenwachsen geeignet“, begründet Senftleber die Entscheidung. „Damit haben wir eine solide Basis geschaffen, um uns im ERP-Markt weiter zu etablieren, aber auch um langfristig wettbewerbs- und wachstumsfähig zu bleiben.“

www.sou.de

www.ibees.de

www.cimdata-sw.de

www.infoniqa.com

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