Mitsubishi Logisnext Europe automatisiert die Abläufe

iPaaS im Einsatz

Mitsubishi Logisnext Europe Oy (MLE), weltweit aktiver Anbieter von Gabelstaplern sowie Logistiklösungen und Tochter des japanischen Industriekonzerns Mitsubishi Heavy Industries (MHI), konnte auch dank der Einführung der Frends-Plattform die Entwicklungszeit um 50 Prozent reduzieren, Prozesse rationalisieren und seine Position als Tochter eines globalen Industriegiganten stärken. Bislang hat MLE fast 100 Integrationen über die Plattform realisiert.

  • Tom Schröder, Regional Director DACH bei Frends

  • Automated Guided Vehicles (AGV) von MLE unterstützen den Betrieb im Lager auch mit Best Practices.

Ein zentraler Aspekt der operativen Strategie von MLE ist die Fähigkeit, Kundenprozesse zu analysieren und zu verfeinern. Daher wurde die iPaaS-Lösung des finnischen Softwarehauses Frends (Integration Platform as a Service) in das IT-Ökosystem integriert – zur Sicherstellung eines präzisen Datenflusses und zur Stärkung der operativen Lenkung von MLE. „Im Vergleich zu unserer vorherigen Integrationsplattform reduziert Frends die Entwicklungszeit um beeindruckende 50 Prozent“, verweist IT-Direktor Toni Koski auf den wichtigsten Projekterfolg. 

Integrationsherausforderungen

MLE ging von einem ERP-Fokus zu einem Multisystem-Modell über, um den wachsenden Geschäftsanforderungen gerecht zu werden. Für diese Umstellung war ein möglichst „nahtloser“ Datenfluss zwischen den verschiedenen Systemen nötig. Das Ziel des Projektes war es, eine Plattform zu finden, die Skalierbarkeit und Flexibilität bietet und mit den Integrationszielen des Unternehmens übereinstimmt. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2024. Das kostenfreie E-Paper finden Sie hier.

Die Wahl fiel auf Frends iPaaS, das eine präzise Datenübertragung und eine robuste operative Lenkung gewährleisten soll. Insbesondere die Integration zwischen dem ERP-System Infor XA und der Supply-Chain-Plattform Jakamo ermöglicht nun einen transparenten Datenaustausch und eine ganzheitliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten.

„Mit 20 zentralen Systemen, die von HR bis ERP reichen, bestand der Bedarf nach einem robusten Tool, das einen nahtlosen, zuverlässigen Datenfluss garantiert“, sagt IT-Chef Toni Koski zu den Herausforderungen. „Dieser Schritt war für die Verbesserung unserer operativen Prozesse entscheidend.“ Nun werde die Kommunikation über verschiedene Bereiche hinweg, einschließlich Produktentwicklung, Fertigung und Projektlieferungen, erleichtert. Die intuitive Benutzeroberfläche eignet sich für eine Vielzahl von Anwendern und kann leicht angepasst werden. 

Die Implementierung der Plattform war entscheidend für die Automatisierung von Kernprozessen wie die Weiterleitung eingehender Aufträge und die Rationalisierung von LKW-Konfigurationen. Prozesse, die früher manuell und fehleranfällig waren, sind nun automatisiert. Koski hebt hervor, dass man erhebliche Zeit- und Arbeitseinsparungen erzielt hat, insbesondere bei der Annahme von LKW-Bestellungen und der Erstellung von Konfigurationen. 

Darüber hinaus wurde die Kundenkommunikation von MLE verbessert, indem Aktualisierungen des Produktionsstatus zeitnah bereitstehen. 

Über Frends iPaaS

Diese europäische „Enterprise Application Integration Platform“ wird „as a Service“ angeboten, was es Kunden erlaubt, Anwendungen über ein einziges User-Panel in hybride oder lokale Cloud-Umgebungen zu integrieren. Die Low-Code-Plattform verwendet BPMN2.0 - den Business-Process-Management- and Notation-Standard. Auf diese Weise sollen sich alle API-Integrationen und Prozess-Automatisierungen auf einer einzigen Plattform entwickeln, verwalten und sichern lassen. Frends wurde 1988 in Finnland gegründet und ist auf dem skandinavischen Markt seither rapide gewachsen – mittlerweile aber auch schon in Deutschland aktiv. 

„Gewährleistung eines präzisen Datenflusses“

Interview mit Tom Schröder, Regional Director DACH bei Frends

Herr Schröder, welche Vorteile strebt MLE mit dem Wechsel der IT-Umgebung mit ERP-Fokus zu einem Multisystem-Modell an – und welchen Beitrag leistet iPaaS dabei?

