Erweiterung des Partnervertriebs und des Cloud-Angebotes geplant

Jobrouter AG will weiter wachsen

Der Mannheimer Workflow-Pionier Jobrouter AG bestätigte in einer Pressemitteilung für 2018 den positiven Wachstumstrend aus dem Vorjahr. Im ersten Jahr unter der Ägide des neuen Eigentümers Main Capital, einer holländischen Investmentgesellschaft mit Fokus auf die Softwareindustrie in den Benelux- und DACH-Ländern, wurden für diese Schlagzeile aber auch die Umsatz- und Kundenzahlen der Vergangenheit nach unten korrigiert.

Die Jobrouter-CEOs Axel Ensinger (links) und Marcus Nagel

Wollen das Cloud-Angebot auch international ausbauen: Die beiden Jobrouter-CEOs Axel Ensinger (links, Vorstand Produkt & Technologie) und Marcus Nagel (Vorstand Vertrieb D-A-CH & Beratung).

Das Unternehmen vermeldet eine Umsatzsteigerung von etwa 31 Prozent, verbunden mit einem Ausbau des Kunden- und Partnerkanals. Für 2017 standen nach Firmenangaben rund 7,3 Mio. Euro Umsatz zu Buche, nach 5,9 Mio. Euro im Jahr zuvor. Im Jahr 2018 sind es nach vorläufigen Zahlen etwas über 10 Mio. Euro Umsatz.

„Die Zahlen sprechen für sich“, heißt es in der Pressemitteilung. „Bereits mehrere Jahre in Folge verzeichnet die Jobrouter AG eine positive Entwicklung in allen Unternehmensbereichen. 2018 wurde die Belegschaft stark erweitert, ebenso wuchsen der Kundenstamm (30 Prozent) und Partnerkanal.“

Jonglieren mit Zahlen

Ein Vergleich im der Zeit vor dem Einstieg des Investors Main Capital zeigt: Heute beschäftigt das Unternehmen 102 Menschen, bei der Übernahme Ende 2017 waren es 96 gewesen. Die Zahl der Partner wuchs im vergangenen Jahr von 160 auf 170 Unternehmen; es gibt mittlerweile im Ausland eigene Niederlassungen in Großbritannien, Marokko, der Türkei, Polen und den USA.

Und: Die angesprochenen 30 Prozent beschreiben nicht das Wachstum des Kundenstamms in absoluten Zahlen, sondern die Steigerungsrate für dessen Zuwachs, erklärt man auf Anfrage von DV-Dialog. Die tatsächliche Zahl der Kunden habe gegen Ende 2017 bei knapp über 1.000 (statt wie früher kommuniziert bei 1.100) gelegen, Ende 2018 (auch durch den Zukauf des US-Geschäfts) bei etwas über 1.200. Alleine mit der Übernahme des Jobrouter-Distributors BPS-24 aus Southfield (Michigan/USA) waren im November ja über 80 Kunden und Partner hinzugekommen. Übrigens: In den aktuellen Stellenanzeigen ist von mehr als 800 Kunden die Rede.

Zu diesen Kunden zählen neben Euromaster, Helma Eigenheimbau, Klöckner, S&G Automobil und Thomas Cook auch langjährige AS/400-Anwender wie Haribo, die Meyer-Werft oder ZF TRW. Im Umfeld von IBM i arbeitet der Hersteller Workflow-Management-Suite in Kundenprojekten beim Prozessdesign mit der Flex-net AG aus Rheineck in der Schweiz zusammen.

Die neue Jobrouter Academy

Als Gründe für das Wachstum werden in der Presseinformation angeführt: Zum einen wurde mit der Blended-Learning-Plattform Jobrouter Academy ein Lernangebot für die Kunden geschaffen, andererseits sei die Unternehmenspräsenz durch die Übernahme des US-Partners BPS-24 um den Standort Detroit erweitert werden. Auch sei die Funktionalität im Bereich des Content-Managements signifikant verbessert worden, etwa um eine mobile App sowie einen intelligenten Zwischenspeicher, den Document-Hub.

„Wir spüren sehr deutlich, dass das Thema Geschäftsprozessdigitalisierung und Automatisierung in allen Unternehmensgrößen angekommen ist. Die Nachfrage ist immens, insbesondere im Banking- und Finance-Umfeld, aber auch mittelständische Unternehmen aus Industrie und Handel setzen vermehrt auf digitale Plattformen“, sagte Marcus Nagel, Co-CEO und „Chief Channel Officer“ des Unternehmens. „Neben der Optimierung des Tagesgeschäfts in unseren etablierten Zielmärkten, ging es uns im vergangenen Jahr auch darum, den Sprung über den großen Teich zu wagen. Mit der Übernahme unseres Vertriebspartners BPS24 aus Detroit, haben wir nun erfahrene Mitarbeiter in den USA, die das Cloud-Geschäft ausbauen werden. Wir waren überaus zufrieden mit den Ergebnissen in 2018 und werden diese im neuen Jahr wiederholt steigern. “

Low-Code-Ansatz inklusive

Nagel positioniert die Software-Suite Jobrouter als „Digitalisierungsplattform“, die Workflow-Management mit Dokumenten- und Daten-Management-Funktionen – durch einen Low-Code-Ansatz auch individuell konfigurierbar – vereint. Beim Ausbau der Plattform hätten 2018 neue Dokumenten-Management-Funktionen und der mobile Zugriff im Vordergrund gestanden, etwa die Scan-App für iOS und Android. Damit können beliebige Dokumente und Belege eingescannt, bearbeitet und gespeichert werden, die dann über den neuen Zwischenspeicher Document-Hub mit der Desktop-Version synchronisiert und im entsprechenden Prozess eingesetz werden.

„Das schafft mehr Konformität bei der digitalen Arbeit über unterschiedliche Endgeräte hinweg“, erklärt Axel Ensinger, Co-CEO und CPO bei der Jobrouter AG. „Die intensive Zusammenarbeit mit führenden Analystenhäusern hat uns zudem geholfen, unsere Sichtbarkeit in den Segmenten Low-Code, Digital-Process-Automation und Content-Services-Platform auszubauen. Wir sehen in diesen Bereichen ein großes Potenzial und werden unser Angebot daraufhin ausrichten.“

Im Jahr 2016 sei das Cloud-Angebot bereits in Deutschland ausgebaut und mit Rechenzentren aus Deutschland zur Verfügung gestellt worden, so Ensinger weiter. 2019 solle dieses Angebot für den US-Markt angepasst und intensiv gestärkt werden. Hinzu kommen sollen auch „strategische Kooperationen“ und Integrationen im Bereich von Content-Services und Automatisierung, beispielsweise zur digitalen Kollaboration, digitalen Signatur oder Robotic-Process-Automation.

Bildquelle: Jobrouter AG

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