Replacement-Strategie des Druckerherstellers Microplex

Laser- statt Zeilendrucker

Die Laserdrucker-Hersteller versuchen schon sein vielen Jahren, die robusten, kostengünstigen Nadel- und Zeilendrucker durch ihre Produkte abzulösen. Sie werben eindrücklich mit Flexibilität und elektronischen Formularen – doch oft vergeblich, denn die zuverlässigen „Oldtimer“ sind ganz nebenbei auch kostengünstig und langlebig.

Der Laserdrucker Solid 52A4 von Microplex

Der Laserdrucker Solid 52A4 von Microplex: Dokumentenausgabe optional in Face-Up und als Standard Face-Down.

Die Microplex Printware AG, Varel, bietet jetzt eine ganze Auswahl an unterschiedlichen Druckern mit unterschiedlichen Technologien an, „die veraltete Zeilenmatrixdrucker einfach ersetzen können“. Marketing-Managerin Eva Feige begründet die jüngste Initiative so: „Zeilendrucker, Nadeldrucker, Zeilenmatrixdrucker sind in der Technologie oftmals schon veraltet, finden aber dennoch immer noch sehr häufig in den verschiedensten Branchen und Anwendungen ihre Verwendung.“

„Plug-and-print“ mit dem „Multi Intelligence“-Controller

Feige führt das auch darauf zurück, dass die Ablösung nicht immer einfach sei, weil die mechanischen Drucker von den Anwendungsprogrammen oft über proprietäre Druckerprotokolle gesteuert werden – und mit fünf oder mehr Durchschlägen immer dann durchaus schnell sein können, wenn Kopien nötig sind. Microplex biete hier zwei unterschiedliche Alternativen auf Basis des selbstentwickelten „Multi Intelligence“-Controllers (MPC), der „für eine nahtlose Integration in bestehende Zeilendrucker-Anwendungen“ sorge. Dank einer Reihe von Zeilendrucker-Emulationen an Bord, sei eine bestehende Zeilendrucker-Anwendung schnell, quasi „plug-and-print“, ersetzt.

Kommt ein Endlos-Laserdrucker (z. B. Solid F40) zum Einsatz, können laut Marketing-Managerin Feige „auch komplexe Daten mit maximaler Geschwindigkeit mit 600 dpi Druckauflösung“ gedruckt werden. Und das bei der gleichen Datenmenge, z. B. mit variablen Daten und vielen Barcodes, schneller und somit wirtschaftlicher im Betrieb als herkömmliche Zeilendrucker. Darüber hinaus sei der Laserdrucker wesentlich leiser, führt sie ein weiteres Uralt-Argument an, das vielleicht in manchen Büros zieht.

Aber Eva Feige strebt mehr an als nur ein „Replacement“ von Zeilendruckern an. Nadeldrucker etwa könnten zum Beispiel durch Einzelblatt-Laserdrucker wie das Modell Solid 52A4 ersetzt werden, der die Datenströme 1:1 wie bisher empfangen und verarbeiten kann. Die Ausgabe erfolgt dann auf A5- oder A4-Blättern – mit bis zu fünf Papierschächten und einer Papierkapazität von maximal 4.300 Blatt. Auch eine Ausgabe im A3-Format macht Microplex möglich – allerdings bei einem anderen Druckermodell.

Ersatz von Durchschreibesätzen

Die Daten- und Anwendungssoftware muss hierfür nicht verändert werden. Beim Ersatz von Durchschreibesätzen können je nach Anwendung für den Ausdruck unterschiedliche Fächer ausgewählt werden, so dass Zeitverzögerungen im Prozess-Ablauf minimiert werden, da die Drucksätze direkt den jeweiligen zuständigen Abteilungen (z. B. Lieferschein-Kopie, Fahrerkopie, Kopie für die Buchhaltung) zugeordnet werden können.

Dank integrierter GPIO-Schnittstelle, die optional hinzugefügt werden kann, lässt sich der Ausdruck auch mit jeder SPS-gesteuerten Anlage synchronisieren; er beginnt erst nach einem bestimmten Signal. Gedruckte Seiten werden per elektrischem Signal quittiert. Wenn es für die Anwendung wichtig ist, dass die Druckausgabe mit der Druckseite nach oben (Face-up) ausgegeben wird, ist das beim Solid 52A4 dank der flexiblen Mechanik optional ebenfalls möglich; dann können die Ausdrucke sowohl Face-Up als auch Face-Down ausgegeben werden. Außerdem kann bei Bedarf auch die automatische Anpassung von Endlosformaten (z. B. 8,5 x 12 Zoll) auf A4 ergänzt werden.

Die Microplex Printware AG konzentriert sich auf die Entwicklung maßgeschneiderter Drucklösungen für hochspezialisierte Industrieeinsätze. Sollten die Konfigurationsmöglichkeiten des MPC einmal nicht ausreichen, „kann die Controller-Firmware individuell und maßgeschneidert an die Anforderungen der Anwendung angepasst werden“, verspricht die Marketing-Managerin.

Bildquelle: Microplex Printware AG

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