Das 1909 gegründete Familienunternehmen in 3. Generation ist mit Marken wie Exquisa oder Miree am Markt.
Rund 42 Prozent der Produktion gehen vom Allgäu ins Ausland.
Mit Marken wie Exquisa oder Miree am Markt, ist das 1909 gegründete Familienunternehmen Karwendel-Werke Huber in 3. Generation seit Langem auch international aktiv; rund 42 Prozent der Produktion gehen ins Ausland. Die knapp 550 Mitarbeiter erwirtschaften jährlich einen Umsatz von rund 375 Mio. Euro (2021).
Die Molkerei liefert und exportiert dabei Lebensmittel mit „Mindesthaltbarkeitsdatum“, die Produkte müssen also „just in time“ zum Kunden bzw. zur Abholung bereitstehen. Erklärtes Ziel der Umstellung auf die neue Version der Software Eva – kurz für „Export Versand Abwicklung“ – war es deshalb, die Kundenzufriedenheit durch Lieferzuverlässigkeit zu sichern, außerdem die Prozessdurchlaufzeiten zu verringern sowie den Ressourcenverbrauch zu reduzieren.
„Wir hatten anfangs natürlich Sorge, ob die Umstellung auf Eva7 zu Problemen führt“, erklärt Wolfgang Steckenleiter, Leiter der IT-Infrastruktur bei Karwendel. Doch sei „dieser Wechsel fast fließend“ gelungen, weil bereits im Vorfeld sämtliche Anforderungen genau abgestimmt waren. „Wir hatten anschließend in jeder Projektphase, wenn nötig, immer direkten Kontakt zu Anton und seinen Projektleitern, ohne umständliche ‚Ticket‘-Verfahren“, so Steckenleiter. „Das war für uns extrem wichtig, da unsere Produkte naturgemäß keine langen Versand- oder Exportwartezeiten tolerieren. Im Ergebnis erfolgte die Umstellung unkompliziert und völlig problemfrei.“
„Nach der Erstinstallation bei Karwendel im Jahr 2005 haben wir später bei der SAP-Einführung die Eva-Schnittstellen und Abläufe an das SAP-System angepasst“, erinnert sich Dr. Manfred Steins, Geschäftsführer von Anton Software. Das Upgrade bringe sowohl die Prozesseffizienz als auch die Sicherheit in Versand und Export „auf ein neues Level“.
Das neue System basiert zwar funktional auf der Vorgängerversion, doch die Software-Architektur hat sich stark verändert, so dass Karwendel nun laut Steins von sehr schnellen, genauen und zuverlässigen Versand- und Exportabläufen profitieren kann. Zudem seien die Funktionen so erweitert worden, dass sie kaum mehr Fehler zulassen, ausfallsicher implementiert und flexibler als die Vorgängerversion. Ein Beispiel: Individuelle Kundenanforderungen, z.B. an die Ausführung der Versand- und Exportdokumente, lassen sich mit geringem Aufwand realisieren.
Der Eva-Hersteller Anton GmbH, 1986 von Rainer Anton in Göttingen gegründet, wird heute von Dr. Manfred Steins und Friedhelm Westphälinger geleitet. Inzwischen nutzen über 350 Unternehmen die Software Eva für die Versandabwicklung im Inland, der EU und Drittländern – je nach Bedarf inklusive Frachtkostenermittlung, automatischer Zollabfertigung, Präferenzkalkulation, Export- und Ausfuhrkontrolle und/oder mobiler Datenerfassung. Produzierende Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen (wie Jungheinrich und die Maschinenfabrik Reinhausen), aber auch Logistikdienstleister wie Distributoren und große Paketdienste und Speditionen wie Zufall oder der IBM-i-Anwender Dachser setzen schon seit Jahren auf die Software.
Die aktuelle Version ist zertifiziert für das Zollverfahren Atlas und dank ihrer Software-Architektur besonders anpassungsfähig, weil modular aufgebaut. Das System zeichnet sich laut Hersteller zudem durch Flexibilität, Performance und Ausfallsicherheit aus – und eigne sich daher auch für den Einsatz bei sehr hohen Versandaufkommen..
Eva7 wird bei der Installation in das laufende ERP-System des Kunden integriert und übernimmt von dort die Auftrags- und Stammdaten. Komplexe Dokumente wie Gefahrgutformulare, Packlisten oder Erstattungspapiere für Marktordnung werden automatisch nach Kunden- oder Behördenvorgaben erstellt. Paketdienst- und Speditionswicklung, Frachtkosten-Ermittlung und Speditions-Gutschriftsverfahren können integriert werden. Die Versandsoftware kann an beliebig vielen Arbeitsplätze eingerichtet werden – auch die Anbindung von Zweigwerken ist möglich.
Bildquelle: Karwendel