Das neue ERP-System soll helfen, die Online-Verkaufsziele (insbesondere über Marktplätze) zu erreichen.
Die geplante Einführung von Infors ERP-System Cloud-Suite Fashion ist Teil eines Projekts, mit dem der über 100 Mitarbeiter und 50 Mio. Euro Jahresumsatz starke französische Dessous-Hersteller sein Informationssystem und seine Prozesse bis 2022 erneuern will.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
„Unser Projekt geht auf das zweite Quartal 2020 zurück“, erklärt Eric Bricout, Verwaltungs- und Finanzdirektor und IT-Verantwortlicher bei Wolf Lingerie. „Wir waren uns bewusst, dass ein großer Teil unserer IT-Systeme veraltet war“. Deshalb wollte er eine moderne und skalierbare ERP-Lösung anschaffen, „die uns bei unserer internationalen Entwicklung - insbesondere in Südeuropa, Deutschland, der Türkei und Skandinavien – unterstützt und uns die Türen zu einer immer anspruchsvolleren Kundschaft in Bezug auf Innovation, Produktqualität und damit verbundene Dienstleistungen öffnet.
Das vorhandene System war veraltet, so dass es immer mehr Probleme bei der Liefer- und Lagerverwaltung gab, erinnert sich Bricout. „Diese Schwierigkeiten werden durch die gestiegenen Anforderungen bestimmter Vertriebskanäle wie Supermärkte und das Aufkommen von Marktplätzen noch verstärkt.“
Nach der Beauftragung des deutschen Beratungsunternehmens Phase5 Empowering, das bereits bei bei der Projektphase rund um Produkt-Design und Produktlebenszyklus-Management (PLM) behilflich war, überprüfte Wolf Lingerie seine Verfahren und zog etwa 15 ERP-Produkte in Betracht. Von diesen Kandidaten schafften schließlich vier in die Endauswahl. Nachdem man den Finalisten eine Reihe von Daten zur Verfügung gestellt hatte, wurden die vier Systeme Werkstatt für Werkstatt getestet, bevor die endgültige Entscheidung fiel.
„Infor hat alle von uns definierten Kriterien für sich entschieden, insbesondere die Benutzerfreundlichkeit, den Funktionsumfang, die Modernität sowie die Fähigkeit der Lösung, einen großen Teil unserer Geschäftsprobleme standardmäßig zu bewältigen“, so Bricout. „Gleichzeitig haben wir uns für die Zusammenarbeit mit LTTD Consulting entschieden, Infors Referenz-Integrationspartner für Cloud-Suite Fashion.“ Mit der Erfahrung und dem Fachwissen dieses Movex-Experten seien Abläufe überarbeitet worden, „um sie mit einem stärker industrialisierten Ansatz in Einklang zu bringen“.
Im Mai 2021 fiel dann Entscheidung für die Infor-Suite. Sie deckt ein breites Spektrum ab, von der gesamten Lieferkette über die Einkaufsplanung bis hin zur Kundenfakturierung – einschließlich Liefer- und Lagerverwaltung, Buchhaltung und Finanzmanagement und, in einer zweiten Phase, die Implementierung des BI-Moduls Birst. Die Einführung ist für Mitte 2022 geplant. „Bis dahin müssen wir alle unsere Prozesse überarbeitet haben, damit sie standardmäßig vom vollen Funktionsumfang der neuen Software profitieren können“, erklärt Bricout.
Ein fünfköpfiges Team, ist für das Projekt verantwortlich; dazu kommen etwa 15 Key-User aus allen Bereichen des Unternehmens. Also sind etwa 20 Prozent der Gesamtbelegschaft in das Projekt involviert. Gleichzeitig hat das Unternehmen einen Rekrutierungsprozess eingeleitet, um seine Ressourcen an seine Online-Verkaufsziele (insbesondere über Marktplätze) anzupassen, die letztlich die Grundlage für den Standardisierungs- und Industrialisierungsansatz bilden.