Klartext zum Ausbau der Breitband-Infrastruktur

Jammern baut kein Netz

Aus der Rede von Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, am 25. Mai auf der Hauptversammlung in Köln.

Telekom-Chef Tim Höttges während seiner Rede zu den Aktionären auf der Hauptversammlung in Köln

Die Digitalisierung ist das größte Geschenk, weil sie den Wohlstand unserer Kinder ermöglicht. Sie verspricht neue Technologien, die das Leben von Menschen vereinfachen. Sie ist Motor für eine neue industrielle Revolution. Daher sollten wir beim Umgang mit der Digitalisierung mehr Optimismus wagen.

Aber was wir als großartige Chance sehen, macht anderen Sorgen. Wir nehmen diese Sorgen ernst. Anfang des Jahres haben wir eine Initiative gestartet, mit der wir die Diskussion über die digitale Verantwortung in Gang bringen wollen.

Mit 10,8 Milliarden Euro haben wir im letzten Jahr 13,6 Prozent mehr als 2014 investiert – vor allem in die Netze. Unser Kernprodukt ist zwar zeitlos, aber wir erfinden es stetig neu. Und wir planen unser Netz so, dass es Antwort auf die digitale Zukunft ist. 2010 war mein Vorgänger René Obermann der Erste in Deutschland, der von der Gigabit-Gesellschaft gesprochen hat. Heute sprechen alle davon.

Aber nur die Deutsche Telekom hat in den vergangenen 6 Jahren danach gehandelt, weil eine leistungsfähige Breitband-Infrastruktur für uns entscheidend ist. Ich bin hier glasklar: Deutschland braucht schnelle Netze. Und zwar heute und nicht morgen.

Unsere Wettbewerber kritisieren und jammern in einer Tour. Mal finden sie die Mieten zu hoch, die sie für unser Netz zahlen. Mal haben wir angeblich die falsche Technik. Dann ist der Ausbau angeblich zu langsam. Aber sobald wir ausgebaut haben, nehmen genau diese Kritiker unser Netz. Sie vermarkten unsere Produkte unter eigenem Namen.

Es wäre besser für Deutschland, wenn andere auch ausbauen. Jammern baut kein Netz. Besser investieren als kritisieren. Dann hätten wir echten Wettbewerb der Infrastrukturen.

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