Den Vorsitz des fusionierten Unternehmens übernimmt Florian Bernauer, heute Vorsitzender der Geschäftsleitung von Bison
Michael Buser, Leiter des Departements Informatik/Logistik der Fenaco und heute Vorsitzender der Geschäftsleitung von Fenaco Informatik
Fenaco, kurz für „Fédération nationale des coopératives agricoles“, ist eine Schweizer Agrargenossenschaft. Genossenschaftsmitglieder sind 153 landwirtschaftliche Organisationen, die meist unter der Marke Landi auftreten. Schon im Jahr 2014 hatte die Fenaco ihren damals krisengeschüttelten Software-Lieferanten Bison, an dem sie bis dato mit 49,6 Prozent beteiligt war, vollständig übernommen. Jetzt gehen die Genossen einen Schritt weiter und wollen die Bison Schweiz AG per 1. Januar 2025 mit ihrer internen Dienstleistungseinheit Informatik unter einem Dach zusammengeführen.
„Ziel ist es, organisatorische Schnittstellen zu eliminieren und bestehendes Synergiepotenzial vollständig auszuschöpfen“, heißt es vielsagend in der Pressemitteilung. „Die internen und externen Kunden können auf Kontinuität zählen: Die zusammengeführte Geschäftseinheit verantwortet weiterhin die internen IT-Dienstleistungen der Fenaco-Landi-Gruppe und bietet gleichzeitig ausgereifte IT-Lösungen für Handelsunternehmen auf dem externen Markt an“.
Der interne IT-Dienstleister Fenaco Informatik ist mit 180 Mitarbeitern an den Standorten Winterthur, Sursee und Bern verantwortlich für die IT-Infrastruktur, die Unternehmensarchitektur sowie zahlreiche Geschäfts- und Arbeitsplatzapplikationen. Fenacos IT-Tochter Bison mit Hauptsitz in Sursee und Ablegern in Puidoux und Winterthur sowie Kaiserslautern und Hamburg beschäftigt rund 350 Menschen und ist spezialisiert auf die Digitalisierung von Handelsprozessen sowie Applikationen im Bereich „Smart Farming“.
„Das Leistungsportfolio von Bison und Fenaco Informatik ist klar abgegrenzt und konkurrenziert sich nicht“, heißt es in der Pressemitteilung. In den vergangenen Jahren sei die Zusammenarbeit schrittweise ausgebaut worden – sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene. So wurden 2016 die Rechenzentren und 2018 die Bereiche HR und Finanzen zusammengelegt.
Um Synergiepotenziale vollständig auszuschöpfen, soll zum Jahreswechsel die vollständige Zusammenführung erfolgen, denn in den End-to-end-Prozessen gibt es bisher noch teilweise komplexe technische und organisatorische Schnittstellen. Diese sollen eliminiert und so auch der Kundenservice weiter optimiert werden.
Die Vision laut Pressemitteilung: „In Zukunft werden unter einem Dach einerseits zuverlässige, adäquate und wirtschaftliche IT-Lösungen für die Fenaco-Landi-Gruppe evaluiert, gebaut und betrieben und andererseits IT-Services für Kunden im Gross-, Einzel- und Rohstoffhandel angeboten. Die internen und externen Kunden können also auf Kontinuität zählen.“
Auch die Geschäftsleitungen werden zusammengelegt. Den Vorsitz übernimmt Florian Bernauer, heute Vorsitzender der Geschäftsleitung von Bison und Ende 2012 mit der Übernahme von Maxxess zum Unternehmen gestoßen. Verwaltungsratspräsident wird Michael Buser, Leiter des Departements Informatik/Logistik der Fenaco und heute Vorsitzender der Geschäftsleitung von Fenaco Informatik.
Die Zusammenlegung habe keine grundlegenden Änderungen in der Organisation zur Folge, heißt es; die Details sollen bis im Sommer unter Einbezug der betroffenen Stellen erarbeitet werden. An den verschiedenen Standorten soll festgehalten werden.
Bildquelle: Fenaco