Monitoring sorgt für mehr Performance und höhere Verfügbarkeit

Managed-Services entlasten die IT-Profis

Szenen aus dem betrieblichen Alltag: In der IT mehren sich morgens die Anrufe, dass Services im Netzwerk nicht mehr funktionieren, der Mailserver lahmt, „irgendetwas nicht stimmt“. Nach gefühlt zehn Meldungen nimmt sich ein Admin des Problems an. Er probiert Standardlösungen, scheitert und macht sich dann mit einer Checkliste auf den Weg, die Ursache zu finden. Irgendwann am Nachmittag kommt die Rundmail, dass alle Probleme behoben sind. Die Arbeit kann weiter gehen.

  • Unser Autor Alexander Kühn ist Geschäftsführer der Wilsch IT-Services GmbH, Grünwald.

  • Überblick über den Zustand der TCP-Verbindungen im BI-Dashboard

  • Nagvis-Karte mit überwachten Switch-Ports

In der Zwischenzeit ist viel Kaffee konsumiert und im Sparmodus gearbeitet worden – was soll man machen, ohne funktionierende IT? Und wo Mitarbeiter vielleicht noch mit halber Kraft weiterarbeiten können, könnten Maschinen und Dienste gar komplett ausfallen. Die Folgen variieren von genervten Mitarbeitern bis hin zu kostspieligen Ausfällen in der Produktion.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Warum aber sollte man erst bei Auftreten eines Fehlers manuell prüfen? Warum nicht das ganze System vollständig automatisiert und kontinuierlich auf korrekte Funktion checken? Diese Alternative verspricht höhere Performance und Verfügbarkeit, da man auf Fehlerquellen bereits aufmerksam wird, bevor sie tatsächlich zu Fehlern führen.

Managed Monitoring“

Die Wilsch IT-Services GmbH aus Grünwald setzt genau an dieser Stelle an – und nutzt dazu bei ihren Kunden auf das Software-Tool Check_MK. Für Manager ist damit zum Beispiel die Visualisierung beliebiger Abhängigkeiten und Infrastrukturen möglich, der IT-Administrator wird sich über schlanke, datenbanklose Datenhaltung oder auch den vorhandenen Quellcode freuen.

Das Monitoring-Tool überwacht die gesamte Infrastruktur – von Routern und Load-Balancern über die komplette Serverlandschaft bis hin zu jedem einzelnen Laufwerk oder Lüfter eines SAN-Systems. Jedes Gerät, das eine IP-Adresse hat, kann überwacht werden.

Die Messdaten liefern sogenannte „Agenten“. Diese Monitoring-Clients stehen für so ziemlich jedes gängige Betriebssystem zur Verfügung, sammeln die Daten lokal und schicken sie dann an einen Monitoring-Server im Wilsch-Rechenzentrum, entweder nach München oder nach Karlsruhe.

Der Server muss also nicht ständig aktiv bei den überwachten Geräten anfragen, was der Performance sehr zu Gute kommt. Dank hunderter Erweiterungen für spezielle Endgeräte lassen sich mit den Agenten auch exotischere Aspekte wie der Speicherverbrauch einer SAP-Hana-Instanz oder die Temperatur einer Hewlett-Packard-Kühleinheit überwachen. Können keine Clients installiert werden, überwacht Check_MK das System immer noch – über SNMP, Ping, FTP-Anfragen, DNS, weitere Protokolle und eigene Skripte. Die Wilsch IT-Services GmbH bietet auch eine Integration der IBM Power Plattform samt Software Services für IBM i bzw. OS/400 an.

Regelbasierte Konfiguration

Die vielleicht größten Pluspunkte dieser Monitoring-Lösung sind die einfache Einrichtung und die regelbasierte Konfiguration. Um das zu ermöglichen, erkennt die Software per Scan automatisch alle Netzwerkgeräte, kann diese dem Monitoring hinzufügen und dank sinnvoll vorgegebener Grenzwerte auf Anhieb nützlich überwachen.

Außerdem ist die komplette Konfiguration des Monitoring regelbasiert: Angenommen, Festplatten von Speichersystemen sollen eine Warnung verschicken, sobald sie zu 80 Prozent belegt sind. Dann genügt es, diese Regel einmalig anzulegen und dann allen Speichern zuzuordnen. Die Identifikation solcher Systeme ist beispielsweise über Ordnerhierarchien oder Tags möglich.

Monitoring für Profis

Monitoring-Profis finden die Highlights aber in den Details. Füt IT-Manager gibt es z.B. anpassbare Ansichten. Der „Tactical Overview“ zeigt auf einen Blick die Anzahl aktuell überwachter Geräte und Dienste sowie die Menge (ungelöster) Probleme. Performance-Daten können über konfigurierbare Graphen in Echtzeit angezeigt werden, beispielsweise um aktuelle CPU-Auslastungen zu beobachten. Letztlich können komplett eigene Dashboards für unterschiedlichste Zielgruppen angelegt werden.

Noch umfangreicher sind die Möglichkeiten im Bereich „Business Intelligence“. Das BI-Modul passt sich automatisch der sich wandelnden Infrastruktur an und kann komplexe, logische Abhängigkeiten hierarchisch abbilden. Soll beispielsweise eine Warnmeldung verschickt werden, sobald zwei von drei redundant laufenden Webservern voraussichtlich in zwei Tagen weniger als 20 Prozent Speicherplatz frei haben, ist das kein Problem, denn das Monitoring-Tool kann solche Prognosen auf Basis vergangener Entwicklungen erstellen. Ebenso kann es mögliche Ursachen für langsame Services via Ampelsystem anzeigen – und erspart so, falls gut aufgesetzt, hunderte Stunden bei der Ursachensuche.

Generell kann das Monitoring-Tool individuelle Gegebenheiten eines Unternehmens sehr gut abbilden, etwa komplett auf bestimmte Service- und Arbeitszeiten oder auf einzelne Nutzergruppen beschränkt werden. Damit müssen sich IT-Mitarbeiter nur zu relevanten Zeiten und nur mit für sie relevanten Meldungen befassen. Das automatische Öffnen und Schließen von Tickets fällt in diesem Zusammenhang schon beinahe unter Kleinigkeiten.

Natürlich lässt sich auch messen und über umfangreiches, anpassbares Reporting dokumentieren, wie gut die gesamte IT läuft. Service-Level-Agreements können über einen eigenständigen Bereich für externe Kunden oder innerbetriebliche Vereinbarungen bis auf den letzten CPU-Takt genau definiert und mit entsprechenden Warnungen, Meldungen und Reporting versehen werden.

Monitoring als Managed-Service

Monitoring-Tools gibt es einige am Markt. Aber welcher IT-Chef hat genug Personal, um diese Tools zu implementieren, zu pflegen und upzudaten? Und dann muss die Überwachung auch noch regelmäßig geprüft werden. Daher bietet die Wilsch IT-Services GmbH das Monitoring auch als Managed-Service aus der Cloud an. Kunden haben keinerlei Aufwand und können sich sicher sein, dass im Ernstfall schnell geholfen wird – und das ohne große Kosten. So gibt es z.B. eine Serverüberwachung bereits ab fünf Euro im Monat.

Übrigens: Das Monitoring skaliert erfahrungsgemäß sehr gut, kann verteilt aufgesetzt werden und selbst riesige Infrastrukturen dank automatischer Netzwerkkarten übersichtlich visualisieren – ein nicht zu unterschätzendes „Gimmick“.

Bildquelle: Wilsch, Thinkstock / Istock

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