Die Verkaufshäuser und Kunden können täglich bis 18 Uhr bestellen und erhalten die Ware je nach Bedarf mehrmals am Tag oder über Nacht.
Nach dem Ausbau will LKQ Stahlgruber ab Herbst 2024 im Lager Sulzbach-Rosenberg auf 58.000 Quadratmetern rund 200.000 Artikel bevorraten.
LKQ Europe, die in über 20 europäischen Ländern tätige Tochter des US-Händlers von Kfz-Ersatzteilen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Industriefahrzeuge, setzte im Jahr 2021 nach den mehr als 80 Übernahmen in Europa das Programm 1 LKQ Europe auf. Das Ziel: Die Geschäftsprozesse harmonisieren, die Produktverfügbarkeit verbessern und die Lieferung an die Endkunden beschleunigen.
Diese europäische Strategie zielt darauf ab, die Stärken der übernommenen Unternehmen zu nutzen, die Beschaffungskosten durch die Konsolidierung und Rationalisierung unseres Produktangebots zu senken und eine integrierte Organisation zu schaffen. Integriert werden sollen die europäischen Aktivitäten durch die Verbesserung von Einkauf, Lagerhaltung, Systeme, Logistik und Back-Office-Funktionen und der Angleichung von Eigenmarkenprodukten im gesamten Segment.
„Wir reorganisieren unsere nicht kundenorientierten Teams und Unterstützungssysteme durch verschiedene Projekte, darunter die Implementierung einer gemeinsamen Enterprise-Resource-Planning- bzw. ERP-Plattform, die Rationalisierung unseres Produktportfolios und die Schaffung eines europäischen Hauptsitzes und eines zentralen Backoffice“, heißt es im Geschäftsbericht 2022. „Die organisatorischen Planungs- und Implementierungsprojekte wurden im Juni 2021 abgeschlossen, die restlichen Projekte sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.“
Für die IT-bezogene Unternehmenstransformation wurde Infosys aufgrund seiner Referenzen bei der ERP-Einführung und seines Engagements für eine langfristige Zusammenarbeit als strategischer Partner hinzugezogen. LKQ Europe will auch die Branchenerfahrung des Partners im Bereich der Automobil- und Vertriebslösungen nutzen und Systeme mit robusten Funktionen implementieren. Ziel dabei ist es, die Produktivität nachhaltig zu steigern und die langfristigen Geschäftsziele zu unterstützen.
„Bei LKQ sind wir ständig dabei, unsere marktführende Position auszubauen“, sagte Varun Laroyia, Chief Executive Officer bei LKQ Europe. „Dieses Projekt ist eine Erweiterung unseres ursprünglichen Programms und konzentriert sich auf den Aufbau einer schlankeren und effizienteren Organisation. Mit Infosys als strategischem Partner zielen wir darauf ab, die Komplexität zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und unsere Stärken zu nutzen.“
Die Systeme sind komplex und so konzipiert, dass sie (je nach Markt) eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen, einschließlich – aber nicht beschränkt auf – Kundenbestellungen, Bestandsverwaltung, Lager und Logistik sowie Finanzberichte. Manche dieser IT-Systeme können mit den jeweiligen IT-Systemen der Werkstattkunden verbunden werden, was es diesen Kunden ermöglicht, das für eine Reparatur benötigte Teil zu identifizieren und zu bestellen. Im Rahmen der Strategie 1 LKQ Europe wurde das mehrjährige Programm zur Entwicklung und Einführung eines europaweiten ERP-Systems gestartet, das die Anzahl der von LKQ betriebenen IT-Systeme bereits jetzt reduziert hat und weiter reduzieren soll.
Auch bisher hat LKQ im ERP-Bereich ausgefeilte Eigenentwickungen im Einsatz, sowohl in Nordamerika als auch in Europa. Ganz typisch dafür ist LKQ Dach, wo bei akquirierten Unternehmen wie Stahlgruber, Neimcke oder PV Automotive neben Standardsoftware auch RPG- und Cobol-basierte Eigenentwicklungen auf Basis von IBM i zum Einsatz kommen.
LKQ hat Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Taiwan und bietet seinen Kunden eine breite Palette von recycelten OEM- und Aftermarket-Teilen, Ersatzteilsystemen, Komponenten, Geräten und Dienstleistungen für die Reparatur und das Zubehör von Pkw, Lkw, Freizeit- und Sportfahrzeugen. LKQ Europe mit Hauptsitz in Zug (Schweiz) beschäftigt derzeit an über 1.000 Niederlassungen rund 26.000 Mitarbeiter. Die Tochtergesellschaft der in Chicago ansässigen LKQ Corporation beliefert mehr als 100.000 Werkstätten in über 20 europäischen Ländern. Zur Gruppe gehören unter anderem LKQ DACH (ehemals Stahlgruber) sowie der Recycling-Spezialist Atracco. Außerdem ist LKQ der größte Anteilseigner der MEKO-Gruppe, dem führenden unabhängigen Autoteilehändler in Europas Norden.
Unter der Firmierung LKQ DACH werden seit Anfang 2023 die Stahlgruber GmbH, Stahlgruber Ges.m.b.H. in Österreich, PV Automotive, die Neimcke GmbH und die Schweizer Rhiag Group zusammengefasst. Die DACH-Tochter ist mit mehr als 160 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv.
Bildquelle: LKQ DACH