Tom Schröder: Der Wechsel zu einem Multisystem-Modell ermöglichte es MLE, den wachsenden Geschäftsanforderungen besser gerecht zu werden. Das Unternehmen hat 20 zentrale Systeme – von HR bis ERP – im Einsatz, wodurch der Bedarf nach einem robusten, flexiblen und skalierbaren Tool bestand, das einen nahtlosen, zuverlässigen Datenfluss garantiert. 

Die Einführung von Frends iPaaS hat sich für MLE dabei als transformativ erwiesen. Die Implementierung der Plattform war entscheidend für die Automatisierung von Kernprozessen wie die Weiterleitung eingehender Aufträge und die Rationalisierung von LKW-Konfigurationen. Prozesse, die früher manuell durchgeführt wurden und infolgedessen fehleranfällig waren, sind nun effizient automatisiert. 

Die Gewährleistung eines präzisen Datenflusses und die Automatisierung von Kernprozessen trägt dazu bei, die betriebliche Effizienz zu steigern und Zeit- sowie Arbeitseinsparungen zu erzielen – insbesondere bei der Annahme von LKW-Bestellungen und der Erstellung von Konfigurationen. Unsere Plattform erleichtert dabei insgesamt die Kommunikation über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg – einschließlich Produktentwicklung, Fertigung und Projektlieferungen. Hervorheben lässt sich auch die intuitive Benutzeroberfläche, die leicht angepasst werden kann.

Welche konkreten IT-Systeme soll Frends iPaaS bei MLE Oy verbinden? Wie sieht der Zeitplan aus?

Schröder: Alle Geschäftsprozesssysteme sind über Frends verbunden, um Protokollierungs- und Wartungsfunktionen nutzen zu können und die Verfügbarkeit und Rückverfolgbarkeit von Transaktionen zu gewährleisten. Es sind CRM, CPQ, Kundenauftragsflüsse, Purchase to Payment (P2P), Invoicing, PLM/PDM und verschiedene andere Systeme mit dem ERP-System und zurück verbunden. 

MLE Oy nutzt das Integrations-Tool immer dann, wenn Systeme miteinander verbunden werden müssen. In sehr seltenen Fällen wird eine direkte Verbindung zwischen den Systemen hergestellt, was jedoch nicht Teil des architektonischen Designs ist. Normalerweise werden diese nämlich später in das Integrations-Tool übertragen.

Die gesamte Entwicklung dauert in der Regel Jahre und ist ein Prozess, kein Projekt. Die übliche Implementierungszeit für eine neue Integration zwischen Systemen beträgt einige Monate, einschließlich der Konfiguration beider Seiten und der Einrichtung der Integrationswerkzeuge. Bei den schnellsten POC-Ansätzen dauert es in der Regel nur wenige Wochen, bis eine funktionierende Lösung eingerichtet ist. 

Frends startet in Deutschland. Bitte beschreiben Sie doch kurz die Go-to-Marketstrategie und ihre primären Zielgruppen.

Schröder: Nachdem Frends insbesondere in Skandinavien, aber auch international, bereits sehr erfolgreich ist, haben wir im Oktober 2023 begonnen, einen verstärkten Fokus auf die DACH-Region zu legen. In einem ersten Schritt adressieren wir dort im Direkt- und Partnervertrieb zunächst primär die Fertigungsindustrie, den Einzelhandel, Energie- und Versorgungsunternehmen sowie Managed Service Provider (MSPs). 

Unsere anderen Zielmärkte wie das Finanzwesen, der öffentliche Sektor, der Bereich Game, Entertainment & Media sowie das Erziehungswesen werden sukzessive folgen. Mit unserer iPaaS-Technologie bieten wir Unternehmen einen Hub für alle Integrationsaktivitäten und -prozesse – egal ob on-premise oder in der Cloud. 

Vor allem die zunehmende Multi-Cloud-Adoption ist hier Wind in unseren Segeln. Frends ist während der gesamten Integrationsexpedition treibende Kraft, Ansprechpartner, Helfer und auch ein Stückweit Freund – nahbarer, persönlicher, agiler und zielorientierter als viele große Anbieter. Unser Unternehmen verbindet dabei finnische Coolness mit skandinavischer Professionalität, Perfektion und Sicherheit. Letzteres wird durch das Hosting aller Daten im europäischen Rechtsraum umfassend gewährleistet, so dass allen gesetzlichen Anforderungen – etwa der DSGVO – vollumfänglich entsprochen wird.

Herr Schröder, vielen Dank für das Interview!

Bildquelle: Mitsubishi Logisnext Europe Oy, Frends

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