Gianfranco Lanci und Aymar de Lencquesaing am Ruder

Lenovo baut EMEA-Führung aus

Nach der spektakulären Übernahme von Motorola sowie dem Kauf der x86-Serversparte der IBM stärkt der chinesische IT-Konzern Lenovo die Führung in Europa. Gianfranco Lanci wird am 1. April zum Chief Operating Officer (COO) befördert und übernimmt weltweit die Leitung der neu geschaffenen PC-Sparte, während Aymar de Lencquesaing als Präsident EMEA das Ziel hat, mit Lenovo die Nummer eins in Europa zu werden.

Der ehemalige Acer-CEO Gianfranco Lanci, seit 2012 Europa-Chef bei Lenovo, rückt am 1. April als COO in die Führungsspitze des Konzers auf und wird dann die neu geschaffene, weltweite PC Business Group leiten.

Lenovo kündigt Umstrukturierungen der Führungsebene an. Sie folgt auf eine weltweite Reorganistation, die das Unternehmen nach den beiden Übernahmen nun in vier Geschäftsbereiche gliedert:

1. PC Business Group, einschließlich der Lenovo- und Think-Brands

2. Mobile Enterprise Group inklusive Smartphones, Tablets und Smart-TV

3. Enterprise Business Group mit den Produktgruppen Server und Storage

4. Ecosystem und Cloud mitsamt Android- und Windows-basierten Produkten.

Ab April soll Aymar de Lencquesaing als Präsident EMEA die Geschäfte im Wirtschaftsraum Europa, Mittlerer Osten und Afrika lenken. Er gehört außerdem als Senior Vice President der Konzernleitung von Lenovo an.

Sein Vorgänger Gianfranco Lanci, der bis dato das EMEA-Geschäft verantwortet hat, wird als Executive Vice President weltweit die Leitung der neu geschaffenen PC Business Group übernehmen. Zudem ist er als COO verantwortlich für die Gesamtregion EMEA und die reifen Märkte Japan, Australien und Neuseeland.

„Wir befinden uns aktuell in der spannendsten Phase unserer Unternehmensgeschichte“, kommentiert Lenovo-Chef Yang Yuanqing die Umstrukturierung in einer Pressemitteilung. „Quartal für Quartal übertreffen wir den Markt und wachsen stetig in unserem PC-Kerngeschäft. Damit positionieren wir uns als signifikanter Player sowohl im Enterprise- als auch im Mobility-Bereich.“

„Als ich 2012 zu Lenovo gestoßen bin, wollte ich Lenovo bis zum Jahr 2013 zu einem der drei führenden PC-Unternehmen der EMEA-Region machen“, fügt Gianfranco Lanci hinzu. „Wir haben mit 15 Prozent Marktanteil und der Nummer 2 in EMEA unsere eigenen Ambitionen signifikant übertroffen. In der nächsten Phase unseres Wachstums geht es nun darum, eventuelle Chancen für unser Unternehmen vorauszusehen und unsere Organisation darauf vorzubereiten, schneller, fokussierter und effizienter zu sein, um in einem unglaublich diversen Markt innovative Produkte und Services bieten zu können.“ Die nächste Wachstumsphase führe über PCs und Tablets hinaus in Richtung Server und Smartphones .

De Lencquesaing sieht immer „noch immense Chancen zu wachsen“ und hat klare Ambitionen im PC-Geschäft: Die Nummer 1 in EMEA werden. Darüber hinaus will er die neue Strategie „PC Plus“ in Richtung einer „Smart Connected Devices“-Landschaft umsetzen. „Dabei werden wir unsere solide Grundlage in Sachen Smartphones in einigen EMEA-Märkten nutzen, um im kommenden Geschäftsjahr hier weiter zu expandieren“, erklärt De Lencquesaing.

Aymar de Lencquesaing kam Ende 2013 zu Lenovo, um in EMEA den Mobile-Bereich voranzutreiben. In den vergangenen 30 Jahren hat er verschiedene Manager-Posten in der IT-Industrie gehalten, und war so unter anderem in den letzten zehn Jahren in Europa als Corporate VP und Member of the Executive Committee bei Capgemini, Senior VP und President of SHBG bei Acer sowie als CEO von Packard Bell tätig. Bevor er nach Europa kam, war De Lencquesaing mehr als 20 Jahre in Kalifornien in leitenden Positionen unter anderem bei Softbank, Ziff-Davis und diversen Technologie-Startups tätig.

www.lenovo.de

Bildquelle: Lenovo

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