Compello Deutschland fusioniert mit Di Central

Internationale Perspektiven für EDI Com

Im November wurde die Compello GmbH, Ismaning, von Di Central übernommen – und wird künftig als Di Central GmbH firmieren. Der weltweit tätige Anbieter von EDI- und Supply-Chain-Lösungen mit Hauptsitz in Houston (Texas/USA) hat die deutsche Tochter der norwegischen Mutterfirma Compello AS abgekauft, die 2011 aus der Fusion von Client Computing Europe ASA mit der Compello Software AS hervorging.

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Di Central, im Jahr 2000 gegründet, mehrere hundert Mitarbeiter stark, in Privatbesitz und bisher weltweit in zehn Ländern vertreten, vollzieht mit der Übernahme den Eintritt in den europäischen Markt. Da sich die Produkte beider Unternehmen nach Einschätzung von Andreas Waldbrenner, Geschäftsführer der künftigen Di Central GmbH, ergänzen, profitieren nicht nur bisherige Kunden von einem umfangreicheren Leistungsspektrum, sondern der Marktauftritt insgesamt werde deutlich gestärkt.

„Das Di-Central-Portfolio mit seiner tiefgreifenden Integration in ERP-Systeme wie SAP oder Microsoft Dynamics NAV und seinen Funktionalitäten rund um Themen wie Web-EDI oder Dropship erweitert unsere Datendrehscheibe EDI Com optimal“, sagt Waldbrenner – und glaubt, die die Anforderungen Kunden an die Prozessintegration besser als bisher abdecken zu können.

„Gemeinsam können wir nun die Bedürfnisse sowohl von mittelständischen Unternehmen als auch von global agierenden Konzernen erfüllen", ergänzt Thuy Mai, Präsident und CEO von Di Central. Adressiert würden nicht nur Unternehmen der Energiewirtschaft, sondern Branchen wie Textil, Automotive, Handel, Telekommunikation, Logistik oder Fertigungsindustrie.

EDI Com soll internationaler werden

Die Fusion soll einen deutlichen Wachstumsschub für die nächsten Jahre bringen, indem EDI Com nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch darüber hinaus angeboten wird. „Neben unseren Kunden in der D-A-CH-Region betreuen wir schon heute Unternehmen in weiteren europäischen Ländern wie Frankreich, Italien oder Spanien. Diese Aktivitäten wollen wir nun intensivieren“, erläutert Waldbrenner. Er rechnet bereits für das kommende Geschäftsjahr mit einem „signifikanten“ Umsatzplus.

Für die bisherigen Compello-Kunden ändert sich laut Waldbrenner „durch die Fusion nichts“, denn sowohl die Geschäftsführung als auch das gesamte Team bleiben an Bord. Das Kernprodukt EDI Com werde in den kommenden Jahren weiterentwickelt, wobei die weiteren Di-Central-Produkte und Cloud-Services zügig integriert werden sollen. Durch die Integration der EDI Com-Schnittstelle in die DMS-Lösungen der Kendox-Produktfamilie Infoshare aist eine revisionssichere und GoBD-konforme Archivierung von papiergebundenen und elektronischen Geschäftsdokumenten möglich – auch im Umfeld von IBM i.

Compello Deutschland wurde 1983 unter dem Namen GLI Gesellschaft für Logistik und Informationssysteme mbH gegründet und beschäftigt aktuell 35 Menschen. Nach der Übernahme durch Client Computing im Jahr 2006 und nacb deren Fusion mit der norwegischen Compello AS zum Teil der Compello Group geworden, firmiert das Unternehmen seit 2011 als Compello GmbH.

Von Ismaning bei München werden über 2.000 Kunden in Deutschland bedient, vor allem aus den Bereichen Energiewirtschaft, Textil und Handel. Sie setzen die Software als Inhouse-Lösung oder Managed Service ein, der über das firmeneigene Rechenzentrum bereitgestellt wird. Den mittelständischen Kunden wird dort eine sichere Privat-Cloud-Variante von EDI Com gemäß den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen angeboten. Für die Textil- und Fashion-Branche hat Compello im Jahr 2001 gemeinsam mit dem Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) die cloud-basierte Datendrehscheibe BTE Clearing Center entwickelt.

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