Die plattformunabhängige Programmiersprache Java wurde ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt und gelange mit dessen im April 2009 angekündigten Übernahme in den Besitz von Oracle. Java ist jedoch weiterhin quelloffen und wird von einer weltweiten Gemeinschaft unterstützt, die sich für die Weiterentwicklung und das Wachstum der Software einsetzt. OpenJDK ist die offizielle freie Implementierung der Java-Platform, ist in den Sprachen C++ und Java geschrieben, wird unter der GNU „General Public License“ (GPL) mit Ausnahmen für gelinkte externe Software veröffentlicht und von IT-Unternehmen wie Microsoft, Apple und SAP unterstützt.
Auch IBM unterstützt Java, sowohl auf Mainframes als auch Power-Systems – und dort nicht nur unter Linux, sondern auch mit AIX und IBM i. Wobei der Stand der Technik unter IBM i der aktuellen Entwicklung gerne etwas hinterher hinkt. Wie man mit Java BM-i-Anwendungen entwickelt, dokumentiert der Hersteller hier (Stand 3. April 2021).
„Die Verbesserungen in Java 22 erlauben es Entwicklern, schnell und einfach funktionsreiche, skalierbare und sichere Anwendungen zu erstellen und bereitzustellen, um globale Unternehmen beim Wachstum zu unterstützen“, erklärte Georges Saab, Senior Vice President, Oracle Java Platform und Vorsitzender des OpenJDK Governing Board. „Durch die Bereitstellung von Verbesserungen, die die Anwendungsentwicklung optimieren und die Reichweite von Java erweitern, um es Entwicklern mit unterschiedlichen Fähigkeiten zugänglich zu machen, wird Java 22 dazu beitragen, die Entwicklung einer breiten Palette neuer Anwendungen und Dienste für Unternehmen und Entwickler gleichermaßen voranzutreiben.“ JDK 22 bietet Sprachverbesserungen aus dem OpenJDK Project Amber (Statements before super[…], Unnamed Variables & Patterns, String Templates, and Implicitly Declared Classes and Instance Main Methods), Verbesserungen von Project Panama (Foreign Function & Memory API und Vector API), Features im Zusammenhang mit Project Loom (Structured Concurrency und Scoped Values); wichtige Features von Bibliotheken und Tools (Class File API, Launch Multi-File Source-Code Programs, Stream Gatherers) und Performance-Updates (Region Pinning für G1 GC).
„Nach fast drei Jahrzehnten macht die Fähigkeit von Java, komplexe Entwicklungsaufgaben in einem breiten Spektrum von Anwendungsfällen zu unterstützen, die Plattform relevanter denn je“, wird Arnal Dayaratna, Research Vice President für „Software Development“ bei IDC in der Pressemitteilung des Herstellers zitiert. „Dank seiner Vielseitigkeit und der Fülle an Werkzeugen ist Java in der Lage, die Entwicklung produktionstauglicher, geschäftskritischer Anwendungen optimal zu unterstützen. Das macht es zu einer Schlüsseltechnologie für innovative Anwendungsfälle wie die generative KI.“ Diese Pressemitteilung listet auch wesentliche Merkmale von Java 22 auf. Demnach bietet Java auch „mehr Leistung, Effizienz, Innovation und Kosteneinsparungen, wenn es in der Cloud auf OCI bereitgestellt wird, einem der ersten Hyperscale-Cloud-Systeme, das Java 22 unterstützt. Außerdem weist Oracle auf die kostenlose Bereitstellung von Java SE, GraalVM und dem Java SE Subscription Enterprise Performance Pack auf OCI hin. Die Java Universal SE Subscription bietet als Pay-as-you-go-Angebot auch Triage-Support für das gesamte Java-Portfolio, die Nutzung von GraalVM, das Java SE Subscription Enterprise Performance Pack sowie Zugang zu Java-Managementservices und Upgrades im Unternehmenstempo.
Anders als beim Vorgänger Java 21 gibt es den im Open-Source-Kontext gebräuchlichen „Long Term Support“ (LTS). Also gibt es Support so nur soll lange, bis Java 23 erscheint, was planmäßig im kommenden September Fall wäre. Laut Support-Roadmap ist alle zwei Jahre, also für jedes vierte Java-Release, Long-Time-Support für mindestens fünf Jahre geplant, erweiterter Support sogar für acht Jahre. Also wird das für September 2025 vorgesehene Java 25 das nächste Release sein, für das Long-Time-Support zu erwarten ist.
Bildquelle: Oracle