Designierter Nachfolger von Service-Chef Oswald offiziell gekürt

Kleinemeier rückt in den SAP-Vorstand auf

Mit Wirkung zum 1. November wird Michael Kleinemeier (58) neues Mitglied des Vorstands der SAP SE. Er verantwortet künftig alleine den Bereich Global Service & Support. Er folgt in seiner Funktion Gerhard Oswald (62), der weiterhin Vorstandsmitglied bleibt und in Zukunft den Bereich „Product Quality & Enablement“ leitet.

  • Michael Kleinemeier wird Vorstand Global Service & Support bei SAP SE

  • Vorgänger Gerhard Oswald leitet den neu geschaffenen Bereich „Product Quality & Enablement“

Mit diesen Worten kommuniziert der Walldorfer Software-Konzern, dass der frühere Chef von SAP Deutschland jetzt auch offiziell der Nachfolger des langjährigen SAP-Vorstands Oswald ist. Das war spätestens naheliegend, als Kleinemeier zu Jahresbeginn in das „Global Managing Board“ aufgenommen worden war und seither den Bereich Global Service & Support leitet.

Kleinemeier, bestens bewährter Manager

Der Vorstand wird mit dieser Entscheidung auf sechs Personen vergrößert. Kleinemeier arbeitet bereits seit 1989 für SAP – mit einem zwischenzeitlichen Abstecher als geschäftsführender Gesellschafter der Stuttgarter Häussler-Gruppe in den Jahren 2008 und 2009. Zwischen 2001 und 2007 führte er die Geschäfte von SAP Deutschland, danach als „Corporate Officer“ den Produktbereich für Industrielösungen. Nach seiner Rückkehr 2010 war Kleinemeier bis 2012 Leiter der globalen End-zu-End-Services, darüber hinaus leitete er in dieser Zeit die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. 2013 wurde er zum Präsidenten der Region „Middle and Eastern Europe“ (MEE) ernannt.

In der für SAP höchst diffizilen Nach-Apotheker-Ära trug Kleinemeiers Rückkehr wesentlich dazu bei, dass sich das zerrüttete Verhältnis des Unternehmens zu Kunden, Partnern und den eigenen Mitarbeitern schnell wieder normalisierte. „Kunden und Mitarbeiter schätzen seine offene und authentische Art“, heißt es heute in der Pressemitteilung.

Einer seiner strategischen Schachzüge in dieser Zeit war auch der Verkauf der Mittelstandstochter Steeb an den Partner All-for-One, weil Steeb als Konkurrent der unabhängigen Systemhaus-Partner wie ein Störfaktor wirkte. Laut Kleinemeier sollte das „gesamte SAP-Ökosystem“ von dem Verkauf profitieren. Im Nachhinein lässt sich sagen, dass diese Transaktion für alle Beteiligten vorteilhaft war.

„Mich freut besonders, dass wir mit Michael Kleinemeier einen ausgewiesenen Experten und langjährigen Mitarbeiter für diese Aufgabe gewinnen konnten“, lässt sich demzufolge Firmengründer Hasso Plattner, Aufsichtsratsvorsitzender und nach wie vor Schlüsselfigur der SAP, zitieren. „Von seiner Erfahrung und seinen guten Beziehungen zu unseren Kunden wird SAP in vielfältiger Weise profitieren.“

Neuer Oswald-Bereich geschaffen

Oswalds neu geschaffener Verantwortungsbereich „Product Quality & Enablement“ soll der Tatsache Rechnung tragen, „dass immer kürzere Innovations- und Entwicklungszyklen ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung von Qualitätsstandards verlangen“, heißt es aus Walldorf. „Die entsprechenden Prozesse und Kontrollmechanismen stetig zu verbessern, verlangt tiefes Detailwissen und umfangreiches Prozess-Know-how.“

Das ist die neue Aufgabe des Urgesteins Gerhard Oswald, der seit 1981 bei SAP beschäftigt ist und dem SAP-Vorstand seit 1996 angehört. Seine aktuelle Vorstandsbestellung läuft noch bis Ende 2016; dann dürfte er in den Ruhestand wechseln. Oswald ist ein ausgewiesener Kenner dieser Materie, wurde doch unter seiner Führung der Bereich SAP Active Global Support mit seiner weltweiten Supportinfrastruktur aufgebaut. „In Zeiten immer kürzerer Produktzyklen kommt der Qualitätssicherung eine wichtigere Rolle zu. Mit Gerd Oswald haben wir für diese Aufgabe genau den passenden Mann an Bord“, findet Plattner auch für seinen langjährigen Mitstreiter lobende Worte.

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