Bei Roadview Plus handelt es sich um ein geschlossenes System, bestehend aus Hardware-Komponenten und einer Onlineplattform. Als solches kann es nachträglich in jedes Fahrzeug eingebaut werden. „Spezielle Voraussetzungen im Fahrzeug oder softwareseitig im Backoffice sind nicht notwendig“, erklärt Amir Dzamastagic, Director Sales Smart Transport Germany bei dem über 1.000 Mitarbeiter starken Hersteller, auf Anfrage von DV-Dialog.
Roadview Plus nutzt eine Kombination der Technologien „Driver Monitoring System“ (DMS) und „Advanced Driver Assistance System“ (Adas), um das Fahrerverhalten zu überwachen und Anzeichen von Müdigkeit und Ablenkung zu erkennen. Zum Einsatz kommen spezifische Algorithmen zur Analyse der Fahrerdaten und zur Erkennung von Ermüdungsmustern, wie Gähnen, Nicken und Sinken des Kopfes.
Das System warnt den Fahrer in Echtzeit und erinnert ihn, eine Pause einzulegen oder sich auszuruhen, um Unfälle durch übermüdetes Fahren zu vermeiden. Darüber hinaus hilft es den Flottenbetreibern bei der Einhaltung von Vorschriften, die von ihnen verlangen, das Fahrerverhalten zu überwachen und geeignete Maßnahmen zur Unfallverhütung zu ergreifen.
Das System besteht aus einer nach vorne gerichteten Kamera für externe Aufnahmen, aus einem Infrarot-Sensor zur Erkennung von Müdigkeit oder Ablenkung des Fahrers und aus einen kleinen, internen Display, das Warnungen in der Kabine anzeigt und auslöst. Im Hintergrund läuft eine Cloud-basierte Plattform, die es Flottenbetreibern ermöglicht, das Fahrerverhalten zu überwachen und Warnungen in Echtzeit zu erhalten.
Gibt es einen konkreten Vorfall, informiert eine Warnung den Betreiber über das Ereignis. Die gespeicherten Videos und Daten können zur Erstellung einer Fahrerbewertungstabelle und für die Auswertung nach dem Vorfall oder für personalisierte Schulungen verwendet werden. Das System kann an den spezifischen Bedarf eines Flottenbetreibers angepasst und in die anderen Flottenmanagement-Lösungen von Add Secure integriert werden.
Die benötigte Hardware kann gekauft oder gemietet werden; auf Anfrage wird zusätzlich eine Leasing-Option angeboten. „Dazu käme noch eine monatliche Servicegebühr“, skizziert Dzamastagic die Preisbildung. Die Höhe der Servicegebühr richtet sich nach der gewünschten Vertragslaufzeit – ab 12 Monate, bis 60 Monate. Abrechnungsrelevant ist dabei lediglich das Fahrzeug; Fahrer, Portalnutzer o.ä. sind für die Abrechnung nicht relevant.
Was die rechtlichen Voraussetzungen angeht, so empfiehlt Dzamastagic immer eine Betriebsvereinbarung mit dem Personal, die den Einsatz einer Telematik bzw. Videotelematik regelt. „Speziell im Bereich Videotelematik ist unser Verständnis der aktuellen Rechtslage, dass der Einsatz von Kameras bei einer anlassbezogenen Aufzeichnung zugelassen ist“, erklärt Dzamastagic. Das sei bei der neuen Produktreihe gegeben. Eine permanente Aufzeichnung ist hingegen nicht zugelassen.
Bildquelle: Add Secure