Versastack kombiniert Cisco-Server mit IBM-Speichern

Infrastruktur für die Cloud-Ära

Mit Versastack bringen IBM und Cisco gemeinsam eine neue Referenzarchitektur für IT-Systeme auf den Markt. Sie kombiniert die „UCS Integrated Infrastructure“ von Cisco mit der IBM-Speicherfamilie Storwize. Die erste Versastack-Ausprägung zielt auf Rechenzentrums- und Private-Cloud-Projekte sowie Big-Data-Analysesysteme für Großunternehmen. Im Verlauf der Zeit sollen weitere Referenzarchitekturen folgen. Angeboten werden Versastack-Lösungen ausschließlich über die Partner beider Hersteller.

  • Storwize bildet die Basis für Versastack – als Speicher eines integrierten Systems mit Server- und Netzwerktechnik von Cisco

  • Versastack – die gemeinsame Pure-Alternative von IBM und Cisco

Im IT-Markt von heute hat das Silo-Denken alter Schule ausgedient. Zuerst bei den Anwendern, die längst für das integrierte Zusammenspiel unterschiedlichster Anwendungssysteme auf IT-Plattformen jeglicher Couleur sorgen müssen. Seit langer Zeit gilt das Paradigma der Kooperation auch für die Hersteller – zuerst in Forschung und Entwicklung, mittlerweile auch längst in Vertrieb und Marketing. Selbst Marktführer wie Apple, Google, HP, IBM, Microsoft, Oracle, Samsung oder SAP sind allein nicht mehr in der Lage, neue Technologien am Markt zu etablieren und Standards zu setzen. Gefragt ist Coopetition – Wettbewerb bei manchen Produkten, Kooperation bei anderen.

Alternative zu Vbloc und Flexpod

Versastack ist ein Beispiel par excellence dafür. Cisco braucht Speichersysteme für sein „Unified Computing System“ (UCS) – und hat vergleichbare Lösungen bereits mit EMC (Vblock) und Netapp (Flexpod) auf den Markt gebracht. Offenbar ist man bei dem Netzwerkpionier, der auch in anderen Bereichen schon seit über 15 Jahren mit IBM zusammenarbeitet, zu der Überzeugung gelangt, das Storwize V7000 einem UCS etwas geben kann, was Flexpod und Vblock fehlt. Dem IT-Chef kann es nur recht sein, hat er doch eine Option mehr – und damit auch eine bessere Verhandlungsposition bei Anschaffungen.

Im Umkehrschluss dürfte IBM lieber eigene Power- oder Pure-Systems im Rechenzentrum sehen als Cisco-Maschinen – oder zumindest Server des Partners Lenovo. Doch der Kunde ist König im heutigen IT-Markt – und alle Hardware-Hersteller stehen mächtig unter Druck. So ist es für IBM immer noch besser, einem an UCS verlorenen Server-Interessenten zumindest noch Speichersysteme zu verkaufen als gar nichts. Wobei Versastack ohne Zweifel das Alleinstellungsmerkmal „aus einem Guß“ der Pure-Systems schwächen wird, da bei Versastack ähnlich argumentiert wird.

Schnelle Implementierungs- und Verwaltungsoptionen

Auf der Suche nach schnellen Implementierungs- und Verwaltungsoptionen wenden sich IT-Chefs immer häufiger solchen integrierten Systemen zu, die wie seinerzeit die AS/400 den gesamten Stack von RZ-Technologien in einem getesteten und unterstützten System zusammenfassen – und sich als ein Ganzes betreiben und verwalten lassen. Die Marktforscher von IDC schätzen, dass die weltweiten Ausgaben für integrierte Systeme jährlich um 32,8 Prozent steigen und werden im Jahr 2017 dann bereits 14,37 Mrd. Dollar erreichen (gegenüber 5,4 Mrd. Dollar im Jahr 2013).

In diesem Markt zählt Cisco zu den Pionieren – und sieht sich mit mehr als 36.500 UCS-Kunden als Marktführer neben Oracle. Ähnlich stark positioniert sieht sich IBM im Speichermarkt. Laut Laura Guio, für Storage-Systeme verantwortliche IBM-Managerin, gab es im vergangenen Juli über 75.000 Storwize-Kunden mit mehr als 167.000 installierten Geräten (über 2 Exabyte Speicherkapazität).

Fundament für Innovationen von Cisco und IBM

Hier sieht Satinder Sethi, der für RZ-Lösungen verantwortliche Cisco-Manager, zusätzliche Vertriebschancen für Versastack, denn die Kombilösung werde „unseren gemeinsamen Kunden helfen, den Aufbau und den Betrieb ihrer IT-Infrastruktur zu optimieren. Darüber hinaus wird sie ein Fundament für Innovationen von Cisco und IBM bilden - von Mobiltechnologie und Datenanalysen bis hin zur Intercloud und anwendungszentrischer Infrastruktur.“

„Im Laufe der Zeit wird die Plattform für IBM-Geschäftsanwendungen optimiert und Cisco-Technologien wie die Application Centric Infrastructure (ACI) und Intercloud Fabric einbinden“, heißt es wortwörtlich in der heutigen Ankündigung beider Hersteller. „CIOs auf der Suche nach Lösungen mit schnellen Implementierungs- und Verwaltungsoptionen wenden sich immer häufiger integrierten Systemen zu, die den gesamten Stack von Datencentertechnologien in einem getesteten und unterstützten System zusammenfassen und sich als ein Ganzes betreiben und verwalten lassen.“

IBM will dafür auch Services anbieten, die von strategischer Beratung bis hin zur Instandhaltung reichen. Support für die Lösungen wird von Cisco, IBM und qualifizierten Business Partnern erhältlich sein.

www.cisco.com/go/versastack

www.cisco.com/c/en/us/solutions/data-center-virtualization/ucs-integrated-infrastructure/index.html

www.ibm.com/storage

Bildquelle: Cisco

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