Topsystem glaubt an die Technologie Pick-by-Voice

Innovationen in der Voice-Logistik

Die ganzheitliche Vernetzung und Automatisierung aller logistischen Prozesse ist derzeit einer der meistdiskutierten Lösungsansätze, um auf die stetig steigenden Anforderungen in der Logistik zu reagieren: Just-in-time-Lieferungen, Same-Day-Delivery und Losgröße 1 sind nur einige Aspekte, die derzeit den Markt beherrschen.

  • Kommissionierweste und Smart Watch: Duo für das Lager

    Kommissionierweste und Smart Watch: Duo für das Lager

  • Smart Glasses werden wichtiger Bestandteil in der vernetzten Supply-Chain.

    Smart Glasses werden wichtiger Bestandteil in der vernetzten Supply-Chain.

  • Die Smart Watch verbessert die Prozesssicherheit während der Kommissionierung.

    Die Smart Watch verbessert die Prozesssicherheit während der Kommissionierung.

  • Tim Just, Geschäftsführer Logistik bei Topsystem

    Tim Just , Geschäftsführer Logistik bei Topsystem

Fakt ist: Vollautomatisierte Systeme haben vor allem unter dem hohen Optimierungsdruck fest definierte Leistungsgrenzen. Deshalb spielen manuelle Systeme wie Pick-by-Voice eine zentrale Rolle in der digitalisierten Prozesskette – obwohl Automatisierung mehr denn je gefordert wird.

Genau diese Technologien haben sich im Laufe der Jahre parallel mit den Anforderungen an die Logistik ständig weiterentwickelt. Wie also sieht die Lösung der Zukunft aus? Wie können sprachgeführte Systeme helfen, die Optimierungspotenziale in der Logistik voll auszuschöpfen?

„Pick-by-Voice ist weit mehr als nur ein Kommissioniersystem“, ist Tim Just überzeugt. Er ist Geschäftsführer bei Topsystem, einem Anbieter sprachgestützter Logistiksysteme aus Würselen. Die Technologie Pick-by-Voice ist für ihn als kostengünstige und flexible Lösung ein wichtiger Baustein innerhalb der vernetzten Logistikwelt.

Voice in der manuellen Kommissionierung

„Viele Unternehmen unterschätzen das Potenzial der Voice-Technologie“, beobachtet Just. „Sie wissen nicht, dass Voice weit mehr Aufgaben im Lager und darüber hinaus übernehmen kann als nur die Steuerung der Kommissionierung. Denn im Laufe der Jahre und mit den steigenden Anforderungen an die Prozessqualität und die Effizienz in der Logistikkette hat sich Voice zu einem wichtigen Eckpfeiler der Prozessdigitalisierung weiterentwickelt.“

Die Erfolgsgeschichte der Technologie begann Ende der 1990er Jahre; das manuelle Kommissioniersystem erfreute sich schnell großer Beliebtheit. Mit einer durchschnittlichen Fehlerrate von nur 0,08 Prozent schlägt es laut Tim Just andere Lösungen – wie die klassische Kommissionierliste (0,36 Prozent), MDE-Geräte (0,46 Prozent) oder Pick by Light (0,4 Prozent) deutlich.

Akzeptanz bei den Lagerleitern

Die spürbar gesteigerte Pickqualität verschafft der Voice-Technologie eine besonders hohe Akzeptanz bei den Lagerleitern; dazu kommt die Flexibilität und die einfache Integration in die bestehende IT-Infrastruktur. Durch die direkte Anbindung der Voice-Applikation an das übergeordnete Lagermanagement- oder ERP-System ergeben sich entscheidende Vorteile.

Zum einen können alle nachgelagerten Prozesse wie Nachschubsteuerung oder Bestellungen zeitnah angestoßen werden. Zum anderen sorgt die direkte Kommunikation mit dem übergeordneten System für Prozessoptimierungen, die mittels Pick by Voice umgesetzt werden können. Dazu gehört beispielsweise die Wegeoptimierung.

