Mit Power die Betriebskosten senken und die Qualität verbessern

Managed-Services für Bahntochter

Kernanwendungen konsolidieren, virtualisieren, umbauen, erweitern – und all das an einem Wochenende. Bei der Bahntochter TFG Transfracht gelang das in einem Projekt mit den Plattformen IBM i, Windows, Linux, Citrix samt Anbindung an SaaS-Systeme und deren Orchestrierung. TFG konnte so die Betriebskosten deutlich senken und gleichzeitig die Servicequalität spürbar verbessern.

  • Gernot Reinmüller

    Gernot Reinmüller, interimsmäßig IT-Manager der TFG Transfracht GmbH

  • TFG Transfracht

    Wussten Sie, dass ein Güterzug etwa 80 Prozent weniger Kohlendioxid ausstößt als ein LKW? Mit dem neuen Leistungsbestandteil Eco Plus können Schienentransporte sogar vollkommen CO2-frei befördert werden.

Die Logistik ist eine Schlüsselbranche Deutschlands. Weltweiter Handel und hohe Fertigungskompetenz der heimischen Wirtschaft benötigen einen leistungsfähigen Motor für die Warenströme. Die TFG Transfracht GmbH stellt ein wesentliches Rückgrat des intermodalen Containertransportes zwischen den führenden Nord-, West- und Südhäfen und dem industriellen Hinterland dar. Sie organisiert den Transport von Containern für die dynamische Wirtschaft der DACH-Länder auf Schiene und Straße – system-, dienstleistungs- sowie grenzübergreifend.

... denn Züge rollen nicht von alleine ...

Dabei geht es um ca. eine Million TEU pro Jahr; TEU steht für „Twenty-foot Equivalent Unit“ und ist eine international standardisierte Einheit zur Zählung von ISO-Containern verschiedener Größe. Um dem Anspruch als Marktführer auch in Zukunft gerecht zu werden, hat TFG den Betrieb und das Hosting ihrer auf IBM-i-basierten Kernsysteme samt Umsystemen an den IBM-Partner WS Datenservice mit Sitz in Deggingen übergeben.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Laut Gernot Reinmüller, interims­mäßig IT-Manager der TFG Transfracht GmbH, kam es im Interesse der global tätigen Kunden bei der Entscheidung für den Partner WS Datenservice vor allem auf die drei Faktoren Zuverlässigkeit, Agilität und Kosteneffizienz an. Sein Credo: „Wenige Menschen mit der richtigen Kompetenz sind die besten Erfolgsgaranten.“

Worum ging es? Auf modernen Power9-Maschinen und SAN-Systemen der IBM laufen das Order-Management sowie die DB2-Datenbank des Abrechnungssystems. Georedundante Serverräume in jeweils unterschiedlichen Brandschutzzonen mit Dark-Fiber-Verbindung und eine dem Geschäft angepasste Hochverfügbarkeitslösung stellen sicher, dass Großkunden, aber auch Mittelständler sowohl per Enterprise Service Bus, über Weboberflächen als auch via B2C-Portal – www.box2rail.com – 24 Stunden am Tag ihre Transportaufträge platzieren, ändern und verfolgen können.

Auf einer modernen ­Citrix-Farm werden den TFG-Mitarbeitern alle wichtigen Kernanwendungen inklusive neuester Office-Versionen im Büro sowie unterwegs zur Verfügung gestellt – und das eingebunden in das Netzwerk des Mutter­konzerns Deutsche Bahn. Ein eigens, auf Initiative von TFG, eingerichteter User-Helpdesk bei WS Datenservice gewährleistet zudem, dass bei etwaigen Problemen auch in den Tagesrandzeiten immer ein Ansprechpartner vorhanden ist, sodass das Geschäft störungsfrei laufen kann.

Die Migration der TFG-Systeme vom ehemaligen Inhouse-Dienstleister wurde notwendig, da die DB AG sämtliche Rechenzentren verkauft hat und für den sicheren Betrieb ihrer Spezialsysteme wie IBM i auf Fachdienstleister wie WS Datenservice zurückgreift. Beim Cut-Over wurden zudem Groupwise und Lotus Notes auf Microsoft Office 365 übertragen, die veralteten Novell-Dienste auf Active Directory umgestellt sowie ca. 60 Prozent der Serversysteme dank Konsolidierung abgeschaltet. Das Hochverfügbarkeitskonzept wurde zwecks Optimierung der Zuverlässigkeit von Software- auf Hardware-Spiegelung umgestellt, der Enterprise Service Bus parallel vom Inhouse- auf einen SaaS-Betrieb verlegt.

Dank umsichtiger Planung mit allen beteiligten Partnern, zweimaligem Dry-Run samt Messung der Migrationszeiten und Abarbeitung eines sorgfältig erstellten Drehbuchs konnte diese für die TFG wichtige Migration an einem Sonntag ohne wesentliche Probleme durchgeführt werden. Seitdem profitiert die TFG nicht nur von einer deutlich konsolidierten und modernen Systemlandschaft, sondern auch von einer hohen Agilität bei infrastrukturellen Neuanforderungen sowie einer deutlich verbesserten Kosteneffizienz. Garanten für den Erfolg des Projekte waren für Wolfgang Greulich, Geschäftsführer der WS Datenservice GmbH, „25 Jahre an der Seite der IBM und ein tolles Team aus hochmotivierten Mitarbeitern.“

Über TFG Transfracht

Mit dem flächendeckenden Albatros-Express-Netzwerk verbindet die TFG als Spezialistin im Seehafenhinterlandverkehr und als Unternehmen der Deutschen Bahn AG insgesamt 22 Containerterminals der fünf Häfen Hamburg, Bremerhaven, Wilhelms­haven, Koper und Rotterdam mit über 15.000 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Jährlich werden knapp 1 Mio. TEU bewegt – und dafür über 14.000 Verbindungen auf die Schiene gebracht.

Bildquelle: TFG Transfracht

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