Druckerhersteller will konsequent auf Digitalisierung setzen

Konica Minolta positioniert sich neu

Nach dem überraschenden Wechsel an der Spitze der hiesigen Geschäftsführung von Konica Minolta hat der neue CEO Jörg Hartmann am 13. November eine Neuausrichtung angekündigt.

  • Jörg Hartmann stieg bei Konica Minolta Business Solutions Deutschland vom COO zum alleinigen Geschäftsführer auf.

  • Konica Minoltas neues Drucksystem Accuriopress C14000

    Kommt im Februar: das tonerbasierte Farbdrucksystem Accuriopress C14000 für hochvolumige Printprodukte.

Demnach will der neue Chef Hartmann das Kerngeschäft des Druckerherstellers stärken, das Unternehmen wieder stärker auf die Kunden ausrichten, den Service verbessern, administrative Defizite aufarbeiten, mit einer neuen Organisationsstruktur Hierarchie-Ebenen abbauen und die Integration des Lösungsgeschäftes (2012 mit dem Systemhaus Raber + Märcker zugekauft) vorantreiben.

Remote-Services und IIoT-Angebote

Die auf einer eilends einberufenen Pressekonferenz am 13. November avisierten Maßnahmen lesen sich im Umkehrschluss wie eine Mängelliste von Hartmanns im Jahr 2013 angetretenen Vorgänger Johannes Bischof, den der neue Chef mit keinem einzigen Wort erwähnte. Man werde für die Digitalisierungsstrategien der Kunden weiterhin IT-Produkte im Bereich Infrastruktur und Security anbieten, um Lösungen aus einem Guss zu schaffen – auch durch Remote-Services und IIoT-Angebote.

Der Abbau von Hierarchie-Ebenen werde heute bereits im Vertriebsbereich umgesetzt, erklärte Hartmann. Im Vertrieb sollen in Zukunft auch starke Partner gesucht werden, um neue Absatzkanäle zu erschließen. Neben dem Strategiewechsel im Vertrieb müsse aber auch die digitale Transformation innerhalb des Unternehmens vorangebracht werden. Ob es im Zuge der Neuausrichtung größere Umstrukturierungsmaßnahmen geben werde, wollte Hartmann weder bestätigen noch ausschließen. Auf jeden Fall werde man den Bereich „Managed Services“ weiter ausbauen. Da gehe es auch um Themen wie Cloud-Printing oder Dokumentenmanagement in der Cloud.

Allerdings strebt Hartmann eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft „Drucken“ an, das künftig mit dedizierten Sales-Teams adressiert werde. Dadurch habe der Kunde zwar unter Umständen mehr als nur einen Ansprechpartner, dafür aber direkten Kontakt zu den Experten, die ihm ad hoc weiterhelfen können.

Mit Druckern meint der neue Konica-CEO nicht nur die bekannten „Office Printer“ der Bizhub-Reihe, bei denen er in den nächsten Jahren mit rückläufigen Umsätzen rechnet, sondern vor allem die Produktions- und die Industriedrucker mit ihrem Zubehör zur effizienten Weiterverarbeitung des Output. Hier rechnet Hartmann auch weiterhin mit wachsender Nachfrage, beispielsweise bei Etikettendruckern. Bei den Office-Druckern setzt man auch auf erweiterbare Funktionalität, wie z. B. durch optionale Barcodeleser oder IPDS-Konverter zum Anschluss

Den Bereich Produktionsdruck forcieren

Alle Produktionsdrucker der Accuriopress-Reihe verfügen u.a. auch über eine integrierte Transaktionslösung für den bidirektionalen IPDS/AFP-Support inklusive Farboptionen an der Peripherie von IBM-Hosts. Mit der erst im Oktober in Dallas vorgestellten neuen Druckmaschinenreihe Accuriopress C14000 ist Konica Minolta in den hochvolumigen Farbdruck eingestiegen; das tonerbasierte Bogendrucksystem druckt bis zu 140 A4-Seiten (oder 80 A3-Seiten) pro Minute.

Zur Weiterverarbeitung gibt es verschiedene Optionen, etwa eine Stapelablage, den variablen TU-510-Trimmer, einen vierschneidigen Inline-Trimmer, einen Rill-Automaten sowie ein Perforationsmodul, das zum Beispiel die Produktion von randlos bedruckter Bannern, Booklets, Direct Mails oder Visitenkarten ermöglichen und vereinfachen sollen. Die neuen Maschinen sollen ab Februar in Europa erhältlich sein.

Bildquelle: Konica Minolta

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