Vor allem bei heterogenen und stark wechselnden Artikelspektren macht sich der Einsatz von Voice zudem bezahlt. Auftragsschwankungen zu Spitzenzeiten oder bei Saisonware können mit ausgereiften Voice-Technologien einfach bewältigt werden, da sie sprecherunabhängig einsetzbar sind. Auch temporäre Mitarbeiter sind so in der Lage, innerhalb kürzester Zeit produktiv mit dem System zu arbeiten.

Hände frei, Augen frei

Für Kommissionierer ergibt sich mit dem Einsatz von Pick-by-Voice zusätzlich ein entscheidender Ergonomievorteil. Der Blick ist stets auf die Ware gerichtet. Zeitgleich mit der Entnahme der Artikel erfasst der Kommissionierer diese im System. Das sorgt für einen enormen Zeitgewinn und steigert die Produktivität um bis zu 55 Prozent. Neue Mitarbeiter lassen sich durch die Sprecherunabhängigkeit einer modernen Technologie besonders schnell einarbeiten.

„Kommissionierer akzeptieren die menschliche Stimme, die sie im Arbeitsalltag begleitet – als ihre persönliche Assistentin“, weiß Just. „Sprache ist die natürlichste Art und Weise zu kommunizieren. Es gibt in der Logistik kein unkomplizierteres System. Deshalb sorgt Voice für eine angenehme Arbeitsatmosphäre“.

Durch den zusätzlichen Einsatz von „Smart Watches“ lässt sich die Prozesssicherheit der Voice-Lösung noch weiter erhöhen. Die Anzeige von Produktbildern auf dem Display der Uhren unterstützt die Voice-Ansage. Moderne Sprachsoftware ist sogar auf Android-Geräten verfügbar und kann somit theoretisch auf jedes industrietaugliche Smartphone gespielt werden.

Ergonomie im Lager

Pick-by-Voice steht in praktisch allen Sprachen der Welt zur Verfügung. Selbst mit Dialekten geht eine moderne Voice-Software heute wie selbstverständlich um, verspricht Tim Just. Die nötige Technik tragen die Kommissionierer direkt am Körper. Neben der Voice-Hardware, die an ein Headset angeschlossen ist, gibt es mittlerweile auch Kommissionierwesten. Mikrofone und Hardware sind darin ergonomisch integriert; störende Kabel wie bei einem Headset gibt es nicht, was die Bewegungsfreiheit der Mitarbeiter besser unterstützt.

Die Weiterentwicklung der Sprachtechnologie hat dazu geführt, dass Voice-Systeme längst nicht mehr nur in der Kommissionierung zum Einsatz kommen. Ist beispielsweise Nachschub notwendig oder steht eine Inventur an, erfüllt die Technologie zeitnah alle Arbeitsschritte. Das gilt für alle Prozesse, bei denen innerhalb des Lagers eine Bewegung der Waren stattfindet: Vom Wareneingang über die Einlagerung und Umlagerung bis hin zur Auslagerung mit anschließendem Warenausgang. „Voice hat über die vier Wände des Lagers hinaus ein enormes Potenzial“, sagt Tim Just. Das System könne heute Ausgangspunkt für die vernetzte Supply-Chain sein, da sich darüber praktisch alle Prozesse der Wertschöpfungskette miteinander verknüpfen lassen.

Schnittstelle zur digitalisierten Logistik

Das Szenario hinter all diesen Überlegungen ist immer gleich: Die Voice-Technologie ist die Schnittstelle zur digitalisierten Logistik. Über sie steuert der Nutzer alle Elemente der Supply-Chain. So entsteht nach und nach eine „smarte“ Logistikwelt. Nutzer können alle Daten über die Voice-Schnittstelle abfragen. KPI’s und Statistiken beispielsweise stehen zeitnah zur Verfügung. „Pick by Voice ist eine nachhaltige Technologie, die die Prozessoptimierung und -digitalisierung aktiv unterstützt“, erklärt Tim Just. Er ist sich sicher: „Die Steuerung der vernetzten Welt der Logistik mit Voice wird einer der Kommunikationskanäle der Zukunft sein.” Die Erfolgsgeschichte der sprachgesteuerten Logistik ist also noch lange nicht zu Ende.

Bildquelle: Topsystem Systemhaus GmbH

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