Der Vorstand von Beta Systems hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 erhöht. Der Konzernumsatz soll zwischen 48,0 Mio. und 52,0 Mio. Euro (vormals zwischen 46,5 Mio. und 49,5 Mio. Euro) erreichen, das Konzernbetriebsergebnis (Ebit, Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zwischen 6,0 Mio. und 8,5 Mio.Euro erreichen. Das letzte Geschäftsjahr wurde mit 45,9 Mio. Euro und einem Ebit von 3,8 Mio. Euro abgeschlossen.
Außerdem wurde die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der Habel/Akzentum-Gruppe bekannt gegeben; der Kaufpreis beläuft sich nach Firmenangaben unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel auf etwas mehr als 10 Mio. Euro, also leicht über dem Jahresumsatz von zuletzt ca. 9,5 Mio. Euro und einem operativen Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von ca. 1,1 Mio. Euro. Etwa 100 Mitarbeiter betreuen rund 2.600 Kunden mit Schwerpunkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Gruppe wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Beta Systems-Gruppe geführt werden. Für diese Übernahme gründete Beta die Proxess Holding als neue Tochter. Weil sich im Rahmen der Transaktion auch Teile der Veräußerer rückbeteiligt haben, hält Beta Systems nun 85 Prozent der Anteile an Proxess; so heißt übrigens auch das Archivsystem der Firma Akzentum, die erst im November von Habel gekauft worden war. Habel selbst war im Jahr 2016 vom Firmengründer Fritz Habel an die Investmentgesellschaft Elvaston verkauft worden, der auch Akzentum gehörte. Die Produkte Habel DMS und Proxess DMS bieten Lösungen im Bereich der Archivierung, Belegerkennung und Workflows für mittelständische Kunden.
Proxess ist eine Windows-basierte DMS-Lösung für Unternehmen aus Möbelhandel, Technischem Handel und SHK-Handel – und bietet auch Schnittstellen zu ERP-Systemen auf IBM i, wie z.B. Cogito, Infor M3, Moeve oder SAP. Auch das Archiv von Habel verfügt über IBM-i-Schnittstellen, u.a. zu Software-Systemen wie Portolan, Trend SWM, Infor oder SAP. Beta Systems beschäftigt mit der Übernahme der Habel-Gruppe weltweit mehr als 450 Mitarbeiter und erwirtschaftet 60 Mio. Euro Umsatz. Übrigens gehört Beta Systems der Deutsche Balaton AG aus Heidelberg, die gerade auch eine feindliche Übernahme des DMS-Pioniers Easy Software plant.
Bildquelle: skeeze/Pixabay