„iStorage Manager“ steuert die Services zur Systemsicherung & -spiegelung

Komplexe SAN-Prozesse im Griff

Unternehmen müssen sich gegen ungeplante Ausfälle ihrer IT-Systeme wappnen, für den K-Fall rüsten und im Fall der Fälle in der Lage sein, die unentbehrlichsten Systeme und Daten möglichst verlustfrei wiederherzustellen. Dies erfordert intelligente Verfügbarkeits- und Disaster-Recovery-Konzepte, ihre technische Umsetzung moderne und skalierbarer Speicherlösungen mit ausgefeilten Sicherungs- und Spiegeltechniken.

IBM hat daher in seine Speicherprodukte – u.a. Storwize V7000, XIV oder die DS8000-Serie – die Kopierservices wie Flashcopy (zur Systemsicherung) sowie Metro Mirror und Global Mirror zur Datenspiegelung integriert. Mit den Snapshot-Technologien von Flash­copy werden Point-in-Time-Systemkopien der virtuellen logischen Partitionen (LPARs) eines produktiven Power Systems in kurzen Intervallen automatisch erstellt und abgespeichert. Per Metro Mirror lassen sich die Daten innerhalb des Storage Area Network (SAN) vom produktiven Speichersystem synchron in einen Backupspeicher spiegeln, der sich in einem räumlich entfernten Rechenzentrum befindet.

Kommen Storwize V7000, XIV oder der SAN Volume Controller (SVC, eine Lösung für das Management der Speicherinfrastruktur) zum Einsatz, sind diese Kopierservices ohne Extrakosten nutzbar. Doch für die Administratoren war die Steuerung der Kopierservices wie auch die Verwaltung und Überwachung der Systemkopien bislang sehr arbeitsaufwendig.

Kopierservices ohne Extrakosten


Abhilfe schaffen will hier die Basycs GmbH aus Kraichtal mit ihrer Software „iStorage Manager“, die in eine IBM-Storage-Landschaft integriert werden kann und in der Regel redundant im Produktiv- und im Backup-RZ installiert wird. Damit können Administratoren die komplexen Prozesse im SAN weitgehend automatisiert durchführen, auf einer einzigen, einfach zu bedienenden grafischen Benutzeroberfläche lückenlos überwachen und dadurch effizient steuern.

Je nach Bedarf gibt es den iStorage Manager in einer Einstiegs-, einer Business- oder einer Enterprise-Version, die alle Funktionen bereitstellt. Mit dem Tool lassen sich auch Snapshot-Kopien des Produktivsystems sehr schnell erstellen, sichern und dann mit Hilfe der Metro-Mirror-Technik in ein Backup-Speichersystem spiegeln.

Im Notfall würden dann die mit Flash­copy erstellten und gesicherten Systemkopien sofort per Switch-over auf die richtigen LPARs in der Backup-Maschine übertragen und die Systeme nahezu ohne Datenverlust wiederhergestellt.

„Full Clone” per Knopfdruck


Der iStorage Manager eignet sich außerdem, um unterschiedliche Storage- und Backup-Szenarien reibungslos und schnell durchzuführen. Quasi auf Knopfdruck erzeugt er zum Beispiel eine vollständige physikalische Systemkopie (also den sogenannten „Full Clone“) eines ERP-Systems.

Dieser vollständige Systemklon lässt sich als Testsystem in einer „Sandbox-Umgebung“ nutzen, um dort komplexe Simulationsprozesse oder Materialbedarfsplanungsläufe durchzuführen. Dadurch wird das ERP-Produktivsystem entlastet; seine Performance gewinnt, was die Anwender zu schätzen wissen. Ein Full Clone kann übrigens schon während des Kopierprozesses produktiv genutzt werden, was die Verfügbarkeit des IT-Gesamtsystems erhöht.
Mit dem iStorage Manager lassen sich mit wenigen Mausklicks auch nacheinander Snapshots des Produktivsystems als Point-of-Copy-Klone (sogenannte Pointer-Kopien) erzeugen, in das Backup-Speichersystem spiegeln und dort verwalten.

Da eine Pointer-Kopie nur Systemänderungen enthält sowie die Daten, die seit der letzten Sicherung hinzugefügt oder verändert wurden, benötigt sie im Schnitt 90 Prozent weniger Speicherplatz als ein Full Clone. Die freien Speicherkapazitäten lassen sich also durch mehrere Pointer-Kopien belegen. Schon mit der Standardversion des Basycs-Tools können mehrere Pointer-Kopien erzeugt werden, wobei jeder Kopie der benötigte Speicher automatisch zugewiesen wird.

Technisch gesehen besteht der iStorage Manager aus zwei Komponenten – dem Programm und der „Power Console“. Das Programm ist in IBM i integriert. Es implementiert die vier Kernfunktionen, „Rollen“ genannt, die Konfiguration und die Prozesssteuerung. Über die Funktion „Live“ wird das Produktivsystem mit den Applikationen gestartet. Die „Klon-Sicherung“ steuert alle Kopier- und Sicherungsprozesse für Pointer-Kopien und Full Clones, die Funktion „Sandbox für Testsystem“ stellt einen vollständigen Systemklon als Testsystem im SAN bereit. Über die „K-Fall“-Funktion werden beim Ausfall des Produktivsystems die Kopien des Produktivsystems auf die Backup-Maschine übertragen und dort wiederhergestellt.  

Bildquelle: istockphoto.com/scanrail

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