Das BSI erarbeitet branchenspezifische IT-Sicherheitskonzepte

IT-Grundschutzprofil für Kommunen

Die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Städtetag haben im Mai in Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein IT-Grundschutzprofil für Kommunen veröffentlicht. Dieses Profil dient als Schablone für IT-Verantwortliche in Kommunalverwaltungen, die mit dem IT-Grundschutz die Informationssicherheit verbessern wollen.

BSI-Präsident Arne Schönbohm

BSI-Präsident Arne Schönbohm ruft Unternehmen, Verbände, Kammern und Behörden zur Erstellung eigener Schutz-Profile auf.

Der IT-Grundschutz soll laut BSI-Präsident Arne Schönbohm zur Informationssicherheit für Unternehmen, Behörden und Organisationen beitragen. Die Profile sollen dabei „einen guten Einstieg“ bieten. Auch kleinere Kommunen oder Unternehmen haben damit laut Schönbohm die Möglichkeit, „ihr Niveau der Informationssicherheit schnell deutlich zu erhöhen“.

IT-Grundschutzprofile sind Muster-Sicherheitskonzepte für Institutionen mit vergleichbaren Rahmenbedingungen. In ihnen werden u. a. relevante Aspekte der Risikoanalyse benannt und eine Auswahl umzusetzender Anforderungen vorgegeben. Kleinen und mittleren Unternehmen sowie Behörden bietet das Profil eine Auswahl passender IT-Grundschutzbausteine, mit denen sich das Sicherheitsniveau im IT-Betrieb modular erhöhen lässt.

Basisabsicherung nach BSI-Standard 200-2

Das jetzt von 30 Autoren erstellte Profil für Kommunen basiert auf der Vorgehensweise der Basisabsicherung nach dem BSI-Standard 200-2 und definiert die Mindestsicherheitsmaßnahmen, die in einer Kommunalverwaltung umzusetzen sind. Auf der Homepage des BSI steht es hier als PDF kostenlos zum Download bereit.

Schönbohm ruft anläßlich dieser Veröffentlichung Unternehmen, Verbände, Kammern und Behörden zur Erstellung eigener Profile auf – und bietet dazu auch fachliche Unterstützung an. Wie ein solches Profil aufgebaut werden sollte, ist in der „Anleitung zur Erstellung eines IT-Grundschutzprofils“ beschrieben, die bisher als Strukturbeschreibung („Community Draft“) veröffentlicht ist.

Auch Handwerker und Steuerberater interessiert

Mehrere Anwendergruppen haben laut BSI bereits begonnen, solche Profile zu erarbeiten. Man tausche sich mit ihnen aus, um so den generellen Aufbau dieser Profile weiterzuentwickeln und konkrete Empfehlungen zu der Durchführung von Workshops oder anderen geeigneten Methoden im Profilerstellungsprozess zu generieren. Derzeit beteiligen sich neben den Kommunen auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie die Steuerberater an diesem Vorhaben.

Bildquelle: BSI

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