System-i-Markt in Bewegung

Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze

Die erfreulichen Nachrichten zuerst: Bereits zum dritten Mal in Folge konnte der Münchener IT-Dienstleister Cancom seine Position an der Spitze der hiesigen System-i-Häuser behaupten. Außerdem rückt mit der All for One Steeb AG ein neuer Player unter die Top 3.

Weniger erfreulich ist die Zurückhaltung einiger Anbieter bei unserer diesjährigen Umfrage nach den System-i-Umsätzen des letzten abgelaufenen Geschäftsjahres. Unternehmen wie IBS Enterprise und Comarch, das 2011 mit einem System-i-Umsatz von 26,6 Mio. Euro immerhin noch auf Platz 3 lag, verzichteten in diesem Jahr ebenso auf eine Teilnahme wie K & P oder CPL.

Zusammen verzeichneten die Top-4-Anbieter unserer Hitliste im letzten abgelaufenen Geschäftsjahr einen System-i-Umsatz von 104,4 Mio. Euro. Überraschenderweise ist dies haargenau derselbe Wert wie im Vorjahr – was für eine Stabilität des AS/400-Marktes sprechen würde. Vergleicht man jedoch die Umsätze der 15 größten System-i-Anbieter aus dem Vorjahr mit den aktuell Gelisteten ergibt sich ein anderes Bild: Kamen diese in der letztjährigen Hitliste noch auf einen System-i-Umsatz von rund 203 Mio. Euro, beläuft sich dieser in diesem Jahr nur noch auf ca. 167 Mio. Euro. Dieses Ergebnis nährt den Boden für Spekulationen über ein schrumpfendes System-i-Geschäft in Deutschland.

Auf eine Besonderheit des diesjährigen Rankings sei an dieser Stelle hingewiesen: Die durchweg geschätzten Werte der All for One Steeb GmbH basieren auf Elfmonatszahlen (1.1.-30.11.2011) der ehemaligen Steeb Anwendungssysteme sowie auf einem gemeinsamen Umsatz mit All for One für Dezember 2011, da die Übernahme der Abstatter zum 1. Dezember 2011 über die Bühne ging. Als größter SAP-Partner im deutschsprachigen Raum sieht sich der Anbieter für die Zukunft bestens gerüstet – auch im System-i-Umfeld. So wird nicht nur der DCW-Arbeitskreis der Anwendervereinigung Common Deutschland weiter unterstützt, sondern auch die Wartung für DCW-Kunden bis mindestens 2016 gewährleistet. Für das kommende Jahr baut sich daher schon jetzt Spannung auf: Dann nämlich werden die System-i-Umsätze des neuen Gesamtunternehmens in unser Ranking einfließen, womit man sich beim Rennen um die Spitzenplätze sicherlich weit vorne einreihen wird.

Ein breites Mittelfeld

Generell lässt sich feststellen, dass unsere Spitzenreiter hinsichtlich ihrer Umsätze näher zusammenrücken, so trennen den Drittplatzierten gerade mal 170.000 Euro vom zweiten Platz der Profi AG, obwohl der Darmstädter Dienstleister mit einem leichten Umsatzplus auf 26,8 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht zulegen und damit auch den zweiten Platz behaupten konnte. Demgegenüber klafft zwischen Platz 4 und 5 eine große Lücke: Verzeichnet Fritz & Macziol einen Umsatz von 23,6 Mio. Euro, kommt der Münchener HR-Spezialist Atoss als Fünftplatzierter auf nur 12,6 Mio. Euro. Auf den Plätzen 6 und 7 folgen die Veda GmbH aus Alsdorf sowie die Ettlinger Oxaion AG. Während Veda ein leichtes Plus beim System-i-Umsatz für sich verbuchen konnte, ging dieser bei Oxaion gegenüber dem Vorjahr um rund 1,7 Mio. Euro zurück.

Haben sich wie eingangs erwähnt manche Anbieter aus unserem Ranking verabschiedet, gibt es in diesem Jahr aber auch erfolgreiche Newcomer zu vermelden. So landete der langjährige AS/400-Spezialist Ulrich Wilsch GmbH mit einem Umsatz von 5,7 Mio. Euro gleich auf Platz 8. Und nicht zuletzt tauchen mit Psipenta aus Berlin und SOU aus Schwetzingen zwei altbekannte Anbieter auf Platz 14 und 15 wieder in unserer Markterhebung auf. Im Mittelfeld des Rankings tummeln sich Anbieter wie der SAP-on-i-Spezialist Basycs, die Keos Software Service GmbH aus Langensebold oder das Softwarehaus Portolan Commerce Solutions aus Ilsfeld. Wie im vergangenen Jahr sind auch Innovabee auf Platz 12 sowie die Soft-Consult GmbH auf Platz 13 mit recht konstanten Umsätzen in unserer Hitliste vertreten.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die ermittelten Zahlen leider keinen kompletten Überblick über den System-i-Markt geben können. Denn börsennotierte Unternehmen wie SAP, Oracle oder Infor können aus rechtlichen Gründen nicht an der Umfrage teilnehmen.


<media 10907>Die komplette Hitliste in der Übersicht</media>

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