Kostspielige SAP-Probleme kosten den Kosmetikkonzern viel Umsatz

Langwierige SAP-Baustelle bei Revlon

Revlon hat nach dem Umstieg auf das neue SAP-System S/4-Hana im Februar 2017 das vergangene Geschäftsjahr mit so massiven Verlusten und einem Umsatzrückgang um 4,5 Prozent auf 2,56 Mrd. Dollar abgeschlossen, dass jetzt diverse Aktionäre den Kosmetikkonzern auf Schadenersatz verklagt haben.

Bildquelle: Pixabay

Vielleicht erfolgte der Umstieg auf das erst 2015 vorgestellte S/4 Hana einfach zu früh; schon im Geschäftsbericht 2017 war von den ERP-Problemen und den mit der Umstellung verbundenen Risiken die Rede.

2018 störten die SAP-Probleme den Betrieb der wichtigsten Fabrik in Oxford/USA aber so massiv, dass es zu gravierenden Lieferschwierigkeiten kam. Allein die Behebung dieser Probleme kostete laut Geschäftsbericht 54 Mio. Dollar; seit Dezember läuft der Betrieb in Oxford laut Revlon wieder auf dem Niveau vor den SAP-Problemen. Außerdem wurden „wesentliche Schwachstellen im Finanzreporting und -controlling“ aufgrund der SAP-Implementierung gefunden. All das führte jetzt zu den Klagen der Aktionäre.

Revlon steht mit seinen SAP-Problemen nicht allein auf weiter Flur. Lidl und Haribo sind nur zwei von vielen Beispielen. Allerdings gibt es auch durchaus viele erfolgreiche Umstellungen auf S/4 Hana. Daher gilt es für die IT-Leiter, die allzu gut bekannten Stolpersteine solcher Migrationen im Vorfeld aus dem Weg zu räumen. Die Fälle Haribo und Revlon ähneln sich deshalb, weil beide Unternehmen wohl zu viele Änderungen auf einmal umsetzen wollten.

Bildquelle: Pixabay

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok