Neues Lagerführungssystem beim Textildiscounter

KiK tuned den Materialfluss

Die KiK Textilien und Non-Food GmbH hat am 5. Dezember ihr erstes polnisches Logistikzentrum in Rabowice bei Posen eröffnet. Dort hat die Ehrhardt Partner Group ihr Lagerführungssystem LFS implementiert, das in den kommenden Jahren auch in den beiden anderen großen Logistikzentren des Handelsunternehmens im westfälischen Bönen und in der Südslowakei eingeführt werden soll.

  • Bei der Eröffnung des neuen Lagers in Rabowice: Michał Majewski und Wojciech Staniszewski (beide Clip Group), Ralf Jakubiak (Standortleitung LSK), Marian Szkudlarek (Bürgermeister der Stadt Swarzędz, zu der das Dorf Rabowice gehört), Udo Rogowsky und Michael Frölich (beide KiK Logistik GmbH)

  • Die Zentrale des Textildiscounters in Bönen

Mit dem neuen Standort will der 1994 gegründete Discounter KiK – kurz für „Kunde ist König“ - seinen Expansionskurs in Europa fortsetzen und für eine zukunftssichere Warenverteilung im eigenen Filialnetz sorgen. Die neue Anlage der Tengelmann-Tochter hat eine Lagerfläche von 40.000 m² und soll langfristig bis zu 130 Mitarbeiter beschäftigen. Betreiber des dritten KiK-Distributionszentrums in Europa ist die Tochtergesellschaft LSK Polska.

Das Zentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe eines intermodalen Terminals von Clip Logistics. Das ist ein sehr großer Dienstleisters, der für die Lieferung von Überseecontainern per Bahn von Häfen wie Hamburg und Rotterdam nach Polen verantwortlich ist. Laut Michael Frölich, Geschäftsführer der KiK Logistik GmbH, soll es das neue Logistikzentrum ermöglichen, „sowohl unsere polnischen Standorte als auch zahlreiche Filialen in Deutschland noch effizienter zu beliefern“.

Auch das Thema Umweltschutz spielte beim Bau des neuen Lagers eine wichtige Rolle – u. a. setzt man auf ein modernes Blockheizkraftwerk, Gabelstapler mit sparsamen Lithium-Ionen-Batterien und etablierte Konzepte zur Abfallvermeidung und Wassersparsamkeit.

Egal ob Textilien, Dekorationsartikel oder Spielzeug – KiK ist in seiner bald 30-jährigen Geschichte stetig gewachsen. Mit diesem Wachstum sind auch die Ansprüche an die logistischen Prozesse in der Lagerverwaltung gestiegen – und das alte Lagerverwaltungssystem stieß an seine Grenzen. Deshalb entschloss man sich, am neuen Standort eine andere Software einzusetzen.

LFS soll in der Gruppe zukünftig sämtliche Prozesse optimieren. „Wir haben uns mit der Inbetriebnahme des Standortes in Polen für LFS entschieden, um die logistischen Abläufe innerhalb des Unternehmens sukzessive zu vereinheitlichen und die Prozesse transparenter zu gestalten“, sagt Frölich. Denn grundsätzlich basiere das Erfolgskonzept auf bewährten Lieferketten mit hoher Effizienz, die eine Balance von Kosten und Geschwindigkeit bieten.

Mit der Einführung von LFS wird neben der Vereinheitlichung der Prozesse auch eine zukünftige Teilautomatisierung in Bönen angestrebt, eine Modernisierung anhand von Leistungskennzahlen, eine Effizienzsteigerung und ein modernes Lean-Management. Da es vor allem bei den Dekorationsartikeln an Weihnachten und Ostern zu saisonalen Spitzen kommt, ist ein möglichst perfekter Materialflusses und die Anpassung an das Bestellaufkommen obligatorisch.

Dazu verfügt LFS über die diverse Module und Sonderfunktionen, wie etwa zur Analyse der Zugriffshäufigkeiten, der Belegung durch unterschiedliche Artikel oder des Lagerfüllgrads bzw. der Bestände. Das neu errichtete Logistikzentrum in Rabowice nimmt zukünftig eine zentrale Rolle ein. „Es ist für uns ein besonders wichtiger Standort, weil wir in Osteuropa immer stärker vertreten sind und er als Drehkreuz zwischen Mittel- und Osteuropa fungiert“, so Michael Fröhlich. Der neue Logistikstandort verfügt auf 40.000 m2 über fast 35.000 Palettenstellplätze und 50 Laderampen. Zudem gibt es am Standort einen Gefahrgutbereich, in dem beispielsweise Heliumbehälter für Luftballons aufbewahrt werden.

Perspektivisch sollen von Rabowice nicht nur polnische, sondern auch ostdeutsche Filialen der Unternehmensgruppe beliefert werden. Sobald LFS in Rabowice vollständig implementiert ist, soll das Lagerführungssystem auch am Hauptsitz in Bönen und in der Südslowakei eingeführt werden. Bönen verfügt unternehmensweit über die meisten Auslieferungen. Dort ist auch die Anbindung eines automatischen Kleinteilelagers geplant.

Über KiK

Die Tengelmann-Tochter bietet neben Bekleidung auch Geschenkartikel, Spielwaren, Beauty-Produkte, Accessoires und Heimtextilien an. Mit mehr als 29.000 Mitarbeitern und über 4.100 Filialen in Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowenien, Ungarn, der Slowakei, Kroatien, Polen, den Niederlanden, Italien, Rumänien, Bulgarien, Spanien und Portugal erwirtschaftet das Unternehmen einen Nettojahresumsatz von 2,2 Mrd. Euro.

Bildquelle: KiK

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