Modernisierung, Neu- und Weiterentwicklung unter einen Hut gebracht

Intelligix bleibt IBM i im Backend treu

Die Intelligix IT-Services GmbH in Föhren bietet Branchenlösungen für Bekleidungshersteller und -händler. Schon 2008 wurde das Projekt zur Modernisierung, Neu- und Weiterentwicklung des AS/400-basierten Warenwirtschaftssoftware gestartet, wobei die Einschränkungen der proprietären Tools dieser Serverplattform durch modernere, offene Technologien überwunden werden sollten.

  • Moderne .Net-Technologien für das Frontend sorgen für ansprechende Optik und moderne Menüs

  • Intelligix-Geschäftsführer Ralf Wintrich : Die zuverlässige AS/400 im Backend, moderne .Net-Technologien sowohl für das Frontend als auch die Neuentwicklung

Die Vision von Intelligix-Geschäftsführer Ralf Wintrich für die Branchenlösung lautet: „Ansprechende Optik, moderne Menüs und technisch alle Wege öffnen, um hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen frei zu sein“. Als Werkzeug dafür hat er damals die Entwicklungsumgebung iGUI von ML-Software ausgewählt, die heute – allerdings in iNext-Suite umbenannt – nach wie vor genutzt wird. Ausschlaggebend hierfür waren:

  • die Flexibilität und Skalierbarkeit bei der Modernisierung, Neu- und Weiterentwicklung von IBM-i-Software,
  • die Möglichkeit des schrittweisen Ein- und Umstiegs in die Software-Entwicklung auf Basis von Microsoft .Net
  • die Verfügbarkeit leistungsstarker .Net-Technologien, die neue Möglichkeiten für die funktionale Weiterentwicklung der Software eröffnen (z. B. Cloud, Mobile etc.)
  • die Weiternutzung der AS/400 im Backend für maximale Sicherheit und Performance
  • die Integration der vorhandenen AS/400-Software, Datenbanken und Serviceprogramme solange, bis sie bei Bedarf modernisiert, weiterentwickelt, reproduziert oder abgelöst werden.

Phase 1: Modernisierung

Zu Beginn des Projektes hatten komfortable .Net-Oberflächen und Menüs die oberste Priorität. Mit der Guisierung erhielten die IBM-i-Anwendungen aber nicht nur ein modernes Gesicht sondern auch höheren Bedienkomfort, zum Beispiel durch kurze und intuitive Menüwege, durch Eingabehilfen, Auswahllisten oder Kalender. Dieser erste Schritt war mit wenigen Tagen Arbeit getan – und das Ergebnis konnte sofort im Echtbetrieb eingesetzt werden.

„Alt“-Anwender fanden sich in der neuen grafischen Bedienoberfläche sofort zurecht, erkannten darin ihre vertrauten Anwendungen wieder und wurden von den spürbaren Verbesserungen für die tägliche Arbeit überzeugt. Für „Neu“-Anwender fielen mit der grafischen Oberfläche die offensichtlichsten Einstiegshürden der AS/400-Anwendungen weg. Das bekannte Windows Look-and-Feel vereinfachte und beschleunigte die Einarbeitung und erhöhte die Akzeptanz bei den Nutzern.

Phase 2: Neu-/Weiterentwicklung

Die Neuentwicklungen unterteilten sich in zwei Kategorien. Zum einen gab es Funktionen, die in der ursprünglichen AS/400-Lösung gar nicht existierten. Hierzu zählten z. B. die umfangreichen statistischen Auswertungssysteme. iNext und .Net liefern hierfür Komponenten und Werkzeuge, die eine Erstellung von Reports, Grafiken oder Statistiken im Vergleich zur AS/400 deutlich vereinfachen.

Zur zweiten Kategorie zählten Neuentwicklungen, die vorhandene AS/400-Funktionen ersetzen. Diesen Weg hat Intelligix im Bereich der Stammdatenprogramme beschritten und beispielweise den Artikelstamm unter .Net neu entwickelt. Auch hier stand der Anwendernutzen im Vordergrund: Artikelbilder ergänzen jetzt die Artikelinformationen, die übersichtlich in einer Anzeige zusammengefasst sind. Gridkomponenten als tabellarische Übersichten enthalten alle Datensätze und bieten zudem Sortier- und Filterfunktionen per Mausklick. Exporte in unterschiedlichen Formaten erleichtern den Anwendern die Ausgabe der angezeigten Informationen. Zudem vereinfacht die neu durchdachte Klassen- und Komponentenstruktur die adäquate Neuentwicklung anderer Stammdatenprogramme nach diesem Schema.

Nach wie vor gibt es aber auch AS/400-Programmteile, die unverändert weitergenutzt werden. Zum einen sind niedrig priorisierte Bereiche, zum anderen aber auch Kernmodule wie Schnellerfassung und Wareneingang, deren Bedienung in mausgesteuerten Masken unkomfortabler wäre. Hier verzichtet Intelligix bewusst auf eine Neuentwicklung, da sie keinen Mehrwert für die Anwender bringen würde. Stattdessen werden diese Programmteile mit Hilfe von iNext in die modernisierte .Net-Anwendung eingebettet.

IBM i im Backend, .Net-Technologie im Frontend

In jedem Projekt wird jetzt abhängig von den Nutzen- und Kostenfaktoren, den Prioritäten und den Terminen individuell entschieden, welche Projektschritte in welcher Reihenfolge und in welchem Umfang zu realisieren sind, damit maximale Effizienz erzielt wird. Für das Gesamtpaket setzt Intelligix im Backend weiter auf die AS/400. Sie ist robust, schnell, gut skalierbar und funktioniert extrem zuverlässig. Dort liegen Daten, Serviceprogramme wie z. B. Webservices, Stored-Procedures sowie ein Teil der Businesslogik. All dies wird auch von der neuen .Net-Lösung genutzt.

Für die Softwareentwicklung im Frontendbereich wurde auf die .Net-Technologien gewechselt. So wurden der Einstieg ins Cloud- und Mobile-Computing oder die Entwicklung von Webshop-Lösungen in Verbindung mit der AS/400 realisiert. Intelligix hat mit dieser Strategie neue Geschäftsfelder erobert und sich zu einem erfolgreichen Anbieter von Omni-Channel-Lösungen für den Modehandel entwickelt.

Der Verbleib der zuverlässigen AS/400-Plattform im Backend und der Wechsel auf moderne .Net-Technologien sowohl für das Frontend als auch die Neuentwicklung haben sich bewährt. „Cloud- und Mobile-Lösungen auf diesem Niveau wären anders nicht zu realisieren gewesen“, konstatiert Intelligix-Geschäftsführer Ralf Wintrich. „Das hat den Grundstein für unseren heutigen wirtschaftlichen Erfolg gelegt und uns außerdem sämtliche Freiheiten für die zukünftige Software-Entwicklung gegeben.“

www.inext-suite.com

www.intelligix.de

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