Ehrhardt + Partner bietet virtuelle Logistik-Simulationen

Logistisch vorausgedacht

Um die Logistik- und Lagerplanung effizienter zu gestalten, setzt der Branchenspezialist Ehrhardt + Partner auf „Virtual Reality“ (VR), ohne die Kommunikation von Beratern und Anwendern durch VR-Brillen zu behindern. Im Mittelpunkt des gerade vorgestellten Konzepts steht ein Virtual-Reality-Raum namens Holodeck.

  • Im Holodeck können bis zu zwölf Personen in virtuelle Welten eintauchen.

  • Marco Ehrhardt: „Mit dem Einsatz der virtuellen Umgebung erreichen wir eine neue Entwicklungsstufe in der Logistikplanung und -beratung.“

Um die Logistik- und Lagerplanung effizienter zu gestalten, setzt der Branchenspezialist Ehrhardt + Partner auf „Virtual Reality“ (VR), ohne die Kommunikation von Beratern und Anwendern durch VR-Brillen zu behindern. Im Mittelpunkt des gerade vorgestellten Konzepts steht ein Virtual-Reality-Raum namens Holodeck.

In der Mitte des 7x7 Meter messenden Raumes steht ein großer Arbeitstisch, an dem zwölf Projekt­teilnehmer Platz finden. Die sechs Meter hohen Wände dienen als Projektionsflächen für Simulationen und Emulationen logistischer Prozesse bzw. automatischer Lager­einheiten, die von vier ­Beamern erzeugt werden. Um die 3D-Darstellung so echt wie möglich erscheinen zu lassen, wurde ein Rechencluster mit sechs Servern installiert. Somit sind 360-Grad-Präsentationen möglich, die realistische Lager- und Materialfluss­visulisierungen erlauben.

Konzeption von Lagereinheiten und Warenflüssen

Die Steuerung der Projektionstechnik erfolgt über ein integriertes Touch­panel im Arbeitstisch, der selbst ebenfalls als Projektionsfläche genutzt werden kann, um beispielsweise CAD-­Zeichnungen, Baupläne oder Grundrisszeichnungen großflächig darzustellen.

Darüber hinaus sieht das Konzept vor, dass thematisch aufeinanderfolgende Powerpoint-Sheets oder -Texte gleichzeitig an die Wände projiziert werden können. Dies erleichtert die Kommunikation der Projektteilnehmer bei der Erarbeitung komplizierterer Sachverhalte, da nicht ständig vor- und zurückgeblättert werden muss, sondern alle relevanten Informationen jederzeit gleichzeitig einsehbar sind.

Dies bedeutet in der Praxis: Die CAD-Pläne, Baupläne oder Grundrisszeichnungen eines Lagers werden auf den Besprechungstisch projiziert, während sich auf den umliegenden Wänden sukzessive ein 3D-modelliertes-Lager aufbaut. Auf diese Weise erfahren Besucher das Lager in Echtzeit und können sich virtuell darin bewegen.

Technisch möglich wird dies durch eine Fünf-Seiten-CAVE (Cave Automatic Virtual Environment, „Höhle mit automatisierter, virtueller Umwelt“) und aktive Stereoprojektion, die zur Visualisierung des Contents dient. Dadurch wird eine immersive, virtuelle Umgebung geschaffen, in der sich diverse Szenarien abbilden lassen.

Immersion in der Fünf-Seiten-CAVE

Immersion („Eintauchen“) beschreibt einen durch VR-Umgebungen hervorgerufenen Effekt, der das Bewusstsein des Nutzers, illusorischen Stimuli ausgesetzt zu sein, so weit in den Hintergrund treten lässt, dass die virtuelle Umgebung als real empfunden wird. Ist der Grad an Immersion hoch, wird auch von „Präsenz“ gesprochen.

Eine halbe Million Euro ließ sich Ehrhardt + Partner die VR-Installation kosten, um Kunden und Anwendern möglichst große Planungs- und Investi­tionssicherheit bei der Konzeption von Lagereinheiten und Warenflüssen zu bieten. Die Visualisierung erfolgt in Echtzeit – und dabei realitätsgetreu hinsichtlich Größen- und Platzverhältnissen, was den Raum auch für Schulungszwecke im Lager­umfeld prädestiniert.

Einsatz auch für andere Branchen denkbar

„Mit dem Einsatz der virtuellen Umgebung erreichen wir eine neue Entwicklungsstufe in der Logistikplanung und -beratung“, zeigte sich der geschäftsführende Gesellschafter Marco Ehrhardt bei der Eröffnung Ende September zufrieden. „Logistische Prozesse können wir damit bereits in der Planungsphase realitätsnah visualisieren. Anwender kommunizieren direkt in der virtuellen Realität und verschiedene Planungsszenarien lassen sich live durchspielen.“

Ehrhardt sieht vielfältige Einsatzmöglichkeiten: In der Lagerplanung muss nicht mehr auf statische Modelle zurückgegriffen werden. Stattdessen erhalten die Anwender eine dynamische, interaktive und immersive VR-Lösung ohne den Einsatz kommunikationslimitierender VR-Brillen. Darüber hinaus eignet sich die Technologie auch für die Gestaltung von Präsentationsterminen. „Die Einsatzmöglichkeiten im VR-Bereich liegen nicht nur in der Logistik. Wir freuen uns über den Austausch mit Unternehmen, um mögliche Szenarien gemeinsam zu besprechen“, sagt Marketing-Direktor Dennis Kunz.

Bildquelle: Ehrhardt + Partner

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