Wie die Pilatus Flugzeugwerke AG die Logistik optimierte

Lagerverwaltung für 40.000 Flugzeugteile

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus hat seine Lagerverwaltung optimiert: Herz des 2015 gebauten Logistikzentrums in Stans bei Luzern sind drei hochautomatisierte Lagerbereiche. Die Prozesssteuerung in den automatischen Kleinteile-, Tablar- und Palettenlagern sowie im gesamten Lagerumfeld übernimmt als „Gehirn“ das Lagerführungssystem LFS.wms von Ehrhardt + Partner.

  • Ging in Serienfertigung: Der neue Business-Jet PC 24

  • Bei „Aircraft On Ground“-Situationen gibt es Eilbestellungen, die anderen laufenden Aufträgen vorgezogen werden.

  • Der Materialfluss im Lager wird bei Bedarf optimiert.

Die Effizienz der Abläufe in den Automatiklagern des Flugzeugbauers optimiert der Materialflusscontroller LFS.mfc. Mit der Integration der Automatisierungstechnik und der beiden Steuerungssysteme hat der Hersteller von kleineren Mehrzweck- und Trainingsflugzeugen sich auf die Serienfertigung der neuen Business-Jets PC 24 vorbereitet. Das dadurch noch einmal gestiegene Auftragsvolumen meistert Pilatus mit der Lagersoftware; damit kann der Flugzeughersteller die benötigten Teile schnell bereitstellen.

Rumpf, Flugzeugturbinen, Reifen, kleinste Schrauben und Nieten: Das neu gebaute Lager am Hauptsitz der Flugzeugwerke bevorratet rund 40.000 verschiedene Artikel. Vor dem Neubau bearbeitete Pilatus die etwa 3.000 Picks pro Tag ausschließlich via Listenkommissionierung – ein zeitaufwändiges Unterfangen für die Schweizer Firma, die ihre Flugzeuge selbst entwickelt, baut und weltweit vertreibt.

Qualität und Sicherheit beim Pickprozess

Ein wichtiges Ziel der Lagerautomatisierung waren daher schnellere und reibungslosere Abläufe, damit die Bauteile für Produktion und Wartung „just in time“ weiterverarbeitet werden können. Die Bereitstellung sehr kleiner Teile erfolgt mit LFS.wms innerhalb weniger Sekunden nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip: Das System gewährleistet so eine dauerhaft hohe Qualität und Sicherheit beim Pickprozess.

Eilbestellungen bevorzugt

Besonders bei „Aircraft On Ground“-Situationen kommt es auf die individuelle Auftragssteuerung an. Es gibt dann Eilbestellungen (AOG-Aufträge), die von den Mitarbeitern sofort abgewickelt (und anderen laufenden Aufträgen vorgezogen) werden, um Stillstandszeiten auf dem Flugplatz zu verkürzen.

Zeitgleich überwacht, analysiert und vernetzt der Materialfluss-Controller LFS.mfc die Prozesse im Hintergrund. „Mit dem Lagerführungssystem von E+P haben wir eine Lösung erhalten, die unser gesamtes Lager – inklusive automatisierter Bereiche – steuert und den Materialfluss bei Bedarf optimiert“, sagt Floor Heylen Wegmann, Abteilungsleiterin Logistik bei der Pilatus Flugzeugwerke AG.

Da natürlich die Sicherheit der Passagiere extrem wichtig ist und Pilatus die entsprechend hohen Anforderungen der Luftfahrt gewährleisten muss, begleitet LFS.wms auch alle Prüfungsverfahren – und das sowohl im Warenein- als auch im -ausgang. Dazu stellt das System die korrekten Zertifikate aus, um den Einbau im Flugzeug gesetzeskonform zu sichern.

Bildquelle: Pilatus Flugzeugwerke AG / Additiv PR GmbH

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