Den Grundstein für künftige Digitalisierungsprojekte legen

IT-Modernisierung bei der Meyer Werft

Die Papenburger Meyer Werft hat die kanadische CGI Group zur Unterstützung bei der IT-Modernisierung an Bord geholt. Ziel ist es, die globale Wachstumsstrategie des Schiffbauunternehmens zu stärken und seine künftigen Digitalisierungsprojekte bei der Reise zum datengesteuerten Schiffbau vorzubereiten.

Die Norwegian Bliss in der Meyer Werft

Die Norwegian Bliss ist bereits das 13. Kreuzfahrtschiff, das Meyer für die Reederei Norwegian Cruise Line baut – und mit speziell auf die Destination Alaska ausgelegten Bordeinrichtungen und Annehmlichkeiten ausgestattet.

Modernisierung ist eine Daueraufgabe jeder IT-Abteilung. So auch bei der traditionsreichen Meyer Werft, die schon 2008 ein ehrgeiziges SOA-Projekt aufgesetzt und seit 2016 mit dem französischen Softwareherstellers Dassault Systèmes die Einführung einer völlig neuartigen und innovativen Software zur Entwicklung und Konstruktion ihrer Kreuzfahrtschiffe in Angriff genommen hatte.

Jetzt soll CGI der Werft helfen, ihre Geschäfte durch die Modernisierung und Digitalisierung ihrer Produktions- und IT-Prozesse weiter auszubauen. Diese Prozesse, an denen stetig gearbeitet wird, sollen im Rahmen der Change-Initiative MeyERP durch ein neues, globales Systemportfolio für die Anwendungen ERP, HCM, BI und MES unterstützt werden.

Eckpfeiler der IT-Strategie

„Unsere Partnerschaft mit CGI ist der Eckpfeiler unserer IT-Strategie, die nicht nur IT-bezogene Projekte umfasst, sondern auch Investitionen in Maschinen und Anlagen ermöglicht und den Grundstein für zukünftige Digitalisierungsprojekte legt“, wird Dr. Paul Meyer, CIO der Werft, in einer Pressemitteilung zitiert. „CGI wird uns technologisch beim Aufbau einer modernen Infrastruktur für unsere neuen Systeme unterstützen und außerdem den kontinuierlichen Betrieb unserer Legacy-Systeme sicherstellen, die immer noch einen großen Teil unserer Geschäftsprozesse darstellen.“

Der 1976 gegründete IT-Dienstleister CGI, der mit rund 72.500 Mitarbeitern weltweit Services von IT- und Business-Consulting über Systemintegration bis hin zu Business-Process-Outsourcing anbietet, will seine Automatisierungs-Tools nutzen, um Effizienz und Zuverlässigkeit der IT zu steigern und eine stabile Plattform für zukünftige Betriebsabläufe zu schaffen. Darüber hinaus bietet der neue Vertrag der Werft die Möglichkeit, die Zusammenarbeit um neue Projekte zu erweitern.

„Die lokale Branchenexpertise von CGI, kombiniert mit unserer globalen Ausrichtung, ermöglicht es uns, die Meyer Werft bei der Umsetzung ihrer langfristigen Strategie zu begleiten“, erklärte Torsten Strass, Senior Vice President bei CGI in Deutschland. Die Verbindung von lokaler Nähe, globaler Lieferfähigkeit und Operational Excellence sei ein entscheidender Faktor, um die Meyer Werft bei der Umsetzung ihrer Geschäftsziele optimal zu unterstützen. Man werde „eng mit den Kollegen in Deutschland, Finnland und weiteren Standorten weltweit zusammenarbeiten, um einen durchgängigen Service zu gewährleisten“.

Über die Meyer Werft

1795 in Papenburg gegründet, beschäftigt das innovative Traditionsunternehmen heute mehr als 3.400 Mitarbeiter. Gebaut werden Schiffstypen wie Kreuzfahrtschiffe oder Auto- und Passagierfähren. Wie auch die IT-Systeme werden die Produktionsanlagen ständig verbessert und erweitert. Heute verfügt die Werft über die größten Baudockhallen und das modernste Laserzentrum in Europa.

Seit 2014 gehört auch die Werft im finnischen Turku, die heute mehr als 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, zu dem Papenburger Unternehmen in Familienbesitz. Das Produktionsprogramm in Turku umfasst Schiffstypen wie große Kreuzfahrtschiffe oder Passagierfähren; hier wurden zahlreiche Innovationen für die Kreuzfahrtindustrie, z. B. Fertigkabinen, zuerst entwickelt.

Die Werften bieten spannende und technologisch herausfordernde IT-Projekte und viele Entwicklungsmöglichkeiten für junge IT-Spezialisten. Beispielsweise wird derzeit ein erfahrener Projektleiter für die Führung der Change-Initiative MeyERP in Papenburg gesucht.

Bildquelle: Meyer Werft

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