17 Prozent Umsatzplus mit Software-Lizenzen über 12 Monate

Infor meldet organisches Wachstum

Der durch zahlreiche Akquisitionen formierte amerikanische Software-Konzern Infor verkündet, weiterhin „organisch“ zu wachsen – ohne allerdings absolute Zahlen zu Umsatz und Gewinn zu nennen.

CEO Charles Phillips, Infor

Infor-CEO Charles Phillips:"Künftig werden Projektzeiträume nicht mehr in Jahren, sondern in Monaten gemessen.”

Für das stärkste Wachstum unter allen Akquisitionen des vergangenen Jahres dürfte Lawson Software gesorgt haben, denn dieses 1975 gegründete Unternehmen brachte im vergangenen Oktober 4.500 Kunden und 770 Mio. Dollar Jahresumsatz mit. Infor meldete außerdem für die zwölf Monate von Dezember 2010 bis November 2011 ein organisches Lizenzwachstum von 17 Prozent. Aktuelle Zahlen zu Umsatz und Gewinn wurden bisher nicht publiziert, denn da das von Beteiligungsgesellschaft Golden Gate Capital kontrollierte Unternehmen nicht börsennotiert ist, muss es seine Bilanzen nicht offenlegen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 war von 2,0 Mrd. Dollar Umsatz die Rede.

Im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahrs 2012, das für Infor im November  endete, sind laut Presseinformation immerhin 16 Prozent Lizenzzuwachs verbucht worden. Dabei seien die Margen nach EBITDA um 27 Prozent gestiegen. Positiv habe sich das Kerngeschäft mit ERP-Lösungen entwickelt, mit einem Wachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. „Unsere Strategie ist es, mit jedem Release neue Branchenfunktionen zu liefern, so dass unsere Kunden auf umständliche Anpassungen verzichten können“, versprach Infor-CEO Charles Phillips. „Zudem werden wir länderspezifische Features einbauen und kontext-bezogene Business Intelligence-Funktionen zur Verfügung stellen. Damit werden Projektzeiträume nicht mehr in Jahren, sondern in Monaten gemessen.”

Laut Phillips konnte Infor in den zwölf Monaten bis November 2011 insgesamt 2.500 neue Kunden gewinnen und seine Zusammenarbeit mit mehr als 12.000 Kunden ausbauen. Zudem sei das Support- und Beratungsgeschäft gewachsen, denn mehr als 500 Kunden hätten zuvor ruhende Supportverträge erneuert. In neue Infor-Lösungen und Services investiert hätten u.a. Ferrari, BAE Systems, Hitachi Automotive, Grief sowie Liberty Mutual. In mehr als 164 Ländern betreut Infor nach eigenen Angaben mit knapp 8.000 Mitarbeitern von 120 Büros in 36 Ländern rund 70.000 Kunden, darunter viele AS/400-Anwender.

Infor hat laut Phillips heute „eine der größten Entwicklungsabteilungen weltweit, um seine Geschäftsapplikationen weiterzuentwickeln.“ 2011 seien mehr als 500 neue Softwareentwickler eingestellt worden; insgesamt seien nun 2.300 Entwickler angestellt. Im vergangenen Jahr hätten diese 69 neue Produkte, rund 1.900 neue Features sowie über 2.000 von Kunden angefragte Erweiterungen fertig gestellt. Das entspreche einer Steigerung der Entwicklung von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Als wichtigste Neuerung wird Infor10 angeführt, „die nächste Generation seiner Enterprise-Software“ mit verbesserter Nutzererfahrung und branchenspezifischen Funktionen. Mit einem Single-Sign-On können Nutzer über das Front-End Infor10 Workspace auf verschiedene Applikationen zugreifen und profitieren von einer einheitlichen Navigation und  Design über alle Anwendungen hinweg. Die Middleware Infor10 ION integriert Anwendungen anderer Anbieter und beschleunigt den Datenaustausch.

Vergangenes Jahr hat sich Infor außerdem mit Salesforce.com zusammengetan, einem Anbieter von Cloud Computing-Lösungen für das Customer Relationship Management. Geplant sind drei neue Inforce-Anwendungen, mit denen Anwender enger zusammenarbeiten und schneller wachsen können. Im Rahmen der Partnerschaft hat Salesforce.com zudem mehrere Millionen Dollar in Infor investiert.

www.infor.de

Infor10

Infor10 ION Suite

Workspace

http://de.lawson.com

Bildquelle: Infor

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