Mit diesen Schritten will Infor-CEO Charles Phillips die nächste Wachstumsphase einleiten. Für Koch Equity Development ist es bereits die zweite große Investition in Infor; 2017 hatte das Unternehmen für mehr als zwei Milliarden Dollar die Aktienmehrheit erworben. Damit hat Phillips sein Unternehmen nun vorbereitet für einen möglichen IPO in diesem oder dem kommenden Jahr – abhängig von den Marktbedingungen zum jeweiligen Zeitpunkt. Die Frage ist nun: Wieviele Infor-Anteile kommen an die Börse – und zu welchem Preis? Analysten schätzen den Wert des Unternehmens auf 60 Mrd. Dollar.
Phillips wirbt damit um Aktionäre, dass Infor in den vergangenen fünf Jahren rund 2,5 Mrd. Dollar in Produktdesign und -entwicklung investiert habe und so mehr als 475 neue Produkte, 1.870 Integrationen und 20.700 Branchenfunktionen entwickelt habe. Ergebnis sei die Cloud Suite, die derezeit einzige vollständig multimandantenfähige ERP-Suite, die Front- und Backoffice-Anwendungen sowie die Logistik mit globaler Unterstützung für Sprachen, Währungen und lokale Anpassungen bietet. Nach Firmenangaben werden heute 70 Prozent des Umsatzes mit Softwarelizenzen von Cloud-Anwendungen generiert.
Wofür die 1,5 Mrd. Dollar eingesetzt werden sollen, bleibt unklar. Vielleicht stehen sie für die Produktentwicklung oder weitere Firmenübernahmen bereit. Vielleicht sind sie aber auch nur ein erster Schritt zum Abbau der enormen Verschuldung (6 Mrd. Dollar).
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