Jeff Laborde neuer Finanzvorstand bei Infor

Raus aus der Stagnation

Der Softwarekonzern Infor hat den Banker Jeff Laborde als „Chief Financial Officer“ geholt. Sein Einstieg soll eine Wachstumsphase einleiten, nachdem der Infor-Umsatz in dem am 30. April beendeten Geschäftsjahr wie schon in den Jahren zuvor stagnierte – bei 2,8 Mrd. Dollar. Die Vergleichbarkeit der Bilanzzahlen ist eingeschränkt durch die Verschiebung des Geschäftsjahres um einen Monat nach vorn.

  • Jeff Laborde hat bei Infor als neuer CFO Nicole Anasenes abgelöst

„Nachdem wir deutlich in die Entwicklung der ersten Reihe an Cloud-Suiten für Branchensegmente investiert haben, bewegt sich Infor jetzt auf eine Wachstumsperiode zu“, sagte CEO Charles Phillips. Der neue CFO Laborde sei mit seiner Erfahrung im Finanzumfeld von Technologie-Unternehmen der perfekte Kandidat, um das Unternehmen „durch die nächste Evolutionsphase“ zu steuern.

Laborde war zuvor CFO bei Sumtotal Systems, einem Anbieter von Software für Human Capital Management (HCM), sowie Managing Directors in der „Technology, Media & Telecom Group“ bei Goldman Sachs. Frühere Stationen seiner Karriere sind Credit Suisse First Boston's Technology Group, Arthur Andersen LLP's Audit und Business Advisory Group. Seine Vorgängerin Nicole Anasenes war erst im November 2013 von IBM geholt worden; sie hat das Unternehmen wieder verlassen.

Dreistelliges Wachstum bei Cloud-Abonnements

Auch wenn es sich bisher im Gesamtumsatz noch nicht niederschlägt – ein dreistelliges Wachstum bei Cloud-Abonnements deutet laut Phillips die neue Wachstumsphase an. Der Umsatz mit Softwarelizenzen und Abos stieg gegenüber mit dem Vorjahr um 12 Prozent, die Umsätze aus dem SaaS-Geschäft sogar um mehr als 60 Prozent1. Die Zahl der SaaS-Abonnements wuchs laut Hersteller um mehr als 300 Prozent – heute nutzen gut 45 Millionen Anwender in 96 Ländern Infor-Applikationen in der Cloud.

„Beträchtliche Investitionen in branchenspezifische Cloud-Software sowie eine elegante Nutzeroberfläche zahlen sich jetzt aus“, wähnt Phillips das Unternehmen in einer guten Ausgangslage für weiteres Wachstum, „da die Firmen die Ära monolithischer Software hinter sich lassen. Flexible und sichere Cloud-Anwendungen liefern alle benötigten Funktionen, ganz ohne kostspielige Anpassungen.“

2.900 neue Kunden überzeugt

Für das Fiskaljahr 2015 meldet Phillips ungefähr 2.900 neue Kunden, von denen etwa 500 gegen SAP und Oracle gewonnen worden seien. Unter den Neukunden und Go-Lives befanden sich Wyndham Hotels, Ferrari, San Francisco Municipal Transport, Hershey Entertainment, Boskalis, EBSCO, Legacy Health, Best Western, Kaman Industrial Technologies und Wagner Equipment (CAT).

Beim Upgrade installierter Systeme setzt Infor auf die Erweiterung des Partnernetzes um Systemintegratoren wie HCL oder Ciber. Das UpgradeX-Programm entwickele sich ebenfalls positiv – Infor hat die Upgrades bei San Antonio Water System und Kansas City Water Services geschafft. 97 neue Channel-Partner traten dem Partnernetz bei – und der Umsatz aus dem Partnergeschäft sei um 18 Prozent gestiegen, heißt es.

www.infor.de

Bildquelle: Infor